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funke: W19; Röhrenprüfgerät Gitterspannung

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Friedrich Weber † 12.09.2014
Friedrich Weber † 12.09.2014
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17.Feb.13 19:12

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Hallo Radiofreunde,

scheinbar ein ganz einfaches Problem beim W19. Ich versuche herauszufinden mit welcher Gitterspannung G1 werden die Röhren jeweils geprüft. Aus dem Schaltplan kann ich das nicht sicher entdecken,da bleiben viele Fragen offen. Klar kann ich messen; aber dann kommt ein anderes Problem heraus -

z:B. RENS1264 liefert 6,3mA, W19 klassifiziert das als gut; laut Datenblatt und Röhrenmkarte 3mA als Grenzwert bei einer Gitterspannung von -2V.

Warum komme ich eigentlich mit sowas? Ich vergleiche Röhren gemessen auf W19 mit dem ROETEST von Herrn Weigl. Da findet man das alte ehrwürdige W19 garnicht mehr so gut.

Danke für einen Hinweis, damit das Grübeln aufhört.

 

Helmut Weigl
Helmut Weigl
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17.Feb.13 19:57

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Hallo Herr Weber,

das W19 - wie auch die meisten anderen Funke-Geräte - "messen" bei einer Gitterspannung von 0 Volt.

Anders können diese Geräte leider nicht.

 

Auch bei den anderen Prüfspannungen gibt es nur einige Festwerte, die zudem schlecht stabilisiert sind.

Aus diesem Grunde ist meist ein Vergleich mit den Herstellerdaten nicht möglich. Funke hat deshalb

eigene Prüfkarten entwickelt. Die Prüfkarten können nur in Verbindung mit den Funke-Geräten verwendet werden, da wie gesagt die tatsächliche Spannungen an der Röhre nicht immer mit denen,

welche auf den Prüfkarten nominell aufgedruckt sind, übereinstimmen. Stellt man die nominellen Spannungen an einem anderen Röhrenmessgerät ein und will die Messwerte mit den Funke-Geräten

vergleichen, können sich mehr oder weniger große Abweichungen ergeben. Man müsste am Funke

die tatsächlichen Spannungen für die jeweilige Röhre messen und dann diese am Vergleichsgerät

einstellen.

Auch mit den Heizspannungen nimmt es Funke nicht so genau. Diese ist ja gar nicht stabilisiert.

 

Viele Grüße

Helmut Weigl

Kurt Schmid
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18.Feb.13 05:19

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Hi Herr Weber,
 
die Enlassungen von Helmut Weigl zur Mess-Situation beim W19 können nur nachdrücklich bestätigt werden.
 
Der Anodenstrom wird in Stellung "12" des Betriebsartenschalters bei Ug1 = 0 Volt gemessen. Bezüglich der nachfolgend Stellung "13" ist im Handbuch für das Funke W19 zu lesen:
 
 
 
Obwohl es möglich ist den Anodenstrom bei der angegebenen Gittervorspannung von -2 Volt am Anodenstrominstrument abzulesen, wird im Handbuch implizit davon abgeraten: "Eine Ablesung auf GUT oder dergleichen gibt es beim Prüfen auf Steuerwirkung also nicht ...". Dafür hatte Funke wohl seine Gründe. Je nach Röhrensteilheit hängt der Anodenstrom mehr oder weniger stark von der Höhe der Steuergittervorspannung ab, d.h. eine quantitative Aussage über den Anodenstrom ist nur sinnvoll, wenn Ug1 tatsächlich exakt bekannt ist und z.B. genau -2 Volt beträgt. Dafür wollte sich Funke aber offensichtlich nicht verbürgen. Der Schaltplan verrät auch warum.
 
Nebenbei bemerkt ist die Aussage "Beim Zurückgehen, einerlei ob viel oder wenig, ist alles in Ordnung..." definitiv unzutreffend. Zutreffend ist die zweite Aussage im Satz "beim Nichtzurückgehen ist die Röhre unbrauchbar".
 

 

This article was edited 18.Feb.13 05:27 by Kurt Schmid .

Friedrich Weber † 12.09.2014
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18.Feb.13 12:50

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Hallo Herr Weigl,

Hallo Herr Schmid,

vielen Dank für diese fachkundige Aufklärung. Jetzt verstehe ich es und sehe das W19 aus dem rechten Blickwinkel.

Beim Vergleichen erlebt man Überraschungen, gut dass es liebe Radiokollegen gibt.

Viele Grüsse

Friedrich Weber

  
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