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funkwe-lei: KM8157; Kristall aufgelöst

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Ralf Keil
 
 
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16.Jan.13 01:00

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Habe heute für mein Tonband BG20-5 ein KM8157 bekommen, es sah äusserlich aus wie neu, nach Aufnahmetest stellte sich jedoch heraus: Die Anschlussdrähte der Kapsel waren wegkorrodiert. Das hätte ich löten können. Es kam aber keine Spannung aus der Kapsel (Klopftest mit Oszi).
Ich öffnete die Kapsel und musste feststellen das der Kristall sich in eine klebrige Masse verwandelt hatte. Sind diese Kristalle wasserlöslich oder können sich durch chemische Vorgänge zersetzen ?

R.K.
 

Uwe Ronneberger
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16.Jan.13 09:08

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Der Aufbau und Funktion ist analog den damaligen Kristall-Tonabnehmern. Leider ist Seignetsalz feuchtigkeits- und temperaturempfindlich. Oft reicht schon die Luftfeuchte, um den Kristall aufzulösen. das läßt sich nicht stoppen und auch nicht rückgängig machen. Das zu verhindern wurden mehr oder weniger erfolgreich unterschiedliche Schutzlacke aufgebracht. Später wurden die Salzkristalle durch unempfindliche Piezo-Keramiken ersetzt.

Ralf Keil
 
 
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16.Jan.13 11:22

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Danke Herr Ronneburger, Siehe auch hier

Ralf Keil
 
 
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17.Jan.13 19:17

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Als Weinliebhaber habe ich auch die Erfahrung der Löslichkeit von Weinstein, einem Gemisch eben dieser Salze, gemacht. Ist ein Wein noch relativ jung, so ist das Depot (der Bodensatz ) noch fest und kompakt. Im Laufe der Jahre löst sich dieses Depot aber mehr und mehr auf und der Wein wird etwas trübe. Da ist er dann schon über seinem geschmacklichen Höhepunkt, kann aber, besonders bei früher noch langlebig ausgebauten Schätzchen, ein intensives Geschmackserlebnis sein.
Leider gilt das nicht in ähnlicher Form für die alten Kristallmikrofone.
 

This article was edited 17.Jan.13 23:35 by Ralf Keil .

Uwe Ronneberger
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19.Jan.13 10:02

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Ähnliches Problem war schon einmal im Forum

 

  
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