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Holzwürmer - Was nun?

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Michael John
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04.Jul.04 21:08

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Auf Post 14 finden Sie eine Zusammenfassung für die Bekämpfung von Holzwürmern.

Hallo liebe Sammlerkollegen,

heute habe ich bei zwei meiner Geräte ganz leichten Holzwurmbefall festgestellt.

Vor kurzem kam ein Gerät mit leichtem Befall in meine Sammlung, wurde aber von mir recht schnell behandelt.

Anscheinend sind davor einige Würmchen zu meinen anderen Geräten gewandert.

Da ich nicht gerade wenig Geräte habe, ist nun meine Frage, ob jemand ein Mittel kennt, das man Flächendeckend einsetzen kann, ohne jedes Gerät einzeln zu behandeln.

Gibt es vielleicht ein Mittel, ähnlich dem Insektenspray?

Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Viele Sammlergrüße

M J

 

 EE: 27. Januar 2010: Hinweis auf die Zusammenfassung unten auf Post 14.

This article was edited 27.Jan.10 10:46 by Ernst Erb .

Martin Renz
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05.Jul.04 07:57

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Hallo Herr John,
ja es gibt chemische Mittel gegen Holzwurm. Für Heimwerker vertreibt die Firma Clou ein bekanntes Mittel.

http://www.clou.de ( Heimwerker, Produkte, Holzwurm EX)

 Aber... Sie vergiften nicht nur die Insekten sondern auch ihre Werkstatt/Wohnung. Manche Menschen reagieren empfindlich auf die verwendeten Mittel (z.Beisp. Pyrethrum) . Sie sollten dies gut abwägen.
Grundsätzlich kann man feststellen, dass die Insekten eine gewisse Feuchtigkeit zum Überleben brauchen. In einer der heutigen, zentralgeheizten Wohnungen gehen sie früher oder später von selbst ein. Vielleicht ist der Befall schon älter, und die Tierchen haben schon das Weite gesucht? Sie können dies daran erkennen, dass die Löcher innen schwarz erscheinen. Frische Löcher haben innen die Farbe des frischen Holzes. Ein schwarzer Karton unter dem Gerät hilft, schnell zu sehen ob Holzmehl produziert wird.
Die Geräte werden dann befallen, wenn sie zu feucht lagern, im Keller, einem Holzschuppen, auch auf dem Dachboden.
Eine weitere ungefährliche Methode besteht darin, das Gehäuse großer Hitze auszusetzen. Dabei sollte dann aber die Feuchtigkeit eher hoch gewählt werden, sonst kann das Holz Risse bekommen. Das Chassis und alle Kunststoffteile sollten vorher ausgebaut werden. Es bietet sich also an, beim nächsten Saunagang die Schätze mitzunehmen und fleißig Aufgüße zu machen. (kein Witz!) Bei 85° - 100° gehen die Tierchen mit Sicherheit ein. 1 Stunde sollte genügen, ein Holzgehäuse zu erhitzen. Ob der Lack der Geräte immer mitmacht, kann allerdings nicht immer garantiert werden. Tischlereien besitzen manchmal eine Holztrockenkammer, die sich prinzipiell ebenfalls eignet, in den meisten Fällen aber überdimensioniert ist. Bietet sich noch der Backofen mit einer Schale Wasser an, zumindest bei kleineren Geräten. Für eingeäscherte Gehäuse übernehme ich aber keine Gewähr! ;-)

Ein Warnhinweis noch: Die verwendeten Leime, vor allem die früher verwendeten "Knochenleime" aber auch manche moderneren PVAC-Leime haben die Eigenschaft, bei den erwähnten Temperaturen weich zu werden. Dies muß nicht, kann aber zu Ablösungen des Furniers oder zum Auseinanderfallen des Gehäuses führen. Also vorsichtig beobachten und nicht übertreiben. Abgelöste Furnierstellen können mit einem Bügeleisen auch wieder fixiert werden. Lappen zwischen legen.

viel Erfolg als Kammerjäger wünscht
Martin Renz

This article was edited 05.Jul.04 08:18 by Martin Renz .

Martin Steyer
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06.Jul.04 08:41

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Hallo Sammlerkollegen,

zwei Möglichkeiten habe ich ausprobiert (mit Erfolg):

1. Ich habe im Weihnachtsurlaub vor einem Jahr zwei Räume mit einer 30kg-Kohlendioxid-Flasche unter Gas gesetzt, Fenster und Türen habe ich mit Klebestreifen abgeklebt. Erfolg scheint voll da, keinerlei weitere Tätigkeiten mehr feststellbar. Dazu habe ich das Ventil so aufgedreht, daß das Gas langsam ausströmt.

2. Einzelne Geräte in einen stabilen Plastiksack packen und ebenfalls mit Kohlendioxid füllen, das eventuell noch einmal wiederholen. Kohlendioxid diffundiert im Gegensatz zu Wasserstoff praktisch nicht durch die Kunststoffhülle.

Hierdurch ersticken ganz einfach die Holzwürmer. Alle anderen Möglichkeiten wenig hilfreich, habe schon verschiedene Maßnahmen durch....

Achtung mit Kohlendioxid in Räumen: Gas ist zwar absolut harmlos, aber Erstickungsgefahr. Da farb- und geruchlos mit Kerzentest prüfen, das Gas ist schwerer als Luft und sinkt zu Boden. Das gleiche Problem kennen Weinkellermeister....

Viel Erfolg,

Martin Steyer

Rüdiger Walz
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06.Jul.04 13:38

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Holzwürmer kann man mit im Baumarkt erhältlichen Mitteln, wie hier schon beschrieben bekämpfen. Eine flächendeckende Bekämpfung der Würmer ist jedoch aufwändig und nicht jedermans Sache. Meist sind die Würmer auch resistent gegen Ausgasen des gesammten Zimmers, da sie tief im Holz sitzen. Daher werden die Mittel auch meist mit der Spritze in die Löcher gegeben oder man muß das gesamte Gehäuse einer rabiaten Kur unterziehen.

Empfehlenswert ist ein Mottenstrip im Sammlungsraum. Besonders wenn er selten betreten wird und sich im Keller oder Dachboden befindet, kann durch die fliegenden mottenähnlichen Geschlechtstiere ein Holzwurmbefall ausgelöst weden. Der "Holzwurm" ist die aus den Eiern schlüpfende Made der Motte, frist sich dick, verpuppt sich und wird wieder zum Geschlechtstier.

Im Stadium der Fortpflanzung kann man diese mottenähnlichen Tiere durch die recht unschädlichen Streifen bekämpfen. Sie sollen sogar für Küchen geeignet sein, werden allerdings nicht für Schlafzimmer empfohlen.

Voraussetzung ist ein abgeschlossender raum, denn Durchzug mindert die Wirkung. Auch ist natürlich die Verbreitung des Insektizids in der ganzen Wohnung sicherlich nicht unkritisch.

 

 

 

Detlef Boeder
Detlef Boeder
 
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10.Jul.04 19:10

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www.holzfragen.de

Gruss DeBo

Eilert Menke
 
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29.May.06 10:23

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   6 http://www.ing-stoeckel.de/holz/holzschutz/Gewoehnlicher_Nagekaefer.html

http://www.holzfragen.de/seiten/holzwurm.html

http://www.holzfragen.de/seiten/tab_insekten.html
Konrad Birkner † 12.08.2014
Konrad Birkner † 12.08.2014
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29.May.06 11:50

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   7 Leider ist meine Empfehlung nicht flächendeckend. Es sei denn, eine grössere professionelle Tiefkühlanlage stünde zur Verfügung. Hier trotzdem die Einzelbehandlung mit Haushaltsmitteln:

Ist die Tiefkühltruhe groß genug, dann Gerät in Plastikfolie oder -sack dicht verpacken und ab in die Arktis. Bei Dauerfrost von 48-72 Std und -18°C überlebt kein Holzwurm. Es sind doch "nur" die Larven (Maden) drin. Ein Neubefall durch (überlebensfähige) Eier ist wohl auszuschliessen, denn da müsste erst mal ein Käfer kommen.

Wurde schon einige Male von verschiedenen Bekannten mit Erfolg ausprobiert.

Vorteil: Absolut keine Nebenwirkung (Leim, Furnier), unschädlich, ungefährlich. Nur sollte man dem Patienten nach der Behandlung noch in der Verpackung 24 Std Zeit lassen, wieder Raumtemperatur anzunehmen (Kondensfeuchte). Die unbewohnten Löcher lassen sich dann z.B. mit Möbelwachs schliessen.

Nachteil: Reicht die Truhengröße ? Ist die Hausfrau einverstanden? weniger der Tierchen wegen, ist ja alles dicht, aber lässt das andere Gefriergut ausreichend Platz?

Tipp:
Für Profi-Restauratoren lohnt sich vielleicht sogar die Aufstellung einer eigenen Truhe. Billig bis kostenlos weil alt und ausrangiert, z.B. weil die Regelung nicht mehr funktioniert, oder viel zu viel Strom frisst.

Viel Erfolg!

This article was edited 29.May.06 11:58 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

Steffen Thies
 
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29.May.06 12:19

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   8 Ebenso nebenwirkungslos ist eine Behandlung in der Sauna. Einen alten Koffer hatte ich mal drin, eine Stunde bei 90 Grad genügte. Mit einem Radio würde ich allerdings dezenter vorgehen. Einige Stunden bei 50...60 Grad würde ich mich trauen - Temperatur am Tatort kontrollieren! Eine Schellackpolitur könnte allerdings etwas erweichen (Schellack schmilzt bei guten 80 Grad), sicherheitshalber nicht im heißen Zustand anfassen.

Grüße!
Alexander Schmitz
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12.Apr.08 18:56

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Hallo,
 
Ich scheine wider ein Holzwurmproblem zu haben, mit einem Gerät, welches ich vor einigen Jahren ausgiebigst mit Clou Holzwurm Ex behandelt hatte. Ich hatte die Würmer damit gerade zu ersoffen. Daher Frage ich mich, können die Eier der Würmer das überlebt haben, so das es jetzt wider losgeht? Würden denn die Eier das Einfrieren auch überleben, oder würden die mit kaputtfrieren?
Robert Latzel
Robert Latzel
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13.Apr.08 08:27

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Hallo Herr Schmitz,

ich würde nicht unbedingt von einer Wiederbelebung alter Wurmbestände ausgehen, sondern aufgrund der Jahreszeit eher von einem Neubefall.

Altes, trockenes Holz ist nun einmal besonders schmackhaft, (dies dürfte als Delikatesse weit über die Radiokeller hinweg sich schon durchgeschmatzt haben) und die Hauptverbreitungszeit der Holzwürmer im Frühjahr - da ist ein Neubefall nach Jahren der Ruhe sicher wahrscheinlich. Würden Sie Ihre frische Entdeckung im Spätherbst oder Winter, evtl. im gleichen Jahr der Behandlung gemacht haben, wären Zweifel an der Wirksamkeit der verwendeten Charge bei ordungsgemäßer Anwendung noch am ehesten vorstellbar gewesen.

Was jedoch an alle Radiobesitzer als netter Tip verstanden werden kann, ist halt doch ab und zu einmal den Unterboden und den Staub im Radioraum zu untersuchen, besonders im Frühjahr...

Was die Bekämpfung anbelangt, so habe ich gute Erfahrungen mit Ammoniak gemacht:
Das Gerät wird in eine absolut dichte Tüte verfrachtet, nachdem vorher sämtliche (!!!) Metallteile von dem Gerät entfernt wurden, und dann mit Hilfe eines mit Ammoniak getränkten Lappens eine Woche lang begast. Die Begasung wird danach nochmals mit einem wieder frisch getränkten Lappen für eine weitere Woche wiederholt, um dann das Gerät 4 Wochen auszulüften. Danach kann die Re-Montage beginnen. Die Prozedur greift nach meiner Erfahrung keinerlei Lacke oder ähnliches an, allerdings alle Arten von Metall.

Bei dieser Verfahrensweise unbdingt Haut- und Atemschutz verwenden, der beißende Ammoniakgeruch und Hautkontakt mit Ammoniak ist nicht gerade gesundheitsfördernd...

Nach dieser Kur sind jedoch keinerlei schädliche Spätemissionen zu befürchten, denn selbst der natürliche Ammoniakgehalt der Luft bringt uns auch bei ab und an ansteigenden Werten (etwa nach der Gülleausbringung) ja auch nicht gerade dem Grabstein näher. Allerdings sind derartige Geruchsbelästigungen nach oder während einer solchen Behandlung nicht zu befürchten, frischer, reiner Ammoniakgeruch ist mit lediglich 'stark beißend' beschreibbar.

Aber wie gesagt, alle Verfahren haben keinen präventive Wirkung, es sei denn man begast den Lagerraum ständig - dies würde allerdings auch sehr stark einer Überalterung des Sammlers und aller mit inhalierenden Personen entgegenwirken...

Mit freundlichen Grüßen

R. Latzel

 

 

Alexander Schmitz
Alexander Schmitz
 
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13.Apr.08 09:45

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Neubefall halte ich für unwahrscheinlich, da die Käfer zunächst Eier legen, welche erst nach mehreren Jahren ausschlüpfen.
Andreas Peukert
Andreas Peukert
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14.Apr.08 11:07

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Hallo Herr Schmitz,

ja, Sie haben recht, der alte Holzwurm ist mit Sicherheit wieder aktiv. Aber das ist kein Grund zur Panik. Das passiert in Zeiten der Zentralheizung nur äußerst selten (siehe auch den Bericht von Herrn Renz ganz oben). Ich habe in meinem Radiobestand sehr viele Gehäuse, die ich wegen dem  extremen Holzwurmbefall neu furnieren mußte. Das habe ich auch nur gemacht, weil die Gehäuse von teilweise sehr hochwertigen Geräten stammen.  Hier sind nie wieder Holzwürmer in Erscheinung getreten. Ich hoffe, es bleibt auch so. Allerdings hängt bei mir im Radiozimmer eine 20-er Jahre Pendeluhr. Diese hatte ich mir vor Jahren völlig verwurmt für ganz wenig Geld vom Flohmarkt gekauft.  Nach der üblichen Aufarbeitung sah ich dann auch das von Ihnen geschilderte  Problem. Allerdings waren es nur wenige Löcher und sie waren wesentlich kleiner. Der Holzwurm war wieder aktiv!  Sie sollten in jedes der neuen Löcher Holzwurmtod vom Baumarkt sprühen, wie Sie es ja auch schon seinerzeit getan haben. Anschließend die Löcher wieder mit passendem Holzkitt verschließen und das Gift vom Gehäuse wieder abwischen. Beobachten Sie das Gehäuse die nächste Zeit sehr genau. Bei meiner alten Uhr hat das gut geklappt und ich bin sicher, mit Ihrem Gehäuse wird das auch funktionieren. Es sind ja nicht mehr soviele Tierchen, wie ursprünglich vorhanden.   Allerdings sollten Sie das Gehäuse zur Beobachtung im Trockenen stehen haben und nicht etwa im feuchten Keller. Denn das könnte dem Holzwurm so passen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Holzwurmbekämpfung. Viele Grüße Andreas Peukert

Alexander Schmitz
Alexander Schmitz
 
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27.Jan.10 00:18

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Hallo,

Da ich wider ein Gerät mit Holzwurmbefall habe, habe ich mir überlegt, die die Minusgrade zu nutzen und das Gerät gut verpackt nach draußen zu stellen. Macht die Kälte irgendwelchen Teilen am Radio etwas, oder kann ich das Gerät komplett kaltstellen?

Ernst Erb
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27.Jan.10 10:43

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In "Radios von gestern" hatte ich das vor 20 Jahren auf Seite 296 so beschrieben:

Holzwurmbefall
Handelt es sich um vereinzelte Stellen mit Holzwurmbefall, verwendet man entsprechende Spraydosen aus dem Fachhandel mit aufsteckbarem, dünnem Plastikröhrchen, mit dem man in die Löcher spritzt. Die Arbeit ist im Freien zu verrichten. Nicht selten spritzt das Mittel aus einem anderen Wurmgang in das Gesicht! Darum unbedingt eine Brille tragen! Wer dies erlebt hat, befolgt diesen Rat auf jeden Fall. Ein für Warmblüter (Menschen und Haustiere!) möglichst ungiftiges Produkt heisst Arbezol Tropico (oder - Spezial). Giftig sind Xylamon-Produkte! Verlangen Sie ein flüssiges Produkt ohne Aerosol und applizieren Sie es mit einer Arztspritze (Einmalspritze).

Auch Salmiakgeist wirkt. Dabei nimmt man das Holzteil ohne Chassis und Zelluloidteile etc., stellt es mit zwei Hölzern etwas auf und legt einen Teller darunter, der mit Salmiakgeist gefüllt ist. Das Ganze deckt man mit einem Plastiksack ab. Eichenholz dunkelt bei dieser Methode allerdings etwas nach. Der Schreiner verwendet die Methode zum Nachdunkeln von Eichenholz. Löcher vor Behandlungen ausblasen.

Holzwürmer verenden, wenn sie während mehr als einer halben Stunde einer Temperatur von über 55 Grad Celsius ausgesetzt sind. Grössere Holzteile sind in einer Sauna vom Holzwurm zu befreien; genügende Luftfeuchtigkeit ist jedoch Voraussetzung.


Sie finden den Text "Reparieren und Oberfläche schützen" seit vielen Jahren hier im Radiomuseum.

Wichtig ist noch zu wissen, dass Löcher keinen akuten Holzwurmbefall anzeigen, sondern nur, dass die Larven geschlüpft und ausgeflogen sind. Wenn aber neuer Holzstaub auftaucht, dann ist er drin ... Und kann schliesslich (nach der Schlupfzeit) weitere Stücke angreifen.

Der Ablauf ist so:
Das Weibchen legt etwa 20 bis 30 Eier in Risse am Holz ab. Nach ca. 3 Wochen schlüpfen die Larven. Sofort bohren diese sich in das Holz ein und entwickeln sich dort bis zu 4 Jahren. Unter günstigen Umständen kann aber auch nur 1 Jahr dauern - unter sehr schlechten Bedingungen bis zu 8 Jahren. Ist die Larve ausgewachsen, verpuppt sie sich und der erwachsene Käfer verläßt das Holz durch ein rundes, 0,7 bis 3,3 mm großes Ausflugloch.

Ein gutes Mittel ist Trockenheit

Stellt man ein befallenes Möbelstück in einen zentralbeheizten Wohnraum, kann man normalerweise davon ausgehen, daß die Larven wegen zunehmender Trockenheit des Holzes von alleine absterben. Das muss aber mindestens einen Monat dauern, denn die Eier müssen zuerst geschlüpft sein (denke ich). Das Gleiche gilt für eine Kammerbegasung mit Kohlendioxid bei maximaler Temperatur von 15 Grad.

Ob Eicheln wirklich helfen?
Es wurde beschrieben, dass man Eicheln - z.B. auf einem Teller direkt bei den befallenen Stellen hinlegt und dass die Würmer dann sogar aus den Löchern zu den Eicheln kommen. Ein Versuch ist es sicher wert.

Mikrowellen
Es gibt Sonderverfahren mit Mikrowellen ... Das funktioniert aber nur dann, wenn keine Leiter (Eisenteile, Wasser etc.) vorhanden sind.

Kälte

Holzwürmer hat es auch in Dachstöcken von unisolierten Häusern - im kalten Norden. Die Holzwürmer bilden körpereigene Glykole, um auch tiefe Temperaturen zu überstehen. Schliesslich lebten und lebten sie in Wäldern, nicht in Häusern ... Wenn es schnell geht - und besonders im Sommer, dann stirbt der Holzwurm bei -5 Grad ab, doch das Holz ist ein guter Isolator, also benötigt man -25 Grad über eine gewisse Zeit - je nach Holzdicke. Es müsste also auch bei Tag mindestens minus 25 Grad bleiben - etwa eine Woche lang. Es ist jedenfalls eine schwierige und unsichere Operation - ausser das Stück ist klein und passt in eine Tiefkühltruhe. Dann würde ich auf -38 Grad einstellen.

Arten von "Holzwürmern"

Es gibt viele Arten von "Holzwürmern", z.B. der Splintholzkäfer, der nur Laubholz (ausser Buch) befällt oder eben der Hausbock, also der "gemeine Nagekäfer", genannt Holzwurm. Bei Splintholzkäferbefall wäre Alarmstufe gross, denn diese Trockenholzinsekten befallen alles an Splintlaubholz. Mehr erfahren Sie über Wikipedia mit den Ausdrücken "Gemeiner Nagekäfer" (Anobium punctatum) - allerdings bis jetzt nichts über die Bekämpfung. Beim Begriff Hausbock aber schon. Hier ein Auszug über den Hausbock aus Wikipedia:

Der Hausbock ist der Bockkäfer, der fälschlicherweise (in der Umgangssprache) als „Holzbock“ bezeichnet wird. Unter Holzbock versteht man aber verschiedene Gattungen von Zecken, z. B. den Gemeinen Holzbock.

Im Gegensatz zum Holzwurm (Anobium punctatum) erkennt man eine Aktivität nicht an herausquellendem Holzmehl. Der Hausbock verstopft seine Gänge mit dem Fraßmehl und betritt diese nicht wieder. Der Befall bleibt daher sehr lange Zeit unentdeckt, da außer ovalen Ausflugslöchern von etwa vier bis sieben Millimeter Größe ein Befall rein äußerlich nicht festzustellen ist. Erst nach Aufritzen einer verbleibenden papierdünnen Holzhaut fällt der Befall auf. Ein aktiver Befall lässt sich z. B. durch hörbare Fraßgeräusche, frische Larven- oder Käferfunde, frische Ausflugslöcher etc. feststellen, ein sicherer Aktivitätsnachweis ist jedoch äußerst schwierig. Die Hausbocklarve benötigt eine Mindest-Holzfeuchte [4] von ca. 12%, wobei die ideale Entwicklungsfeuchte bei ca. 30% liegt. Deshalb tritt ein Befall durch Hausbocklarven auch kaum in den freiliegenden Holzbauteilen von zentralbeheizten Räumen auf. Ganz anders verhält es sich bei verbauten Hölzern zum Außenbereich (z. B. ausgebauter Dachstuhl), hier entwickelt sich ein Mikroklima innerhalb des Holzquerschnittes, der den klimatischen Ansprüchen der Larven entgegenkommt. Der Befall konzentriert sich daher im Wesentlichen auf Dachstühle und Holzhäuser.

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