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Körting Dominus 40

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Michael Grzonka
 
 
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22.Apr.03 16:32

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Der folgende Bericht über den "Körting-Großsuper Dominus 40" ist ein Auszug eines Artikels aus dem Buch "Fortschritte der Hochfrequenztechnik, Band 1" auf den Seiten 359 ff.
Autor des dort abgedruckten Artikels "Die moderne Empfängertechnik" ist R. Moebes, Berlin-Tempelhof.
Das Buch wurde 1941 in Leipzig vom Verlag "Akademische Verlagsgesellschaft Becker & Erler Kom-Ges." herausgegeben.


"Der Körting Dominus 40 ist ein Überlagerungs-Empfänger für Wechselstrom-Netzanschluß mit 2 Vorkreisen, im ganzen also 3 veränderlichen Kreisen und 5 festen ZF-Kreisen, die durch ein regelbares 3-Kreis- und ein 2-Kreisbandfilter gebildet werden. Die insgesamt 8 Röhren gehören mit Ausnahme der Netzgleichrichterröhre der harmonischen E-Serie an, die Endpentode hat 8-9 W Sprechleistung (HF + Misch- und Oszillator + ZF und HF-Gleichrichter + 2x NF + magisches Auge + Diode für Nachstimmsteurer). Neben den üblichen 2 Rundfunkbereichen im Mittelwellenbereich ist ein zweifach unterteilter Kurzwellenbereich von 12,5 bis 80 m vorhanden. Die Zwischenfrequenz beträgt 468 kHz.

Die selbsttätige Verstärkungsregelung wirkt auf 4 Stufen in Vorwärts- und Rückwärtsregelung. Sie wird durch eine handbediente niederfrequente Lautstärkeregelung ergänzt. Die hochfrequente Bandbreiteregelung erstreckt sich nur auf das 3-Kreis-Bandfilter, der tonfrequente Klangregler ist mechanisch mit dem Bandbreiteregler gekoppelt. Eine Doppelbereich-Abstimmröhre erleichtert die scharfe Einstellung, durch einen Präzisionskugeltrieb [Abb. 1] wird eine Feineinstellung ohne toten Gang und mit großer Übersetzung möglich. Bei der Drucktastenabstimmung mit vorabgestimmten elektrischen Kreisen für insgesamt 10 Sender wird die Abstimmung durch eine selbsttätige Scharfabstimmung ergänzt. Eine veränderliche frequenzabhängige Gegenkopplung in der Endstufe verbessert die Klanggüte und gestattet eine stetig regelbare Anhebung der tiefen Frequenzen. Ein Zusatzlautsprecher verbessert die Abstrahlung der hohen Töne. Die Leistungsaufnahme des Empfängers beträgt 80 W. [Abb. 2] zeigt eine Ansicht des Empfängers, [Abb. 3] eine Aufsicht auf das Chassis, [Abb. 4] die Druckknopfeinbaueinheit von unten gesehen.

Bemerkenswert sind bei dem Dominus 40 die Umschaltmöglichkeiten, in denen das Bestreben zum Ausdruck kommt, den Empfänger verschiedenen Forderungen anzupassen, wobei zu bedenken ist, daß diese Umschaltmöglichkeiten den einwandfreien Aufbau des Empfängers schwieriger machen. [Abb. 5/1] gibt die grundsätzliche Anordnung des HF-Teils bei Fernempfang im Mittelwellenbereich. Die Hochfrequenzstufe ist, im Unterschied zu [Abb. 5/2] Kurzwellenempfang, abgeschaltet, die beiden Vorkreise sind zu einem Bandfilter zusammengezogen. Für Ortsempfang mit großer Bandbreite wird die Misch- und ZF-Stufe abgeschaltet und der Empfänger in einen 3-Kreis-Geradeausempfänger umgewandelt [Abb. 5/3]. Für die Drucktastenabstimmung wiederum sind die veränderlichen Abstimmkreise durch die vorabgestimmten festen Kreise ersetzt und das HF-Rohr wird als Schubrohr für die selbsttätige Scharfabstimmung benutzt [Abb. 5/4]. Die volle Ausgangsleistung wird bei solchen Geräten bereits mit HF-Spannungen (30 % mit 400 Hz gemodelt) in der Größe von 10-50 µV erreicht. Die Dämpfung des um 9 kHz abweichenden Trägers liegt in der Größenordnung von 1 : 8´000 bis 1 : 10´000 im Rundfunk-Langwellenbereich und von 1 : 4´000 - 1 : 5´000 im Rundfunk-Mittelwellenbereich."


Die als Anlage angefügten Bilder sind aus o. g. Quelle entnommen:

Bild 1: Präzisionskugelantrieb des Körting Dominus 40
Bild 2: Außenansicht des Körting Dominus 40
Bild 3: Chassis-Ansicht des Körting Dominus 40
Bild 4: Druckknopfeinbaueinheit des Körting Dominus 40
Bild 5/1: Funktionsschema des HF-Teils bei Fernempfang im MW-Bereich
Bild 5/2: Funktionsschema des HF-Teils bei Fernempfang im KW-Bereich
Bild 5/3: Funktionsschema der Misch- und ZF-Stufe bei Ortsempfang
Bild 5/4: Funktionsschema der selbsttätigen Scharfabstimmung


Kommentare und Ergänzungen sind erwünscht. Bitte fügen Sie Ihren Text als Antwort diesem Artikel hinzu.

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This article was edited 22.Apr.03 17:06 by Peter Rutishauser .

Dietmar Rudolph † 6.1.22
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20.Feb.19 14:00

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Die in Post #1 benannte Literaturstelle "Fortschritte der Hochfrequenztechnik 1" kann leicht mit "Fortschritte der Funk-Technik" verwechselt werden und in der Tat, in "Fortschritte 5" wird ebenfalls etwas zum Dominus 40 ausgeführt, hier auf S.84 ff. und speziell auf S. 85 das unten (rechts) wiedergegebene Blockschaltbild.

Zunächst werden hier die in Post #1 etwas "klein" geratenen Grafiken wiederholt, weil sich zwischenzeitlich wohl auch etwas die Technik des Scannens verbessert hat.

Bild 1: Präzisionskugelantrieb des Körting Dominus 40

Bild 2: Außenansicht des Körting Dominus 40

Bild 3: Chassis-Ansicht des Körting Dominus 40

Bild 4: Druckknopfeinbaueinheit des Körting Dominus 40

Für die 4 Umschaltmöglichkeiten, die der Dominus 40WK gestattet, werden die Blockschaltbilder aus "Fortschritte der Hochfrequenztechnik Bd. 1" (links) und "Fortschritte der Funktechnik  Bd. 5" (rechts) wiedergegeben.

Man beachte, daß die Umschaltmöglichkeit Nr. 3 den Betrieb des Dominus 40WK als Geradeaus-Empfänger für "Breitband-Nahempfang" zeigt. [Ende der '30er Jahre gab es Geräte von mehreren Firmen, die HiFi-Empfang auf MW gestatteten.]

 

Die Ähnlichkeiten in den Blockschaltbildern sind wohl mehr als "zufällig", wobei im "Handbuch der Funktechnik, Bd. 8 = Fortschritte Bd. 5" keine Quellenangabe existiert.

Die beiden Blockschaltbilder lassen sich vergrößern.

MfG DR

  
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