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Ein Museum sucht Hilfe

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Ernst Erb
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10.May.05 16:27

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1

Heute habe ich ein eMail erhalten, das ich Ihnen zeigen möchte. Leider ist wohl niemand bei den "Funkerbergfreunden" bei uns Mitglied, doch habe ich gesehen, dass sie auf ihrer HP
www.Funkerberg.de
einen Link zu uns eingetragen haben. Das verpflichtet ;-)
Leider habe ich indirekt auch von weiteren Schliessungen oder Teilungen von Museen erfahren. Das Geld fehlt immer mehr. Hier nun das eMail - allfällige Reaktionen sind ganz Ihre Sache.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Funkerbergfreunde !

Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen mit uns in Kontakt gestanden haben.

Bitte erlauben Sie uns, Ihnen aus dringendem Anlass folgende Nachricht zu übermitteln:

Viele von Ihnen wissen es aus der Presse und den öffentlichen Medien. Der Erhalt des Sender- und Funktechnikmuseums ist äußerst ungewiß. Der Mietvertrag des Gebäudeeigentümers Telekom mit dem Förderverein Sender Königs Wusterhausen ist nicht verlängert worden. Der bestehende Vertrag endet am 31.7.2005, und bis dahin muß das Museum besenrein verlassen sein.
Das wäre das Ende des in ehrenamtlicher Arbeit von unserem Verein geführten Museums am Standort "Beginn des deutschen Rundfunks". Hier in diesem Gebäude, dem ehemaligen Senderhaus 1 und heutigem Museumshaus, wurde einst durch Hans Bredow und Johannes Gerlach Pionierarbeit für die Aufnahme eines Rundfunks in Deutschland gelegt.
Jetzt kämpft unser kleiner Verein mit ca. 50 Mitgliedern für den Erhalt dieser Pionierleistungen in Königs Wusterhausen. Denn nur dieses schöne alte Haus, nur diese Räume können das Fluidum der damaligen Zeit vermitteln.

Helfen Sie uns !

Legen Sie Protest gegen diese Entscheidung der Telekom ein !
Mobilisieren Sie Funkfreunde und Kenner der Materie !
Senden Sie bitte diese E-Mail weiter !

Richten Sie Ihren Unwillen gegen diese Entscheidung an eine der folgenden Adressen :

Deutsche Telekom AG
Herr Kai Uwe Ricke
Vorstandsvorsitzender
Friedrich Ebert Allee 140
Bonn
53113

oder

Stadt Königs Wusterhausen
z.Hd. Hr. Stefan Ludwig, Bürgermeister
Schloßstraße 3
Königs Wusterhausen
15711

Sie können Ihre Meinung auch in das Gästebuch unseres Vereins eintragen unter:

www.Funkerberg.de

Auf diesen Internetseiten finden Sie auch alles Wissenswerte über das Sender- und Funktechnikmuseum und unseren Förderverein "Sender Königs Wusterhausen".

Über Rückmeldungen würden wir uns sehr freuen !

Diese bitte an folgende E-Mail Adresse: Verein[A*T]Funkerberg.de

 

Es dankt Ihnen freundlichst

Ihr Peter Manteuffel, Gründungs- und Vorstandsmitglied des Förderverein Sender Königs Wusterhausen.

Martin Steyer
Martin Steyer
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10.May.05 18:24

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2 Den Link hatte ich seinerzeit eintragen lassen, nach einem Besuch dort im vorigen Jahr.

Es ist ein außerordentlich sehenswertes Museum, besonders beeindruckt haben mich der 25KW-Kurzwellensender von 1936 und Mittelwellensender mit 100KW. Die Anfänge der deutschen Rundfunktechnik sind bestens dokumentiert.

Besonders schade wäre es, wenn die unersetzliche Technik durch kurzsichtige Maßnahmen verschrottet würde (so wie es in Nauen und Zeesen ja passiert ist). Ob e-mails zur Unterstützung helfen ist fraglich, auf jeden Fallen sollte man seinen Wunsch zum Fortbestehen dokumentieren!

Herzlichen Gruß,
Martin Steyer
Eilert Menke
 
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10.May.05 18:41

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Hier hilft nur massiver politischer Druck:
 
Schreiben Sie zusätzlich auch an Ihre Bundestagsabgeordneten (!), unserem Minister für Wirtschaft und Arbeit sowie dem Kulturstaatsminister. Die Adressen sollten bekannt sein. Natürlich ist auch der Förderkreis jetzt verpflichtet, nicht allein der Dinge zu harren, die sonst unweigerlich kommen werden.

Nachtrag vom 13.05.2005:

In den Thread gestelltes "Bedauern" hilft hier nicht weiter - nutzen Sie die dafür nötige Zeit (bzw. Aufwand) besser konstruktiv und schreiben Sie den genannten Personenkreis - höflich, verbindlich - an und schildern Sie die einmalige Bedeutung von KWH für die deutsche RF-Geschichte. Vor allem kontaktieren Sie auch die Multiplikatoren des öffentlichen Lebens (über-/regionale Presse, die großen Journale (z.B. Spiegel, Focus...), Politiker etc.). Benutzen Sie auch Google phantasievoll, falls Sie nicht in der Lage sein sollten, anderweitig an die entsprechenden Adressen zu kommen.

Machen Sie diesem Personenkreis auch klar, daß eine Gesellschaft, die sich alleinig auf die Prinzipien des "Shareholder-value" beruft, geistig, geschichtlich, moralisch und kulturell verarmt!

Eingaben sollten grundsätzlich via "Papier-Brief" erfolgen. Briefe sind gegenüber Epost dauerhaft und auch physisch stets präsent ("Wirkeffekt").

Noch etwas: Es ist Ihr demokratisches Grundrecht, hier aktiv zu werden! In der Demokratie zählen gewisse Mengen, es reicht also nicht, wenn nur, wie so oft, einige Wenige die Initiative ergreifen. Ich möchte sogar behaupten, es ist die natürliche Pflicht eines jeden Staatsbürgers, seine demokratischen Rechte wahrzunehmen - wer es nicht tut, hat sie verwirkt!

This article was edited 13.May.05 11:41 by Eilert Menke .

Hilmer Grunert
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11.May.05 01:24

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4 Damit auch moglichst viele Reaktionen an den sogenannten "empfindlichen" Adressen eintreffen, sollten wir diese vielleicht hier nennen ?????

ich bin auf jeden Fall dabei, denn ich kann es nicht Mitansehen, wie diverse Konzerene die Vergangenheit einfach sterben lassen!

mit freundlichen Grüßen
Hilmer Grunert
Detlef Boeder
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13.May.05 10:44

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   5 Hallo Allerseits,

ich hatte noch nicht Gelegenheit dieses Museum zu besuchen. Vielleicht bekomme ich nie mehr Gelegenheit. Schade wenn es nicht erhalten werden könnte wie - auch immer.
Vielleicht schadet es auch nicht, wenn der MP genau bescheid weiß.
Hier die HP des brandenburgischen MP Matthias Platzeck:

http://www.matthias-platzeck.de/kontakt/index.htm

"Ihre Meinung ist gefragt" " Haben Sie Anregungen für meine Politik oder Fragen an mich"?
Also schreiben wir ihm. Ich schreibe ihm per Brief. Es wäre gut, wenn "Wäschekorbweise" Meinungsäußerungen aus aller Welt ankommen.
Gruss
DeBo

This article was edited 13.May.05 10:50 by Detlef Boeder .

Gerhard Heigl
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07.Jun.05 14:36

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   6 ...auch in Österreich gibt es mit unserem wohl bekanntesten Radiomuseum in Wien, Probleme.
Ein Auszug aus dem Museumsboten Nr.128:
Ernst Erb
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07.Jun.05 15:14

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   7 Leider habe ich von Peter erfahren, dass das Museum schon aufgelöst ist.
Für einen guten Preis sind ganz wenige Sachen wie eine Original-Liebenröhre und ein Hughes Typendruck-Telegraf noch zu haben (siehe Seite 23 in "Radios von gestern").

Peter kenne ich als engagierten Sammler und Freund. Er ist der verantwortliche Redakteur des "Museums Bote" und möchte wenigstens diese "Institution" retten, indem er einen Nachfolger sucht, dem er auch seinen grossen Fundus übergeben würde.
Eilert Menke
 
Moderator
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07.Jun.05 16:15

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   8
 
Bitte macht dafür einen eigenen Thread auf, hier geht es um Königs Wusterhausen (und darum, daß es dort nicht auch zur Schließung kommt). Tnx
Ernst Erb
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26.Jun.05 09:24

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   9 Alexander Schmitz hat mir dies zugestellt:

Für alle, die dem Sendermuseum Königwusterhausen helfen möchten, gibt es unter dem Link:

http://www.funkerberg.de/web-archiv/2005/15-06-05/Rettet_die_Wiege.pdf

 ein Informationsblatt sowie eine Unterschriftenliste : http://www.funkerberg.de/web-archiv/2005/15-06-05/unterschriftenliste.pdf .

Vielleicht hat ja jemand eine Möglichkeit auf diese wiese größere Mengen Unterschriften zu sammeln und somit zum Erhalt beizutragen.


Nachtrag:
Richtigen Link eingesetzt.

This article was edited 26.Jun.05 12:57 by Ernst Erb .

Marc Goeritz
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22.Nov.06 16:47

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   10

Hallo

Es gibt gute Nachichten. http://www.funkerberg.de/web-archiv/index.htm

Der Funkerberg scheint also gerettet zu sein. Ich bezweifele, daß dies ohne Unterschriftenliste und Briefe an Ministerpräsident, Stadt und Telekom möglich gewesen wäre!

Marc Goeritz

This article was edited 22.Nov.06 16:54 by Marc Goeritz .

  
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