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Erb Müesli, ein besonders gesundes Frühstück

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Ernst Erb
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14.Dec.12 00:05
 
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Wir schreiben im Forum weder über Religion, Politik oder Weltanschauungen oder Ernährung etc. Da ich immer wieder mit kranken Menschen und Mitgliedern konfrontiert bin, erlaube ich mir hier eine Ausnahme und veröffentliche hier etwas über meine Lebenserfahrung.

Bis jetzt wissen wenige Mitglieder, dass ich im Frühling 1978 eine statistisch durchschnittliche Lebenserwartung von 2.6 Jahre hatte (z.B. prospektive Studie von Prof. Karl Lennert, Kiel damals). Auch heute noch hat man mit einem Mantelzelllymphom (MCL), das man früher zentrozytisches Lymphom nannte (ein B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom), normalerweise keine lange Überlebensdauer. Nur wegen der kurzen Dauer (bei bester Behandlung), hatte ich die Behandlung total abgelehnt, da ich Unternehmer und kein Unterlasser war und ich einen eigenen Versuch - mit klaren Gründen starten wollte.

Meine Fragestellung lautete: Warum kennen wir so zahlreiche und auch in jüngeren Jahren schon auftretende Zivilisationskrankheiten, vor allem öfters Krebs? Die Antworten würden hier zu weit führen.
Zum Glück hatte ich die bei einem Sechstel der Patienten auftretende Thrombozytopenie (zu wenig Thromozyten (Blutplättchen), an der ich den Verlauf von Zeit zu Zeit durch eine einfache Blutuntersuchung verfolgen konnte. Man diagnostizierte Stadium 3a (Staging Prof. G. Martz, ZH).

Kurz etwas zu meinem Weg

Ich hatte nur die Wahl zwischen "sicherem Tod" und einer Alternative. Ich habe mich nicht selbst mit Hoffnungen getäuscht, sondern den eigenen Weg kompromisslos eingeschlagen - und dabei nicht an einen Erfolg geglaubt - aber an eine Möglichkeit.

Mein Fazit war: Nur Rohkost zu mir nehmen, wie alle anderen Spezies (die sich Krankheiten eigentlich auf der freien Wildbahn nicht leisten können) - und das nur vegan, also ohne tierische Produkte wie Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch etc. Das Hauptproblem dabei war, dass ich Brot so gerne hatte. Ich musste eine gute Alternative finden.

Strikte vegane Rohkost ass ich zu 100% während 7 Jahren, mehr als die Hälfte davon in Teneriffa, wo ich den biologischen Anbau von Bananen entwickelte und diese in den 80er Jahren (via Schwarzbrot in Hamburg) nach Deutschland exportierte. Meine Thrombozyten fielen bis im Juni 1979 auf 102 tausend, danach abnehmender Tiefflug bis 72 tausend, um sich dann nach und nach zu erholen und Normalwerte anzunehmen.
Nach den 7 Jahren (1985) lernte ich eine Frau kennen, die mich unbedingt bekochen wollte, als Gegenzug das starke Rauchen sofort aufgab. Im 1990 hatte man bei Ihr Brustkrebs diagnostiziert (wir hatten 1987 und 1988 gemeinsame Kinder bekommen), sie hatte Operation, Chemotherapie, wollte zuletzt noch halbherzig Rohkost versuchen, ist aber 1999 gestorben. Das Ganze schlauchte mich so, dass ich nach wenigen Jahren ein Prostataproblem bekam und man mir die totale Operation empfahl. Man hatte zudem einen primären Blasenkrebs (Papillom) entdeckt. Operation und Behandlungen hatte ich abgelehnt, um mit meiner neuen Lebenspartnerin, meiner jetzigen Frau, wieder auf Rohkost zu gehen. Resultat: nach 18 Monaten hatte ich einen PSA von 2.04. Ich bin nicht mehr so strikt wie in der Zeit der Todesangst, also essen wir auswärts auch gekochte Nahrung.

Betonen möchte ich, dass ich meinen Weg bei Krebs niemandem empfehlen möchte!
Was ich aber empfehle ist möglichst vegan zu leben, wenn möglich mit viel Rohkost. Endlich hat auch ein weltweit sehr anerkanntes Buch eines hoch dotierten USA Professors (Colin Campbell) mit einer riesigen Untersuchung den Beweis erbracht, dass diese Lebensweise sehr effizient vor Krankheiten schützt: "China Study", gibt es mit gleichem Titel seit 2011 in Deutsch (z.B. bei Amazon).

Erb Müesli, ein besonders gesundes Frühstück

Es gibt das bekannte Birchermüesli (Müsli auf Hochdeutsch), doch das basiert (zumindest ursprünglich) auf Milch, kam für mich nicht in Frage. Mein Müesli basiert eigentlich auf ca. 35 g nur während 24 Stunden gekeimtem Getreide, ausser Weizen und Roggen (viel Gluten). Spriesskorn ist aber nicht überall erhältlich und nicht jedermann möchte die Arbeit (mit Biosnacky) damit verrichten.

So essen auch wir meist
diese sonst gleiche Variante des Erb-Müesli ohne das Keimen:
Zwei Geräte sind notwendig: Zitrus-Reibepresse mit der man die halbierte Frucht hin- und her bewegt - oder ein Elektromotor tut das (zu empfehlen). Getreidequetsche, z.B. Schnitzer's Stein Flocker, doch empfehle ich auch hier eine elektrische, wie z.B. Komo Flocman.

Grundlage: - hier aber besser direkt das Rezept der glutenfreien Version.
Für zwei Personen nehmen wir als Grundlage 70 g Getreidemischung, zwei Orangen, eine Zitrone, eine Banane und einen grösseren Apfel (oder 1 1/2 kleine).

Mischung:
Diese steht bei uns in einem grossen Glas bereit: Das Hauptgetreide, meist Hafer, beträgt 50 %, gemischt z.B. mit je 10 % Gerste, Dinkel, Sesam und (wichtig) Leinsamen. Dazu kommt etwas Hirse und Quinoa (siehe Wikipedia).
Als Hauptgetreide kann man auch die beiden anderen nehmen - oder Roggen, doch der Geschmack von Hafer ist besonders köstlich.
Warum frisch quetschen? Haferflocken sind erhitzt und eigentlich nicht mehr roh, da sonst Bakterien und Pilze das tote Korn wieder in Nahrung für Pflanzen umwandeln würden. Das keimfähige (lebendige) Korn verhindert das aber über Jahrhunderte, wenn richtig gelagert.

Zubereitung:
"Körnermischung" quetschen und in Schüssel geben.
Die Orangen und Zitrone(n) zu Saft reiben und mit dem Fruchtfleisch (wichtig) in die Schüssel geben.
Banane(n) und Äpfel klein schnetzeln, Äpfel mit Schale verwenden (wenn möglich Bio oder gut waschen). Die Abwehrkräfte sind in der Schale!
Bei diesem Verhältnis wird der Saft von der gequetschten Körnermischung aufgesogen.

Weitere Zutaten:
Je nach Saison kommen Lieblingsobste dazu, wie Beeren, Ananas, wenig Trauben (wegen Traubenzucker nur wenig) etc.

Würzungen möglich:
Man kann das Müesli noch zusätzlich würzen, doch Gewürze nicht mischen, sondern pro Tag abwechseln mit z.B. Zimt, Vanille, Sternanis, frisch geraffelten Ingwer etc.
Wer nicht absolut Rohkost nehmen will, kann z.B. etwas (ein Esslöffel) Preiselbeer- oder Hagebutten-Konfitüre beigeben oder Agave-Dicksaft.

Kalorien:
Das Müesli sättigt eigentlich den ganzen Tag, da es im Gegensatz von Teigwaren langsam ins Blut aufgenommen wird, Ballaststoffe zuführt etc. Es kann kein Heisshunger entstehen.
Wer aber zunehmen will, schnetzelt z.B. Datteln dazu oder Nüsse, Weinbeeren - besonders gesund (sehr stark eisenhaltig) sind auch Mandeln, die wir allerdings separat essen. Voilà!

Ein neues Lebensgefühl:
Natürlich trinken wir keinen Kaffee oder Schwarztee - und rauchen nicht. Man kommt ein so gutes Lebensgefühl und "Power" (fit statt fett) mit unserer Ernährung, dass man gerne auf das verzichtet. Andrew Oswald von der Warwick Univeristät hat mehr als 100 Studien erarbeitet und kommt zum Schluss, dass schon drei bis vier Portionen Früchte und Gemüse täglich die Stimmung mehr heben als eine Verdoppelung des Einkommens. Es gibt grosse Unterschiede zwischen Lebensmitteln, Nahrungsmitteln oder gar Junkfood (wie z.B. Fruktosesirup!). Leider werden heute Kohlehydrate mit Teigwaren verwechselt (auch von Ärzten), so dass völlig blödsinnige und schädliche Diäten (wie z.B. Atkins zum Abnehmen) zum Vorschlag kommen, statt Hauptgewicht auf Gemüse - und Früchte  - letztere nie abends.

Das Glutenfreie Erb-Müesli

Da die Brotgetreide Weizen und Roggen auf immer mehr Gluten-Gehalt gezüchtet wurden, um besser herstellbare Brote zu erreichen - und weil auch der Konsum von Teigwaren sehr zugenommen hat, gibt es mehr und mehr Menschen, die an Zöliakie (einheimische Sprue), Glutensensitivität (Glutenüberempfindlichkeit), asymptomatische Zöliakie oder Dermatitis Herpetiformis Duhring leiden. Zu dem kommen aber noch "gewöhnliche" allergische Reaktionen vor.

In der Medizin ist umstritten, ob von glutenfreier Ernährung auch gesund scheinende Menschen profitieren - und gleichzeitig gibt es den Ausdruck "silente bzw. asymptomatische Zöliakie". Also ein Widerspruch: Man weiss oft erst zu spät, ob einem Gluten schadet oder nicht. Deshalb verwenden wir seit längerer Zeit absolut gutenfreie Getreide- und Pseudogetreidesorten zur Herstellung.

Reis, Wildreis und Mais eignet sich nicht gut für das Müesli, doch sind:

Hirse (Sorghum) und Quinoa, die wir 24 Std. keimen - vor allem 3-färbige Quinoa - und ungekeimt, also mit elektrischer Kaffeemühle gemahlen:
Leinsamen (das hat die absolut reichste Quelle an Omega-3-Fettsäuren)
Sesam
Buchweizen

Sehr klein aber auch brauchbar sind Amarant oder Teff (Zwerghirse).

Hafer kann durch die Verarbeitung mit gleichen Maschinen wie Weizen/Roggen Spuren von Gluten aufweisen, doch ist das nur ein Problem für Personen, die an obigen Krankheiten leiden. Hafer eignet sich für Geschmacksabwechslungen, falls die immer wieder verschiedenen Früchte das nicht schon genügend tun. Oben sind noch Gewürze vermerkt.

Glutenhaltig sind Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Emmer, Triticale, Einkorn und Kamut.

This article was edited 03.May.16 10:53 by Ernst Erb .

Ernst Erb
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Mit einem jungen Programmierer, der Informatik als Lehre zum Fach hatte und jetzt Informatik studiert, baue ich eine Informationsseite auf, die interessierten Menschen mit Verstand helfen soll, bezüglich Gesundheit neue Wege beschreiten zu können. Durch wenig Freizeit von ihm ist der Aufbau natürlich schleppend, erwarten Sie also nicht zu viel. Wir bauen das auch mit einer einfachen Programmiersprache und dem Framework Yii.

Wohl habe ich alte Texte (noch sec, ohne Bilder) von meiner Rohkostseite übernommen, doch das Thema ist nicht in erster Linie Rohkost.
Ich möchte die Leser "oben" abholen, nämlich dort, wo die grössten Fehler bei der Ernährung passieren.

Nicht Sie vielleicht, doch evtl. Ihre Kinder oder Enkelkinder laufen sozusagen blind in die Falle von zu viel Gewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme (z.B. Bluthochdruck) etc. Meine ersten Beiträge sind erweiterte Buchbesprechungen. Damit kann ich indirekt kompetente Leute "sprechen" lassen. Auch lässt sich später zeigen, dass ich nicht "aus dem hohlen Bauch heraus" schreibe, wenn ich eigene Texte verfasse. Auch muss ich nicht mehr alles begründen, sondern kann leichter zitieren - mit Links aus der eigenen Site heraus.

Mit meinem ersten Beitrag (endlich ...): Buchbesprechung "Salt Sugar Fat" von Michael Moss, weise ich auf Probleme hin, die in Europa erst zaghaft zum Vorschein kommen. Und doch:
Viel zu oft erfahre ich von gesundheitlichen Problemen von Mitgliedern, wenn ich zu näherem Kontakt komme. Das müsste wirklich nicht sein - und dazu möchte ich aufklären. Die nächsten beiden Beiträge drehen sich um das gleiche Thema. Sie sind in der "Pipeline".

Danach aber zeige ich die Fehler bei normaler Kochkost, die solche Probleme hervorrufen - und der Grund ist meist nicht etwa Fleisch oder das Kochen an sich!

Na, ich kann nicht behaupten, dass mich die ca. 12 000 Mitglieder, meist etwas ältere Männer, etwas "angehen", doch es beschäftigt mich, dass viele Menschen nahezu blind über Jahrzehnte so essen, dass sie später an vermeidbaren Krankheiten leiden. Zumindest aufklären kann ich hier.

Bitte schreiben Sie Ihre Meinung im "Talk" über diese erste Arbeit mit Titel "Buchbesprechung über Salt Sugar Fat". Die darf ruhig kontrovers sein, denn das ist nicht öffentlich. Wo das sachlich hilft werde ich geeignete Aussagen hier wiedergeben - ohne Namensnennung, ausser jemand wünscht das. Meine Meinung: Aufklärung kann nie schaden. Nun bin ich gespannt auf Ihre Reaktion. Später mal kann man sich direkt auf diet-health.info äussern.

Friedrich Weber † 12.09.2014
Friedrich Weber † 12.09.2014
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18.Mar.14 11:09

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Hallo Herr Erb,

seit Anfang des Jahres habe ich auf Erbmüsli umgestellt. Das war der erste Einstieg zur veganen Kost, die ich Schritt für Schritt als Lebensbegleiter ausgewählt habe. Für mich ist es eine Vorsorge gegen den Krebs. Seit Januar 2014 bin ich ohne Befund. Die Ernährung ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung des Körpers.

Ich möchte das Erbmüsli nicht mehr missen. Es ist der gute Tagesanfang und schmeckt gut. 

Ernst Erb
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03.May.16 10:46

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Friedrich Weber war für meine Begriffe ein besonders anständiges und hilfsbereites Mitglied im Radiomuseum.org. Er hatte nicht nur für andere zum Teil gratis Spulen aus den 20er Jahren Restauriert und Geräte überholt, sondern auch mehr als 10 000 Seiten Schaltpläne gescannt und hochgeladen. Das ist frei für jeden Gast ...

Am 22.6.2013 teilte mir Friedrich Weber mit, dass bei ihm die Krankheit Chronisch lymphatische Leukämie (CLL, ein B-NHL) entdeckt worden sei, sozusagen als Zufallsbefund bei einer Blutentnahme. Er besuchte mich mit seiner Partnerin und sandte mir auch seine Krankheitsunterlagen. Daraus ging hervor, dass die Erstprognose CLL voreilig war und es sich um ein Mantelzelllymphom (MCL) handelt, also auch ein B-NHL). Das ist ebenfalls eine eigentlich unheilbare Krankheit, wie ich sie 1978 bekam. Seit einigen Jahren konnte man aber wenige Menschen durch eine erfolgreiche Stammzelltransplantation retten. Leider misslang dies bei Friedrich Weber. Wir haben einen feinen Menschen verloren.

Er hatte von meiner Selbstheilung gehört und hatte das Erb-Müesli in seine Ernährung mit einbezogen und damit auch Hoffnung geschöpft. Leider hatte er aber meine restliche Ernährungsweise nicht übernommen. Allein die Umstellung auf das Müesli hatte ihn über Monate psychisch weiter getragen, doch die Krankheit schritt fort.

Endlich habe ich das Erb-Müesli auch als eigentliches Rezept bei meiner "neuen" Website aufgeführt, und zwar das sogenannte glutenfreie Müesli, das wir seit Jahren zubereiten und essen. Sie finden dabei auch ein paar Gründe, warum es so gesund wirkt.

  
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