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eumig: 382W (Nr.:<542.055); Eumigette - EM80

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André Kleeberg
André Kleeberg
 
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29.Sep.09 19:10

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An dieser Stelle eine Information an alle, die vorhaben, an Stelle einer EM80 Anzeigeröhre ein russisches Äquivalent 6E1P zu verwenden.

Ich hatte mir eine solche Röhre bestellt und war erschrocken, als ich diese gegen die vorhandene verbrauchte Röhre austauschen wollte. Die neue russische Röhre war nicht nur einen reichlichen Zentimeter länger, sondern auch noch fast 5mm im Durchmesser "dicker".

In den meisten Radios spielt dies überhaupt keine Rolle - wohl aber in diesem Modell! Hier geht es im Inneren auf Grund der kompakten Abmessungen äußerst eng zu. Dies beginnt bereits damit, dass der Glaskolben mit dem Drehko-Antriebsrad kollodiert (siehe Pfeil 3 auf dem Foto).

Umbau_EM80_6E1P

Des Weiteren würde die Anzeige auf Grund des größeren Durchmessers der Röhre nicht mittig durch das Fenster für das magische Auge an der Front des Gerätes sichtbar sein.

Folgende Maßnahmen habe ich für einen optimalen Sitz meiner neuen Errungenschaft ergreifen müssen:

1. Chassis und Lautsprecherschallwand ausbauen, Zierblende für magisches Auge entfernen (ist geklebt) und Schallwand vom aufgeklebten Stoff befreien.

2. Öffnung für den Sichtbereich der Anzeige an Schallwand nach oben (siehe Pfeil 2) um ca. 10mm mittels einer geeigneten Feile vergrößern. Dabei zusätzlich auf der rechten Seite die Kante der Tiefenfräsung (auf dem Foto durch die Röhre verdeckt) etwas anfasen, damit die Röhre weiter nach rechts platziert werden kann.

3. Da das Loch nun so groß ist, dass der Zierrahmen es nach unten hin nicht mehr komplett abdecken kann - dummerweise befindet sich genau dahinter die Skalenbeleuchtung, muss man dafür sorgen, dass hier kein Licht durch den später wieder auf die Schallwand gespannten Stoff durchdringt. Ich habe dort einfach ein passendes Stück Pappe eingeklebt.

4. Bevor der Stoff (wieder) neu auf die Schallwand aufgebracht wird, sollte durch Probieren die genaue Position der Anzeigeröhre sowie die des Zierrahmens ermittelt und das neue Befestigungsloch markiert und vorgebohrt werden. Bei mir ergab sich ein Versatz von ca. 10mm nach oben bezogen auf das alte Befestigungsloch (siehe Pfeil 1 im Foto oben). Wohlgemerkt geht trotzdem noch alles sehr knapp zu, aber das Antriebsrad des Drehkos läuft frei. Das ist sehr wichtig, da sonst beim Abstimmen durch das Aneinander-Reiben sehr eigenartige Geräusche auftreten können.

5. Stoff wieder aufkleben (ich habe gleich neuen Stoff verwendet) und den Zierrahmen an vorgemerkter Position (siehe Punkt 4) einkleben.

6. Schallwand mit Lautsprecher versehen und wieder im Gehäuse montieren, Chassis einbauen und dabei Anzeigeröhre an ihrer neue Stelle befestigen.

Bei meinem Gerät sah es nach der "Operation" so aus:

Möglicherweise ist dies nicht bei allen Anzeigeröhren aus Russland so. Falls jemand andere Erfahrungen mit diesen Röhren gemacht hat, wäre es schön, wenn es auch andere potenzielle Käufer eines solchen Modells über diesen Thread erfahren könnten.

André Kleeberg

  
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