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Ionenfallenmagnet einstellen

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Alexander Jordan
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03.Sep.03 23:13

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Auf einem Flohmarkt hat ein Feund von mir einen Te-Ka-De Fernseher von ca. 1956 erstanden, mit dessen Instandsetzung er mich beauftragt hat. Tatsächlich läuft das Gerät nach erneuern diverser Wima Tropidur Kondensatoren wieder. (diese Kondensatoren waren wohl DER Flopp der damaligen Zeit) Allerdings ist das Bild sehr dunkel. Ich vermute, daß ich beim Reinigen den Ionenfallenmagneten auf dem Bildröhrenhals verstellt habe. Gibt es einen Trick diesen neu zu justieren, oder wird er nur so lange hin und her geschoben, bis subjektiv die maximale Bildhelligkeit erreicht ist?

Weiss jemand, warum zuerst die Technik mit Ionenfalle angewendet wurde, (ist doch viel komplizierter)  bevor die Bildschirme eine Metallisierung erhielten, die eine Ionenfalle überflüssig macht?

 

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Mario Tieke
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04.Sep.03 13:33

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Die Bildhelligkeit wird mit Regler reduziert und dann mit dem Magneten auf max. Bildhelligkeit abgestimmt. Ist auf dem Bildschirm das Muster eines Briefumschlags abgebildet, dann haben die Ionen die Leuchtschicht beschädigt. Die Ionen entstehen durch Restgase in der Röhre und sind schwerer als die Elektronen und lassen sich auch schlechter ablenken, deshalb die Schrägstellung des Strahlsystems.

Wenn das Bild zu dunkel ist sind die Betriebspannungen der Bildröhre zu kontrolieren (Achtung Hochspannung). Wenn die Hochspannung zu niedrig ist wird das Bild größer als normal. Der Wehnelt-Zylinder (1.Gitter der Bildröhre) wird meist für die Helligkeitseinstellung verwendet. Die Videoendstufe sollte auch kontrolliert werden auf Unterbrechungen da galvanisch mit Kathode der Bildröhre gekoppelt.

Marc Goeritz
Marc Goeritz
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29.Feb.04 12:48

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Hallo

Zum Thema Ionenfalle zitiere ich aus dem Buch "Fernsehservice Fehlerdiagnose" von Werner W. Diefenbach:

"IonenFalle muß justiert werden:

Fehlermerkmale:

 Auf dem Bildschirm erscheint nur ein schwaches verschwommenes Bild. Eine Ecke ist meistens mit einem Schatten verdeckt. Die Tonwiedergabe klingt einwandfrei. ......

Fehlersuche:  

Die Ionenfale ist nicht richtig justiert. ....

Abhilfe:

Zuerst müssen wir den Helligkeitsregler so weit zurückdrehen, bis nur noch geringe Helligkeit zu sehen ist. Dann schieben wir den Ionenfallemagneten auf dem Bildröhrenhals langsam hin und her, bis maximale Helligkeit entsteht. Oft ist es zweckmäßig den Magneten auch seitlich etwas zu verschieben. .... Die genaue Justage erfordert Sorgfalt und Fingerspitzengefühl. Sie muß häufig öfters wiederholt werden. Vor allem der Anfänger sollte die Auswirkungen auch kleiner Einstellungsänderungen genau beobachten. "         Zitat Ende.

 

Also erstmal alle anderen Fehlerursachen ausschließen, bevor man an den Ionenfallemagneten verstellt. Im Buch Fernsehtechnik ohne Ballast von Otto Limann (2. Auflage) steht noch der Hinweis, daß bei Fehljustierung des Ionenfallemagneten die Bildröhre beschädigt werden kann. Treffen auch "normale Elektronen" auf die Ionenfalle (die Teil des Anodenbleches ist), kann sich die Anode unzulässig erhitzen. In diesem Fall können Gase aus dem Anodenblech austreten, die sich auf der Lechtsicht niederschlagen und diese beschädigen.
 Niemals Gewalt anwenden! Ich mußte einmal zusehen, wie jemad die Halteschraube einer Ablenkeinheit anzog und es plötzlich laut knallte und die Röhre tief einatmete. Der Bildröhrenhals ist sehr empfindlich. Bei Arbeiten an der Bildröhre sollte man immer allergrößte Sorgfalt walten lassen und mindestens eine Schutzbrille tragen!

Mit freundlichen Grüßen

Marc Goeritz

This article was edited 17.Feb.05 23:28 by Marc Goeritz .

  
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