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Kein Empfang von DAB-Radio und Funkstörungen !

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Hilmer Grunert
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27.Oct.17 00:02

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DAB, nicht empfangbar:

Liebe Mitglieder und Leser,

wie in der Funkgeschichte 235 schon von Peter von Bechen berichtet, kann ich nur bestätigen, dass das Signal von DAB nur in geringem Maße empfangen werden kann. Für den Neubau unserer Küche habe ich mir einen solchen Empfänger (Designmodell Sonoro) zugelegt. Ergebnis: DAB nicht empfangbar - zum Glück hat das Gerät auch noch einen normalen UKW-Empfänger integriert - aber dafür 300,-€ ausgeben ? - UKW-Emfang ist gut. - Aber was mache ich wenn abgeschaltet wird - hauptsache die GEZ kassiert.

Doch nun das nächste Problem:

Wie jeder in meinem Profil sehen kann, arbeite ich in einem Krankenhaus.

Nun hatten wir viele Umbauten und Neubauten, die natürlich mit neuartigen Leuchtmitteln oder Neubauten von Blockheizkraftwerken ausgestattet wurden die alles andere als 50 Hz Netzspannung liefern.

Resultierend daraus stellte man fest, das kein Funkgerät der Polizei oder der Feuerwehr in diesen neu gebauten Räumen funktionierte. - Shit happens

Nun wird für einen locker 6-stelligen Betrag eine sogenannte Feuerwehrleitung in den Decken der frisch gebauten Intensivstation gelegt.

Ich habe es getestet:

Es ist weder DAB noch normaler UKW-Empfang - getestet mit einem guten Koffergerät - hier empfangbar.

Die Technische Leitung will auch nichts darüber wissen.

Ich bleib am Ball

Gerd Gareiss
Gerd Gareiss
 
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29.Oct.17 13:42

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Liebe Mitglieder und Leser, sehr geehrter Herr Grunert,

auch ich bin von ähnlicher Problematik betroffen:

In meinem Badezimmer wurden nach und nach die Halogen-Strahlerlampen durch LED-Strahler (5W, Gu 5,3) ersetzt. Seit dem Austausch der letzten Lampe war kein Rundfunkempfang im Bad mehr möglich, weder auf UKW noch auf DAB+. Der UKW-Empfang war von jeher schwach, der DAB+ -Empfang zeigte immer  höchste Signalstärke an.

Der Austausch des Speisegerätes brachte keinen Erfolg, jedoch ein Austausch der zuletzt eingesetzten LED-Lampe, ein Markenfabrikat: OSRAM.

Diese zeigte auch an anderer Stelle obengenanntes Störverhalten.

Ist das wieder ein Beweis, dass die Anforderungen an Störausstrahlung nicht mehr so konsequent eingehalten werden wenn es um den Profit geht?

Viele Grüße

Gerd Gareiss

 

Wolfgang Lill
Wolfgang Lill
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29.Oct.17 18:20

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In Norwegen und in der Schweiz sind viele kleine sogenannte Füllsendeanlagen mit 50 Watt bzw 100 Watt installiert worden. 

Im Hinblick auf den Wegfall der AM- Sender hat man wohl in Deutschland großzügig über das Störverhalten von Fernosterzeugnissen hinweggesehen,

Nun sind diese Erzeugnisse im Gebrauch...dies zu ersetzen, dürfte ein Faß ohne Ende werden...wer kommt für die Schäden auf ? Doch nicht etwa der Endkunde? 

Also am besten doch Internetradio ??? Oder im Nachbargrundstück einen Füllsender hinbauen lassen, der dürfte dann die Störsignale in den Hintergrund rücken lassen.

Oder hat noch jemand noch eine andere  Idee???

 

 

This article was edited 29.Oct.17 18:21 by Wolfgang Lill .

Karl-Heinz Bradtmöller
 
 
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29.Oct.17 19:06

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Sehr geehrter Herr Gareiss,
habe ebenfalls mit mysteriösen Empfangsausfällen beim NDR-Bouquet zu kämpfen. Interessanterweise fadet der Empfang immer dann aus, wenn sich der Waschmaschinenmotor zu drehen beginnt. Also alle paar Sekunden. Habe die Waschmaschine intensiv auf Störaussendung überprüft und komme zu keinem Ergebnis. Weder auf UKW-FM, noch AM-Bereichen ist eine vom Motor ausgehende, unzulässige, gepulste HF-Aussendung festzustellen. Das Ganze ist nur im Zusammenhang mit dem anderen Frequenzbereich bei DAB+ etwas besser zu verstehen. DAB+ arbeitet im (ehemaligen) VHF Band III, wo früher das Erste Fernsehprogramm ausgestrahlt wurde (ca. 200 MHz). Der mobile Empfang von DAB+ im Haus kommt also dem Empfang des Ersten Programms mit Zimmerantenne sehr nahe. Jeder von uns weiß, wie das Bild dann durch Geisterbilder und Schatten bis zur Unkenntlichkeit verzerrt sein konnte, und dass nicht selten Schneegestöber auf dem Bildschirm auftrat. Sogar die elektrische Modelleisenbahn und besonders die Carrerabahn konnnte den Nachbarn auf die Palme bringen, sofern dieser mit Zimmerantenne fernsah. Schauen Sie sich nun einmal die Antenne eines DAB+-Kofferradios an. Nur sehr geringer Gewinn und Richtwirkung. Dazu kommt noch, dass die DAB+-Empfänger mit dem derzeitigen Codec auf Impulse jeglicher Art besonders empfindlich reagieren. Das fängt beim Wetterleuchten eines entfernteren Gewitters an und endet bei lokalen Störern.
Habe früher einmal einen Test gemacht: Bei den alten Fernsehern einmal eine Gabel und ein Messer direkt vor den Dipol der Zimmerantenne gehalten und konnte Knacken im Ton und Flitzer auf dem Bildschirm bemerken, wenn ich beide Esswerkzeuge zusammenführte. (Also hätten Messer und Gabel strenggenommmen auch noch eine FTZ-Prüfnummer bekommen müssen.) Die Ursache für die mysteriöse "Waschmaschinenstörung" liegt darin, dass die Zuleitung für die Waschmaschine wie ein Direktor bzw. Reflektor für die Stabantenne des Portable wirkt, und eine kurze, induktive Stromänderung bei Motor-Einschalten die Mutingfunktion des DAB+-Empfängers ansprechen lässt. Abhilfe brachte, das DAB+-Küchenradio etwas weiter von der Zuleitung der Waschmaschine entfernt aufzustellen.

Und heute gehören nach meinem bisherigen Kenntnisstand abgeschirmte Netzleitungen für frequenzumrichterbetriebene Geräte zur Pflicht. 

Hoffe, diese Ausführungen können dem besseren Verständnis der DAB+-Technologie dienlich sein und eventuell zu einer Verbesserung der Empfangssituation beitragen.

Beste Grüße

K.-H. B.

 

 

 

 

This article was edited 29.Oct.17 19:36 by Karl-Heinz Bradtmöller .

Achim Dassow
 
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01.Jul.20 18:01
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Da der letzte Beitrag zum Thema DAB erst wenige Tage alt ist, habe ich zeitlich einmal etwas zurückgeschaut. U.a. hat Herr Lill die vielen kleinen Füllsender in der Schweiz erwähnt und dies vielleicht als Vorteil betrachtet. Leider ist auch heute noch kein wirklicher Vorteil zu erkennen:
Da ich über ein Fahrzeug mit DAB / UKW Kombi Empfang verfüge, hatte ich schon reichlich Gelegenheit, beide Empfangsarten miteinander zu vergleichen. Solange die Feldstärke ausreichend ist, mag die Qualität, soweit man bei einer Übertragungsrate von 64...128kbps überhaupt von Qualität sprechen kann ("Artefakte", auch schon Thema im RM gewesen), ausreichend sein.
Es gibt aber angesichts auch hier in der Schweiz immer wieder auftretender Funklöcher ein grundsätzliches Problem:
Nehmen wir an, ein Sender mit Verkehrsfunk ist eingestellt und man erhält Verkehrsdurchsagen, quert aber gerade wieder einmal eines dieser immer noch zahlreichen Funklöcher, dann zeigt sich ein vernichtender Nachteil von DAB.
Bei DAB Empfang:
Die Durchsage wird "zerhackt" und damit völlig unverständlich.
bei UKW Empfang hingegen:
Das Rauschen nimmt deutlich zu, aber durch das Rauschen hindurch ist der Inhalt der Durchsage durchaus wahrnehmbar und man kann sich rechtzeitig auf die neue Situation einstellen.
Solange die DAB Versorgung noch immer so schlecht ist wie sie ist, müssten Verkehrsdurchsagen eigentlich alle 10 Minuten auf DAB durchgegeben werden, damit man keine "verpasst".
Sogar direkt kurz hinter einer Autobahnabfahrt der A1 war das passiert, was mir klargemacht hat dass DAB noch kein verlässliches Informationsmedium ist, von musikalischer Qualität müssen wir wahrscheinlich gar nicht erst sprechen.
Ich höre unterwegs und auch sonst noch wo immer möglich UKW, dafür nehme ich gelassen ein leises Hintergrundrauschen in Kauf.

Ich hoffe wir haben noch möglichst lange Zugriff auf analogen Empfang.

This article was edited 01.Jul.20 18:04 by Achim Dassow .

  
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