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grundig: NF1 (NF 1); Hi-Fi-Stereo-Verstärker

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Daniel Consales
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30.May.06 12:22

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Ich beschäftige mich gerade mit der Schaltung dieses Verstärkerblocks und habe ein Verständnisproblem. Wie man auf dem Schaltungsauszug sieht, werden unterschiedliche Ausgangsübertrager verwendet - so wie es für mich aussieht, um einen "Mittenlautsprecher" (Differenzkanal?) ansteuern zu können.
Warum hat man nicht einfach beides mal den Übertragertyp des rechten Kanals verwendet?
Man hätte nicht nur eine fast rückwirkungsfreie Möglichkeit für den "Mittenlautsprecher", sondern die Endstufe wäre dann auch symmetrischer. Die zusätzliche Wicklung hat doch Einfluss auf das gesamte Übertragerverhalten - oder nicht ?
An kommerzielle Gründe kann ich auch nicht so recht glauben. Mag sein, dass der Übertrager des linken Kanals etwas billiger herzustellen ist - aber dafür habe ich dann auch 2 verschiedene Typen, für die ich dann auch Lagerhaltung vorsehen muss .....

Was habe ich übersehen ??

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Wolfgang Bauer
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31.May.06 11:28
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Herr Zöllner hat mich ersucht, diesen Beitrag für ihn zu veröffentlichen, da er noch keine Schreibrechte hat.
MfG.WB



Hallo Daniel,
über die _genaue_ Funktion des Mittenlautsprechers in diesem Baukastensystem von Grundig kann ich Dir nichts sagen. Aber es ist das einfachste, nur einen AÜ mit einer zusätzlichen Wicklung zu versehen und wie im Schaltbild angegeben zu verschalten, um die gewünschte Funktion eines "Center-Speakers" wie er auch heutzutage noch in 5.1 Anlagen verwendet wird, zu erzielen. Zumal man davon ausgehen kann, daß es sich um zwei identische AÜs handelt (beide beginnen mit der Nr. 9060), bei dem lediglich einer eine zusätzliche Wicklung bekommen hat.
Beide AÜs mit einer entsprechenden Wicklung zu versehen, würde die Wiedergabequalität sicher noch weiter steigern, aber dies wäre mit zusätzlichen Kosten (Kupferlackdraht, Isoliationsfolie,Verdrahtung, ...) verbunden. Erhöhte Lagerhaltungskosten fallen ja nicht an, denn ob nun 2 AÜs mit gleicher Wicklung oder unterschiedlichen Wicklungen gelagert werden müssen spielt ja keine große Rolle.
Und da bei Geräten dieser Generation schon sehr stark unter dem Druck der Kaufleute entwickelt wurde kann man meiner Meinung nach wirklich von einer kostenbedingten Konstruktion sprechen.
Gruß Peter Zöllner
Daniel Consales
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31.May.06 18:11

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@ Hr. Bauer: vielen Dank für die Übermittlung!

Hallo Herr Zöllner,

danke für Ihr Nachdenken. Also ich bin auch mit meinen Überlegungen letztlich zu diesem Schluss gekommen - obwohl das mit der Lagerhaltung sicher anders ist: bei nur einem Typ brauche ich auch nur "einen" Ersatz, zumindest benötige ich nicht doppelt so viele, wie es bei 2 Typen ist.

Die Funktion an sich ist schon klar - wenn man den Schaltungsauszug umzeichnet, erkennt man, dass die beiden Teilwicklungen gegenphasig in Reihe zum "Mittenlautsprecher" liegen - d.h. dass am "Mittenlautsprecher" nur die Differenz der beiden Kanäle 'rauskommt.

Ich frage, weil mich diese Platinen-Endstufe zum Nachbau reizt. Ich würde das mit dem "Mittenlautsprecher" aber dann weglassen. So ein "Gimmick" kann man auch einfacher haben: Lautsprecher (ggfs. über Kondensator) zwischen die beiden "heissen" Enden hängen ;-) . Der Effekt ist sowieso eher bescheiden und verfälscht völlig das Stereoklangbild ...

Nochmals Danke!
Gruß Daniel Consales


  
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