GRUNDIG Millivoltmeter MV20 spezial Diode ?
? GRUNDIG Millivoltmeter MV20 spezial Diode ?

wer besitzt ein MV20 von Grundig und kann eine Vergleichsmessung vornehmen?
Ich kann die Eichspannung nicht richtig einstellen, Welche Spannung hab ich an der "Silizium Doppelbegrenzer Diode D205 " (was immer das im Grundig Jargon sein mag) Lt Schaltbild ist es eine Zenerdiode ,zu erwarten? Typ 9605 Ersatz oder Vergleich ist im Netz nicht zu finden.
Ich kann gegen Masse eine Spannung von 3,38 V messen. Am Poti 222 lässt sich die Spannung von 3,38V bis 2,59V einstellen. Es ist eine pulsierende Gleichspannung!
Trotzdem reicht es nicht, die Cal Markierung zu erreichen.
Ungereimtheiten sind auch die Werte von R221. Lt Schaltbild soll es 15KOhm sein, eingebaut sind 220K Ohm
Alle Elkos wurden bereits getauscht!
Über Tips wäre ich sehr dankbar.
Gruß aus dem Ruhrgebiet
Uwe
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GRUNDIG Millivoltmeter MV20 spezial Diode ?
Moin Uwe,
unter der Bezeichnung finde ich die Z-Diode 9605 von der Firma Nortron. Inzwischen ist diese Firma gelöscht. Es handelt sich um eine Silizium Z-Diode zwischen 5,8 und 6,6 Volt 0,125W. Die Z-Diode
kann sicher durch eine 6.2 V Diode ersetzt werden.
Den Gleichrichter GL101 ( B250 C100 ) würde ich mal überprüfen auf richtige Funktion. Der Gleichrichter hat 2 Funktionen; Versorungsspannung-erzeugung mit dem Brückengleichrichter für die Elektronik und gleichzeitig Einweg-Gleichrichter für die Eichspannung D205.
Den R221 würde ich wieder auf 15K zurückbauen. Hatte mal hier jemand gebastelt?
Gruß
Karl-Heinz Kornath ( Halbleiter-Admin )
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GRUNDIG Millivoltmeter MV20 spezial Diode ?

Sorry! Da hat sich was mit Karl Heinz Kornath überschnitten.
Es ist ein bisschen wie mit Stangen im Nebel stochern - ich versuche es trotzdem mal:
Es handelt sich bei der Z-Diode vermutlich um eine temperatur-kompensierte Z-Diode. Diese könnte speziell für Grundig hergestellt oder selektiert sein.
Prinzipiell gibt es bei Z-Dioden 2 spannungsabhängige Effekte:
Bei Z-Spannungen < ca. 5V überwiegt der sog. Zenereffekt mit einem positiven Temperaturkoeffizienten.
Bei Z-Spannungen > ca. 5V überwiegt der stabilisierende Avalanche-Effekt mit einem negativen Temperaturkoeffizienten.
Bei ca. 5V heben sich die Temperaturabhängigkeiten gerade praktisch auf.
Ich vermute daher, dass es sich um eine 4,7V ... 5,1V Z-Diode handelt.
Z-Dioden benötigen in der Regel einen Z-Strom von ca. 5mA. Dieser Strom kann in der Schaltung bei einem Vorwiderstand von 220k nicht erreicht werden. Also wäre der 15k im Schaltbild der richtige Wert.
Der 220k ist in der Tat misteriös, wenn das Gerät ohne Änderungen schon mal einwandfrei funktioniert hat. Vielleicht wurde das Gerät auch nie richtig kalibriert!?
Im 1. Schritt könnte man den Spannungs-Wert der eingebauten Z-Diode statisch mit einem Labornetzteil bei 5mA ermitteln. Falls ca. 5V, könnte man Im nächsten Schritt den 220k durch einen 15k ersetzen
Falls die Z-Diode defekt sein sollte, könnte man als Ersatz eine 5.1V Z-Diode oder - besser - eine auf 5V eingestellte Bandgap-Diode LM385Adj verwenden. Zusätzlich sollte man noch den 15k Vorwiderstand einsetzen.
Ich hoffe, ich liege nicht völlig falsch. Bei Fragen einfach melden.
Viel Erfolg, HJN
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GRUNDIG Millivoltmeter MV20 spezial Diode ?
Moin Uwe,
die Z-Diode wurde in unserer Datenbank angelegt.
Gruß
Kalle
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