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Lautsprecherbespannung schlaff und dreckig

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Jürgen Nolting
Jürgen Nolting
 
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18.Oct.03 11:25

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Hallo,

ein Tipp, wie man schlappe Lautsprecherstoffe wieder in Form bringt:
Ich habe jetzt schon mehrfach sehr gute Erfahrung mit handelsüblichem Teppichschaum gemacht. Einfach einsprühen, vorsichtig (!) z.B. mit weichem Schwamm einmassieren und trocknen lassen. Evtl. danach mit Staubsauger absaugen. Dadurch bekommt man erstens nicht zu hartnäckige Verschmutzung wieder heraus. Aber viel schöner ist ein Nebeneffekt: Der Stoff läuft normalerweise leicht ein, so dass er danach wieder schön straff gespannt ist.

Bei sehr alten Geräten, die einen hohen Wert haben (für mich ist das vor ca. 1950), habe ich das aber noch nicht versucht - ich habe Bedenken, dass hier der Stoff schon zu brüchig sein könnte. Also bitte Vorsicht! Und: Keine Gewähr für den Tipp.

 

Lutz Jänicke
Lutz Jänicke
 
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26.Oct.03 23:43

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Hallo,

habe mittlerweile fast allen Lautsprecherbespannungen meiner Geräte wieder zu neuer Schönheit verholfen und denke, daß ich einige Tips weitergeben kann:

Bei leichten Verschmutzungen ist tatsächlich Teppichreiniger ein sehr wirksames Mittel. Der Vorteil ist, daß man nichts auseinander bauen muß. Man sollte ihn sparsam anwenden und das Gerät während der Einwirkphase so lagern, daß überschüssiger Schaum nach unten abtropft und nicht nach innen laufen kann.

Bei kleinen Rostflecken - wenn mit Rostentferner nichts zu machen ist - nehme ich eine Nadel und Acrylfarbe im passenden Ton und "perforiere" die Stelle ähnlich wie beim Tätowieren. Dadurch bleibt die Stoffstruktur erhalten (einfaches Auftupfen wäre sofort zu sehen).

Bei groben Verschmutzungen hilft allerdings nur gründliches Waschen.

Dazu muß die Schallwand ausgebaut und der Lautsprecher abmontiert werden. Früher wurde zum Kleben des Stoffes meist wasserlöslicher Klebstoff benutzt - deshalb den Rand zunächst mit einem wasserfesten, klaren Kleber neu verkleben.

Wenn der Kleber trocken ist, den Stoff mit einer warmen Waschmittel-Lösung (normales Vollwaschmittel) einweichen und mit Hilfsmitteln wie Schwamm o. Pinsel vorsichtig bearbeiten. Sehr spröder Stoff verträgt kein grobes Reiben, hier besser nur tupfen. Die Schallwand selbst dabei möglichst nicht zu sehr befeuchten, damit sie sich beim späteren Trocknen nicht verzieht.
 
Dann mit lauwarmen Wasser nachspülen und gut belüftet (am besten im Freien) trocknen lassen.

Falls es sich nicht vermeiden läßt, den Stoff zum Waschen ganz abzulösen (z.B. auch um ihn zu wenden, weil die Rückseite besser erhalten ist), dann sollte er nach dem Waschen gut gespannt werden, um ein Einlaufen zu verhindern. Das geht sehr gut, indem man den Stoff auf eine feste Pappe legt und dann auf ein Brett tackert. Beim Tackern spannen und nachmessen, ob das Mindestmaß für das Wiedereinkleben erreicht ist. Nicht zu tief sitzende Tackernadeln verwenden (vorher testen, ob sich die Nadeln durch Ziehen an der Pappe gut vom Brett lösen lassen - damit ist auch schon gesagt, wie man den trockenen Stoff ohne Beschädigung wieder vom Brett abbekommt, deshalb also auf keinen Fall die Pappe vergessen !).

Also - wer die Mühe nicht scheut, dem kann ich nur raten, seinen "Schätzen" so zu einem frischeren Aussehen und ganz nebenbei auch zu einem besseren Geruch zu verhelfen.


Viele Grüße an alle Sammlerkollegen

Lutz Jänicke

This article was edited 06.Sep.05 22:57 by Lutz Jänicke .

Hans Kamann
Hans Kamann
 
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09.Dec.03 12:23

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Hat jemand schon mal Erfahrung mit Flecken auf der Bespannung gemacht ? Teppischschaum reinigt zwar einigermassen den Stoff, Flecken bleiben aber bestehen. Hier könnte vielleicht ein Wollwaschmittel helfen, dazu müsste allerdings der Stoff abgelöst werden.
  
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