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Eine erfolgreiche Fehlersuche...und eine Kondensator-Frage!

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Todd Stackhouse
 
 
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16.Aug.08 02:33
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(Noch einmal: obwohl eine spezifiche Radiotyp zuerst angeredet wird, gilt es um eine allgemeine Frage.)

Ich habe endlich mein geliebtes Nordmende-Koffer sorgfältig geöffnet, um einige Fehlersuche zu unternehmen.  ('Globetraveler IV', US-Modell um 1970, mit Teakholz-Gehäuse...bildhübsch!...)  Optisch nahezu tadellos, aber zwei seiner 4 Tuner (11-KW-Bänder und 2. UKW, für 147...174 MHz-Bereich) funktionierten nicht.  Mit Hilfe des TN-6001-Schaltplans (identisch, ausser dem fehlende 2. UKW-Tuner und UKW-Bandschalter) habe ich die Problem beim KW-Tuner gefunden: bei C893, 2,2 nF Styrol-Kondensator, wurde eine seiner Leitungen genau am Teilkörper abgebrochen.  Daher keine LO-Ausgang vom Zentrumkontakt des Bandschalter-Abteilung VII; also keine Kupplung des LO-Ausgangs durch gewählter Spule zum Zwischenkreis.  Ich habe zur Zeit ein 3,3 nF Keramikkondensator hineingelötet, und nun funktioniert das KW-Tuner wieder, aber das ist natürlich keine echte Reparatur.  Ich muss natürlich diesen Kondensator völlig ausstatten. 

Nun folgt die Frage:  Dieser Kondensator war ein Styrol-Kondensator der Fa. MIAL.  Und diese Firma wurde 1978 von TRW gekauft und ist seit 1981 geschlossen.  Auch wird, nach meinem besten Wissen, diese Kondensator-Typ im Allgemeinen nicht mehr hergestellt.  Also: Mit welcher Kondensator-Typ soll man diese Styrol-Kondensatoren am besten ausstatten?  Oder ist diese eine jeden Fragen, wozu es keine absolut 'richtige' Antwort dazu gibt?...

Seitdem diese Kondensatoren meistens in Europa und Japan gebraucht wurden (selten in USA), erschien es ganz logisch, die europäische Experten hier bei RM anzufragen...

(edit: falsche Bauteil genannt (C891 existiert nicht)...u. andere Korrekture zum Post...)

[Successful troubleshooting...and a capacitor question!

(Once again: although I will first talk about a specific model of radio, my question is actually general.)

I finally opened up my favorite Nordmende portable radio to attempt some troubleshooting. (It's a 'Globetraveler IV', US-model from around 1970, with the teak-wood enclosure...looks great!...) It's nearly flawless on the outside, but two of its four tuners (for the 11 SW spread bands and the second FM band, 147...174 MHz) were not working.  With the help of the TN-6001 schematic (identical except for the missing second FM tuner and FM bandswitch), I found the problem in the shortwave tuner: one of the leads of C893, a 2.2 nF (2200 pF) polystyrene capacitor, had broken off right at the body of the component.  Thus no LO output from the center contact of band switch section VII, so the LO output through any selected coil wasn't being coupled into the mixer.  I temporarily soldered in a 3.3 nF (3300 pF) ceramic capacitor, and now the SW tuner is working again, but of course this is not a proper repair.  To fix it properly, of course, I need to completely replace this capacitor.

Now comes the question.  This capacitor was a polystyrene capacitor made by MIAL.  And this company was bought by TRW in 1978 and ceased operations in 1981.  Also, to the best of my knowledge, this type of capacitor in general is no longer manufactured at all.  So: what type of capacitor is best to use to replace these polystyrene capacitors?  Or is this one of those questions where there really isn't any absolutely 'correct' answer?

Since these capacitors were mostly used in Europe and Japan (rarely in the US), it seemed logical to ask the European experts here at Radiomuseum...]

edit: wrong component named (C891 does not exist)...and other corrections to post...

This article was edited 16.Aug.08 23:38 by Todd Stackhouse .

Rolf Nickel
Rolf Nickel
 
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17.Aug.08 08:31
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Lieber Herr Stackhouse,
wie Sie bereits gesagt haben, wird es sicherlich am Besten sein, an dieser Stelle (Tuner) denselben Kondensatortyp wieder zu verwenden. Ich habe ebenfalls mal nach Bezugsquellen geschaut und etwas gefunden. In meinem eigenen Vorrat gibt es noch 2700 pF siehe Bild, davon könnte ich Ihnen einen schicken (Airmail), der wiegt fast nichts.



Nach meiner Erinnerung ist bei "Mial" irgendwie ein Zusammenhang mit der Fa. Siemens AG vorhanden, ein Markenzeichen oder etwas ähnliches wie "Osram", also vielleicht ein Tochter-Unternehmen.

Mit freundlichem Gruß
Rolf Nickel
Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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17.Aug.08 10:14

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Hallo in die Runde.

Hier noch eine Variante.

Ich glaube diese Firma oder eine Ihrer Toechter hat die "Mials" Polystirene Condensers hersgestellt.

see Abaut us! on the site.

 

Gruss Knoll

This article was edited 17.Aug.08 10:17 by Hans M. Knoll .

Todd Stackhouse
 
 
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17.Aug.08 17:13
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Hier hatte ich nach eine Google-Suche meine Kleinigkeit von Information über die Firma MIAL gefunden, unter die Lebensgeschichte des Wolfgang Molderings (mit wem bin ich selber nicht im Geringsten bekannt): http://www.molderingsmuenchen.de/4579/9328.html. (Ich hatte diese Artikel nicht völlig richtig zitiert; das Jahr 1981 als Geschlossenzeit der Firma ist nicht da.  Es gibt da eigentlich keine Anspruch jeder Geschlossenjahr.  Verzeihe bitte meine Irrtum.) Nach diesem Artikel stand diese MIAL Kondensator-Firma bei München, also ehemalig eine deutsche Firma.  Herr Knolls italienische MIAL-Firma ist etwas ganz anders, die handelt sich ja mit Kunststoffe--und Tierenfutterungsapparaten. (Aber keine Styrol-Kondensatoren, die ich finden konnte.)

Da meiner Kondensator zur Zweck der Signalkupplung/Gleichstromblockierung (also keine besonders frequenzabhängige Funktion) dient, wird die Art, soweit Wert, davon aussichtlich nicht besonders kritisch.  Natürlich möchte ich ihn mit neuem Styrol-Kondensator derselben Typ ausstatten, aber dies scheint mir durch Quellenerminderung immer schwieriger zu sein aus.  Ich war bloss neugierig, was für neuere Kondensator-Typen sind zur Ausstattung besser. 

Auch dies:  War solche Leitungabbruch, wie ich gefunden habe, bei diesen Styrol-Konsatoren üblich, da die so dünne Leitungen hatten?  (Aber es ist mir schwer zu verstehen, wieso dies geschehen wurde.  Dieser Kondensator ist nicht in einer Stelle, wo er sehr viel umgerührt wurde, und das Radio ist in fabelhaftem Zustand und scheint vollkommen unverbastelt aus.  Aber er musste langer Zustand zwischen Oszillator-Platinchen und Schalteranschluss--unten den ganzen Bandschalter hinüber--mit jenen dünnen Leitungen spannen.  Ist es möglich, dass Vibrationen vom Lautsprecher über Zeit dies verursacht haben?)

This article was edited 17.Aug.08 17:21 by Todd Stackhouse .

Robert Latzel
Robert Latzel
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17.Aug.08 20:41
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Hallo Herr Stackhouse,

nein, es war nicht üblich, daß die dünnen Anschlußdrähte von solchen Kondensatoren abrissen.

Allerdings kann die ungünstige Bauteilanordnung tatsächlich die Beschädigung verursacht haben. Styroflex-Kondensatoren oder Keramik-Kondensatoren (wie z.B. bei Conrad-Elektronik angeboten),dürften aber aufgrund ihrer Bauart (da keine Wickelkondensatoren) als Ersatz durchaus genauso geeignet sein, wie jene Originalkondensatoren.

Mit freundllichen Grüßen

R. Latzel

  
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