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Ein weiteres Selbstbau-Vorschaltgerät 230V->220V

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Axel Harten
 
 
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20.Mar.05 20:08

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Hallo liebe Altradio-Freunde!

Wie schon des öfteren erörtert wurde, stehen wir immer wieder vor dem Problem das unsere alten Radiogeräte nicht oder nur selten für eine Spannung von mehr als 220V ausgelegt sind. Wie schädlich die Überspannung im einzelnen für die alte Technik ist vermag ich nicht zu sagen. Da ich aber kein Risiko eingehen wollte habe ich mir u.a. Gerät gebaut, welches einen Trafo enthält um aus den Netzseitigen 230V nurmehr 220V zu generieren. Den Trafo musste ich anfertigen lassen und habe ihn mit max. 100W Leistung ausgelegt. Da meine Radios (jedes für sich) nicht mehr als 65-80 Watt aufnehmen ist noch etwas Sicherheit nach oben vorhanden. Es handelt sich um einen Trafo mit getrennten Wicklungen also kein Spartrafo. Die restlichen Teile stammen komplett aus dem Angebot eines ortsansässigen Elektronikshop. Das komplette Gerät hat mich, meine Arbeitszeit ausgeschlossen, ca. EUR 50,00 gekostet wobei man sicherlich noch an dem einen oder anderen Bauteil sparen kann. (z.B feste Anschlußleitung anstelle der Kaltgerätebuchse+Kabel)









Bei Intersesse könnten weitere Trafos produziert werden, was evtl. einen günstigeren Preis bringen könnte. Komplette Geräte kann ich momentan nicht anbieten, das hat in erster Linie rechtliche Gründe (Produkthaftung und dergleichen). Hier wäre dann jeder selbst für sein Gerät und dessen Betriebssicherheit verantwortlich. Vielleicht gibt es aber jemanden, der die Sache unterstützen kann, vorausgesetzt es besteht Interesse.

Es grüßt Euch

A. Harten
Manfred Kröll † 2.9.2013
Manfred Kröll † 2.9.2013
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21.Mar.05 00:05

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2 hallo herr harten!

das hätten sie billiger bekommen können. ich verwende z.b. einen vorschalttrafo von Conrad, 230/220V-AC 400VA. mit dem betreibe ich alle meine röhrenradios und röhrenprüfgeräte  (um eine korrekte heizspannung zu bekommen). kostenpunkt für das komplettgerät war vor 2 jahren 40 euro...



ob das gerät heute noch erhältlich ist weiss ich nicht.

viele grüsse,
fred


Paul Heussner
Paul Heussner
 
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21.Mar.05 00:11

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Eine andere Alternative zu dem von Herrn Harten vorgeschlagenen Weg, bieten die sogenannten Spannungskonstanter. Diese Geräte sind ursprünglich dazu gedacht, Netzspannungsschwankungen auszugleichen und konstant zu halten. Die Ausregelung erfolgt dabei komplett automatisch auf magnetischem Weg. Es sind also etwas größere und schwerere Trafoklötze.

Dabei sind die Geräte der älteren Generation für 220V Ausgangsspannung ausgelegt, also ideal für unsere Radios. Mit etwas Glück kann man solche Konstanter günstig bei ebay erwerben. Auch für Röhrenprüfgeräte ist es keine schlechte Idee, solche Konstanter zwischenzuschalten.

Nicht vergessen, auf Ausgangsspannung und Abgabeleistung achten! 100W mögen für ein Radio reichen, für ein Röhrenprüfgerät kann es deutlich zu wenig sein.

Gruß,
Paul Heußner
Andreas Steinmetz
 
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21.Mar.05 12:44

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4 Liebe Kollegen,

zunächst einmal möchte ich die Initiative des Herrn Harten ausdrücklich begrüßen.
Für alle diejenigen, die gerne aus alten Teile etwas sinnvolles Neues bauen, habe ich hier eine interessante Alternative: Es geht noch viel einfacher und billiger mit einem alten Heiztrafo aus der Bastelkiste!
Letztlich brauchen wir ja zumindest bei Wechselstromgeräten mit Netztrafo keine Netztrennung, und transformiert werden muß ja auch nur die Differenzleistung, also etwa (8...10)V mal Stromaufnahme. Hierzu verwende ich einen alten Heiztrafo, schalte ihn primärseitig ans Netz und sekundärseitig in Reihe mit dem Netz, aber so gepolt, daß sich die Spannung zu der Netzspannung nicht addiert, sondern subtrahiert (ausprobieren). Dadurch erhält man bei einer 6,3V-Heizwicklung statt 230V etwa (230-8)=222V. Achtung: Wegen der umgepolten Heizwicklung darf man nicht mit 6,3V rechnen, sondern eher mit mehr, z.B. etwa 8V, denn die Trafoverluste wirken jetzt entgegengesetzt. Um es ganz richtig zu machen, kann man nach dem Herausfinden der korrekten Trafopolung die Primärseite des Heiztrafos an die herabgesetzte Spannung anschließen statt direkt ans Netz. So erhält der Heiztrafo, der ja sicherlich auch nur für 220V ausgelegt ist, keine Überspannung.
Zur überschlagsmäßigen Berechung der Leistungsfähigkeit der gesamten Anordung reicht es, den max. Sekundärstrom des Heiztrafos zu kennen. Bei z.B. 2A könnte man die Schaltung also mit max. 222V x 2A = 444VA belasten. Selbst bei einem schlechten CosPhi von vielleicht 0,5 sind das immer noch satte 444VA x 0,5 = 222W! Und das mit einem Heiztrafo der Klasse 6,3V x 2A = 12,6VA! Wer es ganz exakt rechnen will, der müßte die inverse Betriebsweise des Trafos berücksichtigen. Nutzt man die letzten 10% Leistungsabgabe nicht aus, dann ist man aber immer auf der sicheren Seite.
Ein paar wichtige Hinweise zur Sicherheit:
Daß die Verdrahtung vorschriftsmäßig erfolgen muß, ist wohl selbstverständlich. Da hier die Heizwicklung auf Netzpotential liegt, muß man dafür Sorge tragen, daß sie gegenüber dem Trafoblech ausreichend isoliert ist. Also ggf. zusätzliche Isolation zwischen Blechpaket und Wicklung anordnen! Auch sollte der Kern an den Schutzleiter gelegt werden.
Auf jeden Fall sollte in der Zuleitung der Anordnung eine Feinsicherung vorgesehen werden, mit etwa dem Nennstrom der Heizwicklung, träge Auslösung. Eine weitere gehört in den Primärkreis des Heiztrafos, mit etwa dem 1,5- bis 2-fachen Wert des primären Nennstromes, ebenfalls träge. Und die Anordnung sollte nach Gebrauch abgeschaltet werden, um nicht unnötig Energie zu verheizen und die prinzipiellen (Brand-)Gefahren, die von alten Trafos ausgehen können, auf ein Minimum zu reduzieren.
Zu guter Letzt: Auf die Idee, einen solchen Zusatztrafo einfach in ein (Röhrenprüf-)Gerät mit einzubauen, war ich schon lange gekommen, nur leider habe ich das noch immer nicht in die Tat umgesetzt.


Andreas Steinmetz

This article was edited 21.Mar.05 13:22 by Andreas Steinmetz .

Alexander Schmitz
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21.Mar.05 17:17

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Eine Preiswerte und einfache Möglichkeit stellen die sogenannten Feutron Stelltrafos aus der DDR da. Diese waren dafür gedacht unter und Überspannungen im damals noch schlechten Stromnetz der DDR auszugleichen. Man bekommt die bei eBay ab oft einen Euro. Mein Gerät hat noch ein Zeigerinstrument eingebaut, jedoch gibt es auch Geräte mit anderen Anzeigesystemen. Ein solches habe ich z.b. bei eBay unter der Nummer 5963456638 entdeckt.
Manfred Pfingsten
Manfred Pfingsten
 
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04.May.05 08:24

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   6

Hallo,

ich möchte dieses Thema nochmal aufgreifen, da ich mir so einen Stelltrafo aus der Ex-DDR besorgt habe.
Zwar ist das Gerät preisgünstig, aber man muß beachten, das z.B. das Gerät Feutron 1223 offensichtlich einen Spartrafo hat.

Also keine Netztrennung. Bei Verwendung an Allstromradios oder Radios mit Spartrafo sollte man dies beachten.




Freundliche Grüße

Manfred Pfingsten

Hans-Dieter Haase † 5.2.18
Hans-Dieter Haase † 5.2.18
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04.May.05 19:47

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Elektrisch am übersichtlichsten wird es, wenn man das ganze als klassischen Spartransformator schaltet, also Netzwicklung und Heizwicklung mit gleichem Wicklungssinn in Reihe an das Netz legt. Da die Netzspannung üblicherweise bei 235 V liegt, sind zwei 6,3V-Heizwicklungen optimal. An der 220V-Netzwicklung lassen sich dann die 220V abgreifen.
Noch besser, wenn man einen Trafo findet, der primär auch einen Anschluss für 240V hat(so etwas gab es), dann braucht man die Heizwicklungen nicht zu "missbrauchen" und kann an der 220V-Anzapfung in etwa 220V abgreifen.
Die sog. Durchgangsleistung ist dann um den Faktor Primärspannung/Spannungsdifferenz größer als die Bauleistung des Trafos.
Wenn keine geeignete Heizspannungswicklungen vorhanden sind, kann man meistens die wenigen erforderlichen Windungen auch von Hand aufbringen, aber bitte den Trafo vorher demontieren, damit man vernünftig wickeln kann und die Lackisolierung nicht am Blechpaket beschädigt.

Gruß Hans-Dieter Haase

This article was edited 04.May.05 19:55 by Hans-Dieter Haase † 5.2.18 .

  
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