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korting: S3410WL; Hexodensuper

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Olaf Schlack
Olaf Schlack
 
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05.Dec.03 15:18

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Hallo zusammen,

ich verfolge nun schon seit einiger Zeit recht regelmäßig mit großem Interesse die Beiträge des Forums. Nun habe ich selbst einige miteinander zusammenhängende Fragen, die ich mir nicht mit Sicherheit beantworten kann. Sicherlich kann mir jemand helfen.

Ich restauriere gerade einen Körting Hexoden Super S 3410 WL von 1933/34. Das Gerät war, als ich es bekam, ziemlich brutal "rapariert", um nicht zu sagen "verbastelt", und funktionierte mit stark verminderter Leistung. Ein zweites, unvollständiges Gerät diente als Ersatzteilspender und zur Schaltungskontrolle, mit dem Ergebnis, daß der Empfang deutlich besser ist, aber, verglichen mit einem anderen Super von 1933, immer noch zu schlecht. Spannungsmessungen haben ergeben, daß die Anoden- und die Schirmgitterspannung der ZF-Verstärkerröhre RENS 1214 mit 224V und 197V ziemlich hoch sind. Nach meiner Einschätzung zu hoch !? Leider verzeichnet kein mir zur Verfügung stehendes Schaltbild die Soll-Spannungen. Bei der Fehlersuche habe ich die Widerstände geprüft. Sie sind in Ordnung. Alle Kondensatoren sind erneuert. Aber: in der Anodenspannungszuleitung liegt das sogenannte "Optimeter". Es fehlt in meinen beiden Geräten und ist jeweils in der Schaltung einfach überbrückt.

Nach dieser langen Vorrede nun meine Fragen:

1. Ist es zulässig, das fehlende Optimeter zu überbrücken, oder ist ein Ersatzbauteil bzw. eine Ersatzschaltung notwendig?

2. Handelt es sich bei dem Optimeter tatsächlich, wie ich immer vermutet habe, um ein reines Amperemeter, oder steckt da mehr dahinter?

3. Verfügt jemand über Unterlagen, aus denen die Soll-Spannungen hervorgehen?

Netz- und NF-Teil sind übrigens in Ordnung. Der HF-Teil macht ebenfalls einen guten Eindruck. Die Spannungen der Vorröhre RENS 1234 stimmen exakt mit den Angaben über die normalen Betriebsspannungen von Rathheiser (Empfänger-Röhren) und Diefenbach (Handbuch der Reparatur-Technik) überein. Ich habe das total verstimmte Gerät schon mal abgeglichen, was im HF-Teil bestens funktioniert. Das Problem liegt im ZF-Teil. Hier zeigten auch nur zwei von vier ZF-Trimmern Reaktion. Die Spannungen der Mischröhre sind nach meiner Ansicht zu niedrig, aber immer der Reihe nach. Davon vielleicht später mehr.

Das Schaltbild ist im Museum vorhanden.

Erst mal schon im vorraus vielen Dank

Olaf Schlack

Dirk Becker
Dirk Becker
 
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05.Dec.03 19:36

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Hallo!

Die Spannungen an den Röhren scheinen durchaus zu passen. Ich habe einfach mal die Spnnungsteiler im Netzteil (Kombination 40k +20k + 10k) überschlagen. An der Anode der RENS1214 liegt ja fast die komplette Anodenspannung an (von Siebelkos über 1k und Optimeter).
Die Verstärkung der HF- und ZF-Röhren kann man mit einem halbwegs guten Oszi recht gut kontrollieren: Spannungsunterschiede zwischen Gitter und Anode abgestimmt auf einen Sender messen. Was mir sehr zu denken geben würde sind die Trimmer, die keinerlei Reaktion zeigen. Oft hat man in den 30er Jahren Abgleichkondensatoren benutzt, bei denen Silber auf Glimmer aufgedampft? wurde. Wenn das Silber im Laufe der Zeit korrodiert verlieren die Trimmer ihre Kapazität und der Kreis ist nicht mehr in Resonanz zur ZF zu zu bringen. Was auch immer wieder gerne kaputt geht, sind die Festkondensatoren parallel zu den ZF-Spulen. Hier handelt es sich auch oft um Silberbelag, der korrodiert. Insbesondere Hescho-Kondensatoren (am kleinen Tannenbaum zu erkennen) sind oft davon betroffen.
Das Instrument ist tatsächlich ein Amperemeter. Ihr Widerstand ist recht gering (siehe auch z.B. http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Mag_Augen/Magnetauge.htm) und eine Überbrückung durchaus möglich, besser ist aber ein Widerstand von einigen kOhm.

Gruß

Dirk Becker




P.S.: Ich suche für meinen Hexodensuper noch einen Trafo oder wenigstens die Wickeldaten.

This article was edited 06.Dec.03 12:45 by Dirk Becker .

  
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