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Heimsenderlein

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Konrad Birkner † 12.08.2014
Konrad Birkner † 12.08.2014
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11.Oct.05 19:58

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Mittelwelle im Heim

In vielen Gegenden ist die Versorgung mit Mittel- und Langwellenrundfunk äusserst dürftig. Detektorempfänger sind zum Schweigen verurteilt und Einkreiser (vor allem einfache aus den 20er Jahren mit den schwachen Röhren) haben es schwer.

Mit der zunehmenden Digitalisierung wird die Situation immer schlechter.

Abhilfe schafft hier nur eine eigene Signalquelle im Haus. Sie muss folgenden Anforderungen genügen:

1) Abgabe eines eben ausreichenden Signals

2) neutrale, d.h. ungefärbte Modulation.

3) als Prüfgerät tragbar, um auf Radiobörsen etc. die Funktionsfähigkeit der Angebote zu überprüfen

Zu 1): entweder wird direkt mit dem Antenneneingang verbunden, z.B.bei Detektoren,

oder ein Stück Draht wirkt als "Antenne" zur kapazitiven Auskopplung.

Wenn dieser Draht extrem kurz ist gegenüber der Wellenlänge (was z.B.bei 2 m Draht und 500 kHz = 600 m der Fall ist) kommt eigentlich nur das E-Feld zur Abgabe.

Eine echte elektromagnetische Strahlung besteht aber aus senkrecht zueinander stehendem E- und H-Feld in Wechselwirkung. Eine gegenseitige Ablösung der Felder erfolgt erst in einiger Entfernung. Man spricht dann vom Fernfeld. Wegen der geringen abgegebenen Energie kann aber eine solche Ablösung gar nicht erfolgen: es ist in dem Abstand praktisch nichts mehr da.

Deshalb strahlen wir gar keine elektromagnetische Welle ab, sondern koppeln im wesentlichen kapazitiv.

Zu 2): die Modulation soll ohne hörbare Verzerrung in den Spitzen bis 100% reichen (nicht zu verwechseln mit dem mittleren Modulationsgrad). Denn: Ein VE301 soll wie ein VE301 mit Freischwinger klingen und ein SABA 311WL eben wie ein SABA mit dyn. Lautsprecher. Der sogenannte "alte Klang" muss vom Empfänger stammen, nicht vom Sender.

Deshalb die neutrale Modulation.

Bisherige Lösungen: Die bisher hier und da beschriebenen Schaltungen sind zwar einfach, kranken aber an der schlechten Modulation, weil sie meist den Oszillator direkt modulieren wollen. Das geht aber nicht ungestraft über einige 10% hinaus. Der Oszillator müsste nämlich unmoduliert mit genau der halben Maximalamplitude schwingen, um bei voller Durchsteuerung (m=100%) zwischen 0 und 200% zu erreichen. Nach unten geht es mehr oder weniger, aber nach oben ist bald das Ende erreicht.

Mess-und Prüfsender haben (mit Ausnahme sehr teurer Geräte wie R&S SMAF etc.) miserable Modulationseigenschaften. Die üblichen 30% Eigenmodulation sind für Abgleichzwecke gerade richtig: gross genug, um ein deutliches NF-Signal zu ergeben und klein genug, um nicht u.U. die Regelspannungserzeugung im Prüfling zu beeinflussen.

Bessere Lösungsansätze:

Ein Röhrengerät ist natürlich nostalgischer, aber ziemlich aufwendig, und kaum klein und tragbar zu realisieren.

Hier bietet die Halbleitertechnik gute Möglichkeiten. Entweder ein modulierbarer Funktionsgenerator mit optimierter Kurvenform, oder ein superlinearer Modulator (Transkonduktanz-Verstärker) mit Trägeroszillator, der etwas aufwendiger ist.

 

Ich habe verschiedene Schaltungen entwickelt und erprobt und Gerhard Heigl ist dabei, daraus einen fertigungsfähigen Prototyp zu konstruieren. Ein einfaches Gerät für Netz- und/oder Batteriebetrieb, klein und leicht, für den Bereich der unteren MW und der LW. Fremdmodulierbar aus einem kleinen Taschenradio (billige Scanradios sind ausreichend) und mit eingebauter Eigenmodulation zu Prüfzwecken.

Falls sich genügend Interesse zeigt, könnte ein Bausatz als Kleinserie aufgelegt werden. Die Kosten dürften sich um die 50 € bewegen

Interessenten mögen sich bitte hier oder per E-mail bei G.Heigl melden

Markus Weiss
Markus Weiss
 
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11.Oct.05 20:41

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Hallo Herr Birkner,

Das ist natürlich wie ich finde eine sehr gute Idee, da man seine Geräte auch viel später auch noch betreiben kann.(Spannende Sendersuche für Gäste,....).

Wenn einmal ein prototyp läuft und auch sehr gut funktioniert würde mir das Schaltbild davon reichen.(Aber 50Euro für den vielleicht Koplettbausatz ist auch nicht teuer!)

Mit freundlichen Grüßen

Markus Weiß
Manfred Kröll † 2.9.2013
Manfred Kröll † 2.9.2013
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11.Oct.05 20:53

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Super!

Wird dieses Gerät in der Lage sein die Geräte in einem Raum ohne direkter Verbindung am Antenneneingang zu betreiben?

Daran wäre ich sehr interessiert, bisher ist mir mit meinem zur Verfügung stehenden MW Oszilator dies noch nicht gelungen, die FM Kleinsender die ich besitze funktionieren perfekt.

Aus der MP3 Datenquelle über einen "Heimsender" alle Radios im Raum beschicken zu können wäre toll, im ganzen Haus natürlich noch besser, da ja da und dort ein funktionstüchtiges dann nicht mehr nur zur Dekoration stehen würde.

Mein MW Oszillator - Kemo Bausatz bricht leider sofort völlig zusammen, sobald im Raum ein Computer in Betrieb ist. Da bei mir aber ständig sogar 2 Rechner laufen (ich arbeite ja in meinem Radiozimmer) bin ich bis jetzt auf direktes Verkabeln angewiesen. Es wär aber gut, jeden Tag ein anderes Gerät laufen lassen zu können, ich möchte aber nicht hunderte Meter Antennenkabel verlegen.

Lieber Gerhard, bitte um ausreichende Sendeleistung - und - ich möchte mich gerne für den Prototypen anmelden, wenn der einmal zu haben sein wird!

Viele Grüsse,
fred

Wolfgang Ullram
Wolfgang Ullram
 
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12.Oct.05 08:45

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4 Hallo Fred!

Ich fürchte, das Problem PC und AM Radio wird nicht allein durch Feldstärke zu lösen sein. Ich habe einen Fachbetrieb für PC Service und immer PC´s laufen. Selbst das Signal einer 50 m (außen)Antenne ist nicht stark genug, um die Störungen die ein PC näher als 5 m hervorruft zu überdecken. Es ist umso schlimmer, als das Holzgehäuse keine Abschirmung elektromagnetischer Strahlungen bieten. Das heißt , das Eingangssignal muß wirklich S9 + haben, damit ein Hörgenuss passieren kann. Mehr Sendeleistung bedeutet aber auch, dass die Funkwellen die eigenen Grundstücksgrenzen verlassen, was verboten ist, und Störungen in anderen Fernmeldeanlagen hervorrufen kann und wird.
Auch Fernseher geben ein Spektrum an EM Strahlen ab, die im AM Bereich zu bemerken sind, ebenso Leuchtstoffröhren

Der feine Grat - guter Empfang und keine verbotene Sendetätigkeit ist schwer zu finden.

Versuch: Den Radio der näher als 5 m beim PC steht immer an der antennenbuchse versorgen, Schätzungsweise wären 10 W und mehr notwendig und das QRM zu bekämpfen.
Trenne mal die Stromversorgung von PC und Radio ---einen anderen Stromkreis und Netzfilter -- die aus dem PC Fachhandel - damit über diesen Weg keine Störungen kommen.

Wenn es ein genulltes Netz ist, wird es nur bedingt helfen, da PE und N zusammenkommen.

Trenntrafo kann helfen , wäre auch einen Versuch wert.

Bei Allströmern kann ein geregeltes ,galvanisch getrenntes DC Netzteil das leicht HF frei gemacht werden kann eine Lösung (würde auch das Brummen dieser Radios heilen)

Für die Radios in anderen Räumen: Vorschlag wäre ein AV Funkübertragungssystem (für TV und Satsignale) an die Musikquelle, (gabs mal um 49,90 beim Hofer) übertragung damit in das andere Geschoß, Zimmer und dann Kemo...das müßte helfen.

Ich habe mir vor 1 Woche den Kemo bestellt und baue ihn dieses Wochenende zusammen und werde dann berichten, da ich ähnliche Probleme zu überwinden habe.

Ich habe zb ein Gussgehäuse für den Kemo bestellt, um ihn abzuschirmen, damit kein PC Noise in den Sender eindringt und das Signal in der schaltung beeinflusst.


Lieber Herr Birkner!


Ich war 1974 zum 50 Jahre ORF Jubiläum im ORF Sendezentrum Moosbrunn (knapp bevor die PDM Sender aufkamen) alles noch in schöner klassischer Technik, und auch da gingen die Sender nie über 50% , weil sonst die Nebenausstrahlungen zu groß gewesen wären.

Ich sehe also in Modulationsgraden unter 50% kein Problem,

Die bekannten Bausätze sind klar im Nachteil, ein gesteuerter Oszillator.

Ein Oszillator, eine Modulationsstufe und eine Endstufe können das besser...auch im sub 1 W Bereich.
Es könnten auch diverse Radios mit hohen Modulationsgraden überfordert sein und nach der Gleichrichtung mit hohen Klirrgraden "erfreuen"

Ich würde mich auch gerne anschließen und den Versuch MW Modulator von Hr.Heigl näher betrachten.

Liebe Grüße

nicht vergessen, bei Sendeschluß antenne erden


W.Ullram

Manfred Kröll † 2.9.2013
Manfred Kröll † 2.9.2013
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12.Oct.05 09:27

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Hallo Wolfgang,

danke für die ausführliche Erklärung! Hier bleibt dann wirklich nur die Möglichkeit, wie bisher direkt mit dem Antenneneingang des jeweiligen Gerätes zu verkabeln, oder mal die Rechner abzuschalten.

Viele Grüsse,
fred

Konrad Birkner † 12.08.2014
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12.Oct.05 10:52

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   6 Was soll die Miesmacherei? Das kann doch jeder selbst entscheiden! Die Ausführungen über den Modulationsgrad sollten auch nochmal überdacht werden. Genau lesen! m=100% als Spitzenwert muss möglich sein, nicht als Mittelwert.
Bei mir laufen im selben Raum  2 PCs und ein Laptop. Gleichzeitig kann ich sowohl den Ortssender Bayern 1 als auch einen Kleinsender hören (der 10 m vor dem Haus nur noch als Trägerrauschen zu erkennen ist).4m Draht hängen dran. Er wird aber bei mir nur zu Vorführzwecke betrieben.
Und das mit völlig ungeschirmten Geräten:
- Arborphone 3-Kreiser, 1925, 2m Draht
- Nora Neutrodyn EW5,1928, 2m Draht
- RCA Superhet AR-812, 1924, Rahmenantenne
aber auch mit
- R-390A/URR (Motorola/Collins), ca.1958, 2m Draht
- Schneider TS 1625 HiFi, Ferritstab
- Torn.E b, 2m Draht
- Tonfunk Violetta "Lyra"
alle Geräte nachzusehen in meiner Sammlung
Vielleicht sollte man sich besser um die Entstörung der PCs kümmern......

Übrigens hier noch ein paar typische Bilder eines gängigen (unbrauchbaren!) direkt modulierten Oszillators.
 m=ca.30%

 m= ca.50%

  m= ca.60%. Genau so soll es nicht aussehen!


Die NF-Kurve sollte sich mit der Hüllkurve genau decken. Etwa so:

 m > 90%

So sieht es nicht nur besser aus, so klingt es auch besser. Noch Zweifel?

This article was edited 12.Oct.05 13:25 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

Arpad Roth † 27.3.17
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12.Oct.05 10:38

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Servus Fred,
sei nicht traurig! Es finden sich immer wieder Personen, die versuchen, eine gut Idee zu verteufeln, ohne das sie dabei die Schaltung kennen, oder das Modul getestet haben. Glaube mir, Du brauchst Deinen PC sicher nicht in Nachbars Garten stellen damit Du einen guten WM Empfang hast.
MfG. Arpad
Wolfgang Ullram
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12.Oct.05 11:07

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? 
Sehr geehrter Herr Roth!

Ohne genannt zu werden bin wohl ich gemeint!

Wenn Sie mir bitte sagen in welcher Passage ich eine Schaltung die ich nicht kenne verteufelt haben soll? Ich ersuche um Zitat!
Ich habe meine Erfahrungen und Messungen und Versuche mitgeteilt, ebenfalls habe ich Interesse bekundet, die Schaltung von Hr.Heigl nachzubauen...warum sollte ich das tun wenn ich sie ohne sie zu kennen verteufeln würde?

Tatsache ist, dass ich selbst am Abend keinen Mittelwellensender störungsfrei empfangen kann, wenn meine PC´s laufen. an einem 50 m langen Draht der im Garten (ohne elektromagnetischen Quellen in der Nähe wie Strassenbeleuchtung ,Motoren, oder dergl. ein Signal bis zu 9+40 dB (JRC 535 eines Kollegen)liefert und man hört immer noch einen Unterschied , ob die PCs laufen oder nicht.

Wenn Sie mir nun vorwerfen, dass ich in Frage stelle, ob der besprochene Versuchsaufbau diese Feldstärke an einer Innenantenne hervorrufen kann, so kommt man leicht auf 10 W, die ganz sicher nicht nur ungesetzlich sind, sondern auch viel, viel weiter nachweisbar strahlen.

Habe ich verteufelt oder einfach nur nachgerechnet?

Alles technisch fundiert und reproduzierbar.

Darum verstehe ich Ihren Kommentar der offenbar auf meinen Artikel abzielt absolut nicht.

MFG

W.Ullram
Konrad Birkner † 12.08.2014
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12.Oct.05 13:07

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Bitte ruhig, meine Herren. Ich möchte keinesfalls hier einen Streit ausgelöst haben. Tatsache ist, dass wir alle unsere eigenen Erfahrungen machen, und unsere Meinung bilden.
Eine sachliche Diskussion sollte dann u.U. zu einer Revision der Meinung führen, denn niemand weiss und kennt schon alles. Jeder kann dazulernen.
Dazu ist manchmal eine neue Sichtweise hilfreich.
Was mich betrifft, so bin ich ganz leicht zu verunsichern, was dann zu einer Überprüfung meiner Ansicht führt und entweder einer Revision oder einer begründeten Verteidigung derselben.

Zu unserem Problem: wenn etwas hier funktioniert und dort nicht, dann ist die Ursache zu suchen und tunlichst zu beheben bzw. auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Dass es geht, zeigen die positiven Beispiele. Also: Werft die Flinte nicht ins Korn...

Übrigens: das von mir oben erwähnte Vorführgerät liefert im Leerlauf ca 6 V, an 2 kOhm ca.3 V, d.h. der Quellwiderstand liegt etwa bei 2 kOhm. Ich befinde mich damit im niedrigen Milliwatt-Bereich.
Spannungen gemessen mit Oszillograph und mit HF-Multizet, wobei die Werte recht gut übereinstimmen .
Wolfgang Bauer
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12.Oct.05 11:28

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   10 Sg. Herr Ullram,

schalten Sie doch versuchsweise Ihre Monitore ab. Der PC kommt normalerweise für die Störung nicht in Frage.
Auch bei mir gibt es Störungen auf allen AM-Bändern, aber nur in unmittelbarer Umgebung des Monitors. Bei 1m Abstand des Empfängers vom Monitor ist nichts mehr zu hören.

MfG. WB

PS: Auch ich habe Interesse an diesem Gerät, da ja der MW Sender Wien/Bisamberg nur mehr von 18:00 - 24:00 Uhr sendet.

This article was edited 12.Oct.05 11:33 by Wolfgang Bauer .

Manfred Kröll † 2.9.2013
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12.Oct.05 12:04

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Hallo Herr Bauer,

Sie schreiben, dass die Monitore alleine die Verursacher wären. Trifft das auch noch für Flachbildschirme zu? Wenn nicht, dann hätte ich jetzt erstmal einen wirklich triftigen Grund meinen Röhrenschirm auszutauschen.

Viele Grüsse,
fred

Konrad Birkner † 12.08.2014
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12.Oct.05 13:22

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   12
 
Hallo Wolfgang Bauer,
das könnte die heisse Spur sein. Bei mir laufen ausschließlich Flachschirme.



selbst in 1 m Entfernung läuft ein Transistorradio (Zenith Royal 55) einwandfrei (nicht im Bild).

This article was edited 12.Oct.05 13:23 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

Tobias Münzing
Tobias Münzing
 
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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   13 Wertes Forum,
ich möchte mich auch hierzu äußern:
In meinem Zimmer stehen zwei Computer: einer von meinem Bruder mit
Röhrenmonitor und meiner ein Flachbildschirm.
Wie ich festgestellt habe verursacht der Computer so gut wie keine
Störgeräusche. Aber wenn ich abends meinen niederländischen Sender höre und
mein Bruder nebenher am PC sitzt habe ich extreme Störungen. So das ich nur
noch das Pfeifen des Monitors höre und nicht mehr den Sender. Wenn ich den
Ortssender Stuttgart (SWR Cont.Ra)
einstelle ist das Pfeifen nur noch schwach zu hören.
Bei meinem Flachbildschirm sind keine Störungen auf den AM-Bändern zu hören.
Jedoch auf UKW hört man es neben dem Sender (SWR1) rauschen. Schaltet man
den Flachbildschirm aus ist nichts mehr zu hören.
Meine Erfahrung zeigt, dass diese Pfeifgeräusche nichts mit dem PC zu tun
haben.
Zu Empfangsstörungen auf allen Wellenbereichen möchte ich noch was
hinzufügen.
Bei meinen Eltern im Schlafzimmer hängt eine Halogenlampe mit Ringkerntrafo.
Schaltet man diese ein höre ich auf allen Wellenbereichen so gut wie gar
nichts mehr, nicht einmal den Ortssender. Das Magische Auge schlägt dabei
sogar etwas aus.
Mit freundlichen Radiogrüßen
Tobias Münzing
(Ich wäre auch an diesem Heimsender interessiert)

This article was edited 12.Oct.05 14:05 by Tobias Münzing .

Karl-Heinz Bradtmöller
 
 
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12.Oct.05 17:41

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   14 Hallo,
da gerade von Rundfunkstörungen die Rede ist, möchte ich berichten,
wie ich mysteriösen Knatter-Netzstörungen, die auf allen Wellenbereichen zu hören waren, auf die Spur kam.
Es stellte sich nach systematischem Abschalten/Abklemmen aller Haushaltsgeräte heraus,
daß ein Gerät, welches eigentlich Störungen und Überspannungen verhindern sollte,
geradezu mächtige Spikes ins Netz und vor allem auf den als Erde fungierenden Schutzleiter
setzte.

Ursache: Eine handelsübliche "Zwischensteckdose" mit Blitzschutz/Überspannungsschutz.
Genau die VDR-Widerstände produzierten die Störungen.
Offensichtlich hatten sie mal ausgelöst, und ihre Ansprechspannung nach unten verschoben.
Da sie dauernd in Betrieb sind, wurden sie auch etwas warm, reichte wohl aber nicht, um die Schmelzsicherung zur Auslösung zu bringen.

Nun, ich verzichte nun eben beim Radiohören auf den AM-Bereichen auf diese billigen "Überspannungsfilter".

Herzlichst,
Ihr 
K.-H. B.
 
Manfred Pfingsten
Manfred Pfingsten
 
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12.Oct.05 20:23

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   15 Guten Abend,

bzgl. Störungen durch PC und Monitore im Radio (AM-Bereich):

Mein Emud Record 89WKE (Einkreiser) steht ungefähr 2-3 Meter neben meinem PC und Monitor.
Ich habe festgestellt, dass der Computer nur minimal im Radio stört.
Dafür stört der Monitor (LCD-TFT Flachbildschirm!) wie verrückt den Radioempfang. Wenn ich den Monitor einschalte, habe ich ein fürchterliches Rauschen im Radio, da kommt nur noch ein Ortssender durch.
Die Geräte (auch der Emud) hängen übr. an der gleichen Steckdose. Eine andere Steckdose zu nehmen, bringt bei mir leider nur wenig.

Gruß
Manfred Pfingsten
Werner Braun
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12.Oct.05 22:19

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   16

... mit möglichst vielen, verschiedenen, historischen Rundfunkgeräten amplitudenmodulierte Aussendungen im LW,MW und KW Frequenzbereich empfangen zu können?

 

·         Auch bei einer stets geringeren Anzahl in dieser Modulationsart aktiver Sendestationen?

·         Trotz einer steigenden Anzahl von Sendestationen die zur digitalen Technik wechseln ( auch diese stören den AM Empfang über die Antenne ) ?

·         Auch unter QRM (Funkamateur-Chinesisch :
von Mensch und Maschine verursachter Störnebel, PC, NEONLicht, Phasenanschnittssteuerungen, Zündquellen der Heizung, Fernsehgeräte, Röhrenmonitore, PowerLine, Abstrahlungen anderer Empfänger und Schlimmeres (defekte elektrische Geräte)),
welches die Frequenzbereiche zur Diskussion zum Teil für den Rundfunkempfang völlig unbrauchbar macht?

·         Ohne etwas ( auch noch so gering ) zur elektromagnetischen Umweltverschmutzung beizutragen?

Zu Opas Zeiten war die Welt in Ordnung. Nur so wie er werden wir die Geräte seiner Zeit nicht mehr erleben. An der Antenne hören wir die Neuzeit, digitalen Rundfunk und QRM.
Was tun wir?

 

Der Kleinsender mit Induktionsschleife

·         Nur Geräte innerhalb der Schleife können bei gebotener, entsprechend geringer Oszillatorleistung störungsfrei empfangen.

·         Das Umspannen eines Areals ist aufwendig, da umschließend.

·         Jedes Empfangsgerät braucht dennoch eine ( eigene ) Antenne.
QRM und Digitalem ist Tür und Tor geöffnet.

·         Die Geräte stören sich durchaus gegenseitig durch Abstrahlung der Oszillatorfrequenz oder gar Zwischenfrequenz.

·         Es entsteht sicherlich ein elektromagnetisches Feld, über dessen Reichweite und Nachweisbarkeit trefflich diskutiert werden kann.

·         -

 

Der Kleinsender an unwirksamer (Draht)Antenne

 

·         Die Reichweite kann überraschen, wenn den Empfänger kein QRM plagt.

·         Jedes Empfangsgerät braucht dennoch eine ( eigene ) Antenne.
QRM, anderen Kleinsendern und Digitalem ist Tür und Tor geöffnet.

·         Die Geräte stören sich durchaus gegenseitig durch Abstrahlung der Oszillatorfrequenz oder gar Zwischenfrequenz.

·         Es entsteht sicherlich ein Feld, über dessen Reichweite und Nachweisbarkeit trefflich diskutiert werden kann.

·         -


Noch nicht die ?
BK Anlage ;o)

 

·         Drahtgebunden, keine Scheu vor einem Kabel.

·         Ich denke an ein linear (nicht sternförmig, keine hunderte Meter) verlegtes Koaxialkabel.

·         Der Stamm enthält keine frequenzabhängigen Bauteile (soweit realisierbar, Dosen und Verteiler müssen raus, umgebaut werden)

·         Einmal 'rum' , evtl. ist die terristrische TV Verkabelung gerade sowieso sinnlos geworden.

·         Die Stammleitung wird Impedanzrichtig gespeist. Die Ausgangsimpedanz der Signalquelle sollte dem Wellenwiderstand der Koaxialleitung entsprechen.
Die Stammleitung wird mit einem Widerstand gleicher Impedanz geschlossen.

·         Stammverteiler 1 bis n fach sind einfach mit induktivitätsarmen Widerständen zu realisieren.

·         Rundfunk Oldies haben im LMK Empfangsbereich eine kaum definierte Eingangsimpedanz.
Den Meisten ist aber die Annahme gemein:
Da ist wohl nur eine Behelfsantenne!
Der Behelf ist immer zu kurz, also eigentlich immer recht hochohmig.
Nun kann jeder über einen 2-10 KiloOhm Widerstand an der niederohmigen ( 50/60/75 Ohm ) Stammleitung saugen .
Dutzende Empfänger an einer solchen Leitung würden mit 2-10 KiloOhm Eintrag / Stück die Impedanzverhältnisse in der Stammleitung kaum verändern.

·         Hat man eine GUTE Erde, genießen sie so alle Gräte.

·         Die Entkopplung der einzelnen Entnamestellen untereinander ist außergewöhnlich hoch.
Das Widerstandsverhältnis 2000-10000 zu 50-75 sehr günstig.
Störungen der Geräte untereinander gering bis auszuschließen.

·         ORM, digitaler Rundfunk, PowerLine und CO bleiben draußen
Solange keine Antenne mit Leistungsverstärker den Stamm speist.

·         Die Signalquelle kann sein was man möchte:
a) ein Verstärker hoher Dynamik an einer Außenantenne.
b) Ein Generator welcher Art auch immer ( Modulator ).

Der Signalpegel kann / muss sehr gering sein und evtl. mittels Dämpfungsglieder reduziert werden.

 

 

 

OK.
Allströmer müssen dann natürlich über Trenntransformatoren oder immer richtig angeschlossen werden.

 

Zur Diskussion gestellt.

 

Mit freundlichen Grüßen Werner Braun

 

This article was edited 12.Oct.05 22:21 by Werner Braun .

  
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