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werk-fern: Frequenzgenauigkeit Rechteckwellengenerator RWG2?

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Tim Küpper
 
 
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15.Apr.18 19:03

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Liebe Sammlerkollegen,

aktuell restauriere ich einen Rechteckwellengenerator RWG2. Allerdings liefert der Generator in jedem Frequenzbereich Abweichungen bei der Frequenz gerade bei höheren Werten. So messe ich z. B. im Bereich IV folgende Werte:

Skala 50 kHz - gemessen: 49,1 kHz

Skala 70 kHz - gemessen 66,8 kHz

Skala 100 kHz - gemessen 93,4 KHz

Skala 150 kHz - gemessen 136,2 kHz

Skala 200 kHz - gemessen 177,1 kHz

Skala 300 kHz - gemessen 244,1 kHz

Skala 400 kHz - gemessen 299,6 kHz

Skala 500 kHz - gemessen 333,4 kHz

Oder Bereich III:

Skala 5 kHz - gemessen 5,5 KHz

Skala 7 kHz - gemessen 7,5 kHz

Skala 10 kHz - gemessen 10,4 kHz

Skala 20 kHz - gemessen 19,5 kHz

Skala 30 kHz - gemessen 27,2 kHz

Skala 40 kHz - gemessen 34,3 kHz

Skala 50 kHz - gemessen 39,5 kHz

Für die Bereiche I und II gilt entsprechendes.

Das heißt, die gemessenen Frequenzen sind mit steigender Frequenz verglichen mit den Skalenwerten zunehmend zu niedrig. Wenn ich nun die frequenzbestimmenden Kondensatoren C2a, C2b, C3a, C3b, C4, C5 variiere oder die Einstellung des Potis RW2 verändere, dann stimmt die gemessene Frequenz in einem Bereich bei höheren Frequenzen zwar eher mit dem Skalenwert überein, jedoch zu Lasten der Genauigkeit bei niedrigen Frequenzen in diesem Bereich. Das heißt, ich erhalte dann bei niedrigeren Frequenzen in einem Frequenzbereich zu hohe Werte mit Abweichungen >10%. Es ist mir unmögich, durch Variation der erwähnten Kondensatoren bzw. RW2 in einem Frequenzbereich die Abweichungen vom Skalenwert über den gesamten Skalenbereich <10 % zu halten.

Nun wäre meine Frage, wie groß laut den technischen Daten die Frequenzgenauigkeit ist und ob hier ein Fehler vorliegt oder ob das bauartbedingt normal ist.

Ich habe alle Kondensatoren (Leckstrom, Kapazität) und Widerstände geprüft. Sie sind alle in Ordnung. Die Röhren habe ich auf Funke W20 gemessen und sie sind auch alle im Gut-Bereich. Eine Einstellung des Netzteils auf 110V führt zu keinen Veränderungen. Das Rechtecksignal sieht stets über alle Frequenzen auf dem Oszilloskop sehr sauber aus (keine Dachschrägen; bei sehr hohen Frequenzen >200 kHz werden die Ecken minimal runder).

Kann es eventuell am Poti RW1a/RW1b liegen ? Gibt es eine spezielle Abgleichanweisung? Oder ist dieser Frequenzgang "normal" ?

 

 

 

 

 

 

This article was edited 15.Apr.18 19:09 by Tim Küpper .

Henning Oelkers
Henning Oelkers
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22.Apr.18 18:46

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Hallo, Herr Küpper,

die Frequenzeinstellung dürfte ursprünglich genauer gewesen sein. Es ist davon auszugehen, das die Skala aufgrund der typischen Abhängigkeit der Frequenz von der Winkelstellung eines durchschnittlichen Potis gezeichnet wurde, oder sogar für jedes Exemplar von Hand gezeichnet wurde.

Durch natürliche Abnutzung der Schleifbahn ändert sich der Widerstandsverlauf, und demzufolge auch die Frequenz. Diese stimmt nun nicht mehr mit dem Skalenwert überein.

Wenn ich das korrekt einschätze, hat das Poti 270 Grad Drehwinkel, von denen nur 180 Grad verwendet werden. Parallel dazu ist ja noch ein Trimmpoti geschaltet.

Die relative Position des Skalenzeigers zur Potiachse ist sicherlich einstellbar, und durch wechselweisen Abgleich mit dem Trimmpoti könnte eine Verbesserung erreichbar sein.

Perfekt wird das sicher nicht werden....

 

ich hoffe, das hilft weiter. Mit freundlichen Grüßen, Henning Oelkers

Tim Küpper
 
 
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24.Apr.18 00:00

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Hallo Herr Oelkers,

vielen Dank für die Hinweise. Ich habe ausprobiert, durch Veränderung der relativen Lage des Skalenzeigers zur Achse des Potis und nachjustieren mit RW2 die Genauigkeit noch weiter zu verbessern. Leider konnte ich die Genauigkeit nicht weiter steigern. Wenn es in einem Bereich der Skala stimmt, ist es im anderen Bereich dann zu ungenau und umgekehrt.

Dann ist die aktuelle Genauigkeit wohl als Abnutzungerscheinung (des Potis) hinzunehmen. Aus Gründen der Originalität möchte ich das Poti auch nicht ersetzen, da der Eingriff aus meiner Sicht zu groß wäre (ich habe kein Original-Poti). Zumal alle Widerstände und Kondensatoren (außer C2-C5) noch original und in sehr gutem Zustand sind.

Schöne Grüße,

Tim Küpper

 

  
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