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funke: LOEWE Röhren Prüfung auf FUNKE W10

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Christian ADAM
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Guten Tag,

Ich könnte ein FUNKE W10 reparieren, habe die Karten für LOEWE Röhren, aber ich weiss nicht wie die Röhren an das W10 angehängt sein sollen ? Wer kann da helfen ?

Ich möchte testen :2HF, 3NF, 3NFB, 3NFW, WG34 ...

Für Ihre Ratschläge würde Ich mich freuen,

M f G aus Frankreich,

 

Wolfgang Holtmann
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Lieber Christian

Ursprünglich wurden die Loewe Mehrfachröhren mit einem Adapter, der die Spezialfassungen trägt,   geprüft.

 

EDIT: Obiges Bild wurde von Herrn Rudolph ins RM eingebracht.

Wenn Du den nicht hast, dann muss man mit losen Strippen improvisieren, was schwierig und nicht ohne Risiko ist !

Ein weiteres Problem ist die fehlende Bezeichnung der Zusatzbuchsen beim W10 in der oberen Reihe, direkt unter den Fassungen.

MfG

 

 

This article was edited 29.Dec.17 16:13 by Wolfgang Holtmann .

Christian ADAM
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28.Dec.17 23:30

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Bonjour Wolfgang,

Vielen Dank für die gute Hilfe: ich habe schon die 3NFW testen können. Glücklicherweise habe ich eine Fassung ... Mit deinem Bild könnte ich die Nummern die auf der Karte stehen richtig an die Fassung anpassen ...

Ich habe 2 3NFW: eine nicht sehr gut und die zweite gut je nach anderen Messungen früher gemacht ... aber mann zweifelt immer, mit dem FUNKE W10 wollte ich sicher sein. Bei der 3NF kann mann nur das dritte System testen (die anderen haben Ja kein Verschleiss) ...

Also hier das Ergebniss:

Die Karte 147 sagt Gut ab 5,6 mA, Noch braucbar ab 3,6 mA

Erste 3NFW : 2,4 mA (1,6) ==> Nicht mehr brauchbar

Zweite 3NF : 8,0 mA (6,4) ==> Sehr gut !!!

Zwischen Klemmen den Wert mit dem Steuerwirckung test (Schalter auf 13)

Ich schaue ein Foto dazu ...

Ich hätte noch eine Frage an die Spezialisten : welche Fassung ist die abgebildete die Ich nicht kenne ? Für welche Röhren zum Beispiel ?

Ein grossen Danke an Dir für die nette Hilfe

M f G aus Frankreich,

Christian

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Wolfgang Holtmann
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29.Dec.17 10:19

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Hallo Christian

Diese Fassung ist für die alten Doppeltrioden vorgesehen, z.B. REZ124s

Dann habe ich noch einen Wunsch:

Mache bitte Fotos von Karten 144 und 145. Die sind zum Testen der 3NF.
Es hat sich gezeigt, dass Funke da Fehler gemacht hat...

MfG

 

Christian ADAM
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29.Dec.17 13:22

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Hallo Wolfgang,

Hier die Karten 144 und 145 in Anlage...

Ich habe die 145 getestet: es scheint stimmen für das dritte System. Aber für die Karte 144 (Erstes System) sehe Ich schon ein Problem: da das Stift 8 genützt wird, heiss es die Kathode des ersten System muss hier an der 8 angebracht werden ...

Das heisst das mann eine 3NF7 testen kann, aber keine standard 3NF ... Und 200V scheint mir auch riskant ...

Was kann mann davon denken ?

 

 

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29.Dec.17 16:06

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Das Thema wurde schonmal in der Vergangenheit hier im RM behandelt.

Funke hat es sich einfach gemacht und die 3NF, 3NF Bat und 3NF Net auf Karte 144 zusammengefügt (Test System I. & II.).

Tatsache ist, die 3NF wurde mit thorierten Heizfäden ausgestattet und glühen mittelhell. 
Die später auf den Markt gebrachten 3NF Bat sowie 3NF Net sind verbesserte Versionen, mit anderen Eigenschaften, weil nun Oxidheizfäden eingebaut wurden und glühen beinahe unsichtbar.

Man kann also sagen, Karte 144 ist nur für die letzt genannten Typen gültig. Daher ein Mittelanschluss (broche centrale) der an Buchse 8 liegt.
Andererseits habe ich meine Zweifel, ob dann der Ia ohne (!) Ra nicht viel höher als angegeben ausfallen müsste? Oder ist das ein weiterer Fehler und nicht Buchse 8, sondern 1 wäre korrekt? Wer hat schonmal diesen Test mit einer guten 3NF Bat gemacht?

Warum ist ein Test von System I. & II. der 3NF mit Karte 144 nicht möglich?

Die 3NF hat keinen Mittelanschluss und A1, A2 müsste dann auf Buchse 1 abgegriffen werden, aber...
auch das hilft nicht, weil die kombinierten Anodenströme viel zu klein sind, um noch zuverlässig im 2,5 mA Bereich angezeigt zu werden!

Einfache Rechnung:
Nach den Angaben von E. Nesper und W. Kunze (1928) über die LOEWE Mehrfachröhren, sind die beiden Anodenwiderstände der 3NF je 3 MOhm groß. Wenn ich die Faden-Anodenstrecken als voll durchgesteuert annehme, dann fließen bei Ua = 200V je 66 µA, also zusammen bestenfalls 132 µA. Die GUT-Anzeige auf der Karte beträgt jedoch 400...700 µA.

---------------

Karte 145 wird im folgendem Beitrag behandelt.

MfG

This article was edited 29.Dec.17 16:41 by Wolfgang Holtmann .

Wolfgang Holtmann
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Das nenne ich schon "fahrlässig", wenn eine Endröhre bei weit überhöhtem Anodenstrom geprüft wird!

 

Es ist bekannt, die Funke Patent-RPGs testen die Röhren bei einer Gittervorspannung von nahezu 0V. Um trotzdem -in etwa- die Ströme fließen zu lassen, die dem normalen Betriebszustand entsprechen, werden die Anoden- bzw. Schirmgitterprüfspannungen reduziert.

Betrachten wir Karte 145 für die Prüfung der Endtriode, dann wird ein Anodenstrom von 18 mA bei einer Ua von 150V für gut befunden! Das ist zwar in Übereinstimmung mit den publizierten Kurven für die 3NF, aber der normale Ruhestrom im Ortsempfänger beträgt nur ca. die Hälfte, oder noch weniger! Funke hätte damit Rechnung tragen und die Anodenspannung dementsprechend reduzieren sollen.

Auch hierbei möchte ich bezweifeln, ob in Wirklichkeit 18 mA fließen, weil bei der Belastung die Spannung zusammen bricht, d.h. der Glimmstabi eventuell verlöscht?

Welche angepassten Ua Werte zu empfehlen sind, kann ich leider nicht sagen. Dazu fehlen mir die genauen Unterlagen und die drei (neuwertigen!) Mehrfachröhren als Referenz ....

MfG

 


 

Christian ADAM
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29.Dec.17 23:42

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Hallo Wolfgang,

Ich habe es probiert: also hier geht es um System 3 mit Karte 145

Meine 3NF zieht 7,5 mA ==> unbraubar aber nicht so weit won den 9mA (Brauchbar)

Eine erste 3NF7 zieht 9 mA ==> untere Grenze brauchbar

Die zweite 3NF7 zieht 19 mA ==> Gut

Und die 3NFB zieht auch 19 mA ==> Gut

Natürlich lasse ich nicht lange den Anodenstrom fliessen!

M f G , Christian

 

Wolfgang Holtmann
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30.Dec.17 10:25

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Danke Christian,
für die hilfreichen Messungen!

Also, das ist eine Bestätigung, dass Funke so brutal mit der Prüfung von den (jetzt) so wertvollen Mehrfachröhren umging....

Neu ist das für mich nicht. Karte 82 = AC2 von Juli 1938 prüft mit Ua 200V, Ug 0V und die GUT-Anzeige liegt bei 17 mA! Das ergibt eine Anodenverlustleistung von 3,4 W, wo laut Tabelle 2 W das Maximum ist. Der normale Ia im Arbeitspunkt ist mit 6 mA angegeben. Auch die RE134 wird während der Prüfung mit 150V und 24 mA überlastet. Der maximale Ia darf nur 15 mA betragen....
Weitere "dicke Hunde" sind die Karten 8 und (beim W19) Karte 920.

Ich selber besitze den Funke W16 mit (selbstgebautem) Loewe-Adapter. Mir fehlen nur die entsprechenden Röhren. Daher meine Bitte an Dich:
Teste Deine beiden 3NF7 und die 3NFB mit Karte 144 und teile uns bitte die Ergebnisse mit.

Diese Typen haben ja einen Mittelanschluss (8) der zum 1. System geht und zwar OHNE Anodenwiderstand! Wie ich schon schrieb, ich vermute einen viel höheren Ia, als die angegeben 0,4...0,7 mA.

MfG, Wolfgang

Christian ADAM
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30.Dec.17 14:01

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Hallo Wolgang,

Ich habe noch nie Messungen gemacht auf den 2 3NF7 die ich habe auf dem ersten System direkt durch die Anode. Warum hier:

- das erste System hat normal kein Verschleiss den arbeitet mit sehr wenig Strom (µA) durch den hohen Wert des Anodenwiederstand. Der Zustand der Röhre ist deswegen fast immer der Zustand des letztens System (wie unten zu sehen ist, ist erster System immer gut)

- das Risiko war mir zu hoch für eine Überlastung

- meine beide 3NF7 haben die Abdeckkappe nicht mehr : ich wollte nicht den 7. Kabel beschädigen

Also hier unter  die Messungen des erstens / zweiten System unter 135V und Nullgitterspannung (nicht auf FUNKE, Faden unter 4V Gleichstrom, angeschlossen wie auf dem Radio)... in Klemmen den Wert der Steilheit des Systems unter -1,5V Gitterspannung

             3NF: 50µA (9µA/V)

 erste 3NF7 : 75µA (9,2µA/V)

zweite 3NF7: 63µA (11µA/V)

Der angegebene Strom ist für die zwei Röhren L1 und L2, die Gitterspannung ist für L1

Wenn Interesse kann ich Dir die Excel tabellen senden mit mehr Messungen aber immer durch den Anodenwiederstand. In deiesem Fall : bitte mir ein Email senden.

Eine Frage : sollte mann diese Diskussion über 3NF nicht zur 3NF Seite bringen ?

Deswegen schreibe ich hier unten eine neue Antwort über mein Selbstbau eines LOEWE Adapter für den FUNKE W10 ...

 

 

 

 

 

Christian ADAM
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30.Dec.17 14:31

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Dank Wolfgang's Hilfe (speziel das Foto von dem original LOEWE Adapter mit der Nummern der Anschlüsse), habe ich mir gestern ein Adapter gebaut : die Fassung rechts ist original von einer 3NFW, die Fassung mitte (12 Stiffte) ist neu und kommt von Frag Jan Zuerst ... die andere ist leicht zu finden ...

Zwei unterschiede:

1) Der abisolierte Kontakt 6 gibt es nicht auf der 3NFW Fassung (nicht wichtig den unbenützt in dem FUNKE Test: die 3NFK und 3NFL auf Karte 146 verwenden wie die 3NFW auf Karte 147 nur die Büchsen 2 (Anode) , 4 (Gitter) , 5 (Kathode). Also habe ich auf dieser Fassung 3NFW nichts an Büchse 6 angeschlossen ... sonst Risiko Kurtschluss mit 5 !!!

2) Zwei Büchsen Schwartz (H1) und Rot (H2) sind durch ein B5 Stecker anzuschliessen auf der - durch die Karte - angezeichnete Fassung auf dem FUNKE W10. Vorteil ist, mann kann den Adapter verwenden mit anderen Apparate. Wenn Faden unter Gleichstrom steht (wie 3NF, 3NF7, 2NF ...) ist rot Plus und Schwartz Minus wie mann es denken kann ...

Hier die Fotos : alles kommt aus der eigene Fundgrübe. Die Platte hatte schon gedient ...

Ich hoffe, es kann anderen Kollegen mithelfen,

 

 

 

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Wolfgang Holtmann
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30.Dec.17 17:51

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Gratulation Christian!
Sehr schön gemacht, Dein Nachbau.

Mein Nachbau sieht so ähnlich aus und ich hatte auch das Problem mit Kontakt 6 an der Spezialfassung.

Um das dennoch zu verwirklichen, musste eine "Bastlerlösung" her... Siehe Foto.

MfG

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Lieber Christian

Du schreibst:

"Also hier unter  die Messungen des erstens / zweiten System unter 135V und Nullgitterspannung (nicht auf FUNKE, Faden unter 4V Gleichstrom, angeschlossen wie auf dem Radio)... in Klemmen den Wert der Steilheit des Systems unter -1,5V Gitterspannung

 3NF: 50µA (9µA/V)
erste 3NF7 : 75µA (9,2µA/V)
zweite 3NF7: 63µA (11µA/V)"

Bevor ich auf Deine Messungen eingehe, möchte ich Dich bitten, die Anodenwiderstände vom 1. System zu messen. Das geht zwischen den Anschlüssen a1 und A1-2.

Bitte auch für die 3NFB !

Danke im Voraus...

MfG

 

Christian ADAM
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30.Dec.17 23:09

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Hallo Wolgang,

Hier ein bischen mehr : in blau, Wert des Stromes der L2 (kann mann messen wenn Gitterspannung von L1 sehr negativ ist bis zum cut-off), in rot den Anodenwiderstand im Kaltenzustand

Also hier unter  die Messungen des erstens / zweiten System unter 135V und Nullgitterspannung (nicht auf FUNKE, Faden unter 4V Gleichstrom, angeschlossen wie auf dem Radio)... in Klemmen den Wert der Steilheit des Systems unter -1,5V Gitterspannung

           3NF: 50µA  (9µA/V)     21µA (nicht messbar)

 erste 3NF7 : 75µA (9,2µA/V)  26µA 2,565MOhm

zweite 3NF7: 63µA (11µA/V)   21µA 2,948MOhm

        3NFB: noch nicht gemessen   2,932MOhms

Für beide 3NF7 kann mann dann den Innenwiderstand der L1 rechnen:

erste : Ri = 135V/(75-26)µA - 2,565MOhms = 0,190MOhm

zweite : selbe Rechenmethode ergibt              0,266MOhm

In der Litteratur findet mann :

Anodenwiderstand Ra = 3MOhm

Innen widerstand Ri = 0,29MOhm

Stimmt nicht so schlecht ?

 

Wolfgang Holtmann
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31.Dec.17 11:23
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Vielen Dank Christian,
für die Messungen.

Wichtig war die Bestätigung, dass auch bei der 3NFB der Ra für Vorstufe(n) ca. 3 MOhm beträgt!

Damit ist die dringend notwendige Anpassung der Prüfmethode der drei(!) Mehrfachröhren weniger aufwendig.

Gemessen wird jetzt der Gesamtanodenstrom von System 1 & 2 welcher an A1-2 (=Buchse 1) zur Verfügung steht.
Wie schon dargelegt, durch die beiden sehr hochohmigen Außenwiderstände ist dieser im µA-Bereich und lässt sich nur mit einem empfindlichen externen Ampèremeter anzeigen.

Vorteile:
Der Strom wird hauptsächlich durch die beiden Anodenwiderstände bestimmt, welche oftmals weit außerhalb des nominalen Wertes liegen.

-------------

Für die Messung der Endtriode (Karte 145) schlage ich eine Reduzierung der Anodenspannung von 150 auf 100V vor, so dass die Mitte der Gut-Anzeige bei 10 mA zu liegen kommt. Aber das sollte man erst an einer guten 3NF und 3NFB erproben, bevor das endgültig wird....

MfG

Wolfgang Holtmann
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01.Jan.18 11:34

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Lieber Christian,
ich wünsche Dir in gesundes neues Jahr.

Da wir uns doch mit der Prüfung von Loewe-Mehrfachröhren beschäftigen, sehe ich bei meinem W16 auf Karte 163 (= 2HF alt, 1. System) einen Fehler !

Bitte mache mal Fotos von Deinen Karten 163 & 164 um zu sehen, ob das beim W10 ebenfalls der Fall ist?

MfG

 

Christian ADAM
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01.Jan.18 14:27

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Hallo Wolfgang,

Auch von mir an Dir und alle Rmorg Kollegen ein glückliches neue Jahr...

Ich möchte zuerst auf die Messung des erstens Systems der 3NF zurück kommen. Ich wollte dein Vorschlag experimentieren auf dem FUNKE W10, denn wie gemeldet waren meine andere Messungen unter Gleichstromfadenspeisung (4V der langsam anstiegt um dir Röhre zu schönen).

Zuerst : auf dem FUNKE ist 200V nicht gut stabilisiert (ich messe 237 V), aber 150 sind es mit der Glattungröhre (ich messe 149V). Also wollte ich dein Vorschlag testen unter 150V für mehr Precision.

Was daraus kamm stimmt nicht:

3NF: 42µA (52µA)

3NFB : 38µA (47µA)

Die Werte zwischen Klemmen sind mit H1 und H2 verwechelt ... Ich habe mit zwei guten µAmperemeter gemessen um sicher zu sein.

Also finde ich weniger als meine Messungen mit korrekter Gleichstromspeisung wie im Radiosatz... (und unter 135V) ... Siehe hier oben

Es hängt sicher daran, das die Gitterspannungen der drei Röhre nicht korrekt sind unter Wechselstrom Speisung... Dann habe ich auch noch die 4V Fadenwechselspannung kontroliert : die ist 4,7V auf dem Funke!!!

Also hier was ich davon halte :


Den FUNKE W10 sollte mann nicht nehmen für die ältere empfindliche LOEWE Mehrfachröhren mit Gleichstromfadenspeisung: Risiko zu gross und falsche Messungen die mann nicht interpretieren kann. Und wenn mann die 3NFW testen will, sollte mann besser auf 3,5V die Fadenspannung einsetzen ...

Für die Gleichstromröhren, empfehle ich eine 4V Gleichstromspeisung die stabilisiert ist und die langsam anstartet von 2 bis 4V. In der Anlage ein Foto von meinem Selbstbau (Fadengleichstrom speisung, 3 Hochspannungen, 2 Gitterspannungen, integrierte Messungen durch Multimeter der auf alle Spannungen und Ströme sehr einfach eingeschaltet sein kann mit einenm Drehschalter links)

 

 

 

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Vielen Dank für die ausführliche Diskussion zur Messung von Loeweröhren auf dem Funke Röhrenprüfer.

Ich selbst benutze den computergesteurten µTracer von Ronald Dekker. Er zeigt gleich die Kennlinie.

Die Anode der 3Nf ist problemlos für Messzwecke mit 18 mA belastbar. Für die Formierung werden Anoden bei der Herstellung mit einem Vielfachen belastet. Im Normalbetrieb natürlich nicht, da die Röhren dann eine kürzere Lebensdauer hätten.

Bei 18 mA sollte der Glimmstabi im Funke auch noch nicht verlöschen. Das macht er bei mir allenfals bei startken Endröhren wie AD 1 oder ähnlich. (Funke RPG 3/4)

Die Anodenwiderstände des 1+2 Systems sollen ca. 3 MOhm betragen, können aber durch Alterung und Belastung stark abweichen bei einzelnen Exemplaren bis zu 14 MOhm. Daher ist nicht die Emission der ersten Systeme das Hauptproblem, sondern die Alterung der Widerstände.Die Gitterableitwiderstände sollen zwischen  5 -9 MOhm liegen. (Messungen G. Eisenbarth)

Rüdiger Walz

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01.Jan.18 16:10

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@ Christian

Es geht darum, und das darf man nicht aus den Augen verlieren, mit dem Funke RPG(s) die div. Loewe Mehrfachröhren zu prüfen und zwar mit den dazugehörigen Prüfkarten.

Es ist bekannt, dass diese Sorte Röhrenprüfer KEINE genauen Messungen machen können, sondern nur eine einfache Emissionskontrolle, die durchaus eine Beurteilung über den Verschleiß ermöglichen!

Dein Vorschlag nur mit Gleichspannungen zu messen ist sicherlich besser und genauer, aber NICHT im Sinne der Besitzer der Röhrenprüfgräte. Diese wollen von den Vorteilen dieser Patent-RPGs profitieren, als da sind:

Auflegen der Prüfkarte, Stecker stöpseln und Röhre in den speziellen Adapter stecken. Dann Prüfschalter durchdrehen und in weingen Minuten weiß man, ob die Emission der Röhre gut, noch brauchbar oder gar unbrauchbar ist. Funke hat damit dem Anwender die Vorbereitungen und das Denkwerk abgenommen, so dass selbst wenig geschulte den Job machen können. Das hat sich Funke patentieren lassen und war ein großer Wurf...

ABER, es hat sich gezeigt, dass einige Karten fehlerhaft sind, manche selbst grob fehlerhaft !
Und genau das ist unser Bestreben, so gut wie möglich die Sache rechtzubiegen, im vertretbaren Aufwand natürlich. Schon deswegen, weil mir die Einfachkeit der Funke-Idee so gefällt... 

@ Herrn Walz

Sicherlich können Röhren kurzzeitig überlastet werden, das ist aber nicht der Grundgedanke bei der Röhrenprüfung à la Funke. Man strebt beim Prüfen einen ähnlichen -meist kleineren-  Anodenstrom wie im Anwendungsfall an. Alles im Rahmen der limitierten Möglichkeiten. Ich wiederhole, dass man bei der 3NF Endtriode 18 mA Ia für gut heißt, ist nicht vertretbar und meiner Meinung nach ein Fehler, der aber glücklicherweise zu korrigieren ist !

MfG

Christian ADAM
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01.Jan.18 22:52

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Hallo die Herren,

An Herr Waltz: vielen Dank für's einspringen. Die Röhren können ja natürlich wie sie es zeigen eine kurzzeitige Überlastung überleben... Aber mit den raren guten LOEWE Mehrfachröhren möchte mann kein Risiko eingehen. Mann möchte nicht sagen: ich hatte eine gute LOEWE aber mit dem unendlichen Messen habe ich die kaput geschaft ;-). Auf meiner Seite habe nur eine sehr gute 3NF7, keine zwanzig ;-). Danke für diese interessante Diskussion ... Ist das nicht wunderbar dass mann noch in 2018 international über die LOEWE Mehrfachröhren noch offene Fragen die Meinungen teilen kann ?

An Wolfgang : ich bin völlig OK mit was Du schreibst über FUNKE. Ich besitze einen METRIX 310 RPG, der leistet viel mehr wenn mann sich auskennt aber ... mann kann schon Blödsinn machen: ich habe selber schon Röhren kaput gemacht mit einer falschen Einstellung. Ausser dem braucht ein Test Zeit: mann muss die Tabelle lesen und mehr als 12 Schalter gut einstellen ... und am Ende wenn die Messung gemacht wird muss mann noch warten weil der Faden nicht aufgewärmt war im Kurzschlusstest...

Gans anders ist es mit dem FUNKE (ich habe es mit meinem FUNKE W10 entdeckt) : einfacher und angenehmer geht es nicht und - wenn die Karte richtig ist - kann absolut nichts schief gehen (kein Zerstörungsrisiko) ... und der Test geht viel schneller weil der Faden gespeist ist im Kurzsclusstest ... Also sehr schnell und ohne Risiko weisst man was man will : ob die Röhre noch gut/brauchbar ist oder nicht. Genau das wollte ich für meine Mehrfachröhren...

Als ich diesen Thread geöffnet habe, wollte ich wissen, wie es geht die LOEWE Röhren testen mit dem FUNKE W10. Dank deiner Unterstützung habe ich sehr schnell den Selbstbauch Adapter machen können (siehe Antwort  11) und es an den RPG FUNKE W10 anschliessen können. Aber auch da ich die Faden Speisung auch durch Büchsen anschliessen kann, kann ich auch den neuen Adapter an meinem gezeigte Selbstbau Gleichstromröhrenspeisung anschliessen (siehe Antwort 17). Die ist besser geignet für tiefere Analyse ...

Also alles kommt darauf an, was mann für Ziel hat ...

Wer schnell Röhre testen will nimmt den FUNKE

Wer mit richtiger Gitterspannung und andere Spannungen messen wil nimmt ein METRIX oder ein anderer komplizierter RPG

Und wer Gleichstromröhren messen will unter Gleichstrom wie im Schatlplan muss noch ein Schritt weiter ...

Last but not least, den LOEWE Adapter erlaubt die Röhre ohne Risiko mit der richtigen Fassung anzuschliessen,

Ich sende Dir in der Anlage das angefragte Foto der Karten 163 und 164 für die 2HF...

Schöne Grüsse aus Frankreich und ... sorry für meine Fehler wenn ich deutsch schreibe...

Christian

 

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Wolfgang Holtmann
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02.Jan.18 12:00

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Zunächst:

Mach Dir keine Sorgen, was Dein Deutsch betrifft Christian, prima zu verstehen !!
Schau mich an, ich bin Deutscher, lebe aber seit 45 Jahren in den Niederlanden, bin mit einer Holländerin verheiratet und spreche deswegen täglich Niederländisch. Leider verliere ich dadurch manchmal das Gefühl für meine Muttersprache, vor allem die korrekte Anwendung des 3. und 4. Falls....

------------

So, nun wieder zurück zum Thema: Funke und die Loewe-Mehrfachröhren, was kann man da noch retten?

Das sind Deine beiden Karten vom W10:

Und das zum Vergleich meine vom W16:

Als Erstes fällt auf, beim W10 und W16, das Steuergitter des 1. Systems hängt in der Luft! Es wurde die Verbindung nach Katode vergessen. Das habe ich mit dem neuen Loch 3 verbessert.

Hier der Stromlauf zur Verdeutlichung:

Dann sind Unterschiede für die Markierung der Gut-Anzeige (Mitte).

--- W10, Karte163, I. System ~ 350 µA ............ W16 ~ 140 µA
--- W10, Karte164, II. System~ 220 µA ............ W16 ~ 320 µA

EDIT:   Mir fällt jetzt erst auf, dass beim W10 mit Ua 100V und beim W16 mit 150V geprüft wird!

Allerdings muss man beachten, das ältere W10 hat als kleinsten Strombereich 2,5 mA, wogegen beim W16 1 mA eine bessere Auflösung zulässt.

Da ich keine Referenzen zur objektiven Beurteilung habe, kann ich nicht sagen, was nun richtig ist. Wohl habe ich eine gebrauchte 2HF zur Verfügung, die für beide Syteme auf dem W16 die untere "Gut" Markierung zeigt.

Stutzig macht mich der Text auf Karte163: "Gut, falls Meßinstrument überhaupt etwas anzeigt"
Das lässt vermuten, dass Funke damals selbst nicht so recht wusste, wie der Hase läuft.

Dabei wäre es doch so einfach gewesen:
Bei der Fa. Loewe um eine Leihgabe von allen Mehrfachröhren zu ersuchen, die in ihren elektrischen Werten als "normal" gelten. Dies wäre eine praktikabele Lösung gewesen, realistischer, als am Schreibtisch Berechnungen zu machen .....

MfG

 

 

 


 

This article was edited 02.Jan.18 13:23 by Wolfgang Holtmann .

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02.Jan.18 19:28

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Als Rentner habe ich ja viel Zeit.

Heute nochmal die Karten 163 & 164 zur Hand genommen und dabei entdeckt, dass ich damals das Sockelbild mit der Hand angepasst habe, um das in Übereinstimmung mit der 2HF alt -also mit den Raumladegittern- zu bringen. Dazu muss man den Werdegang dieser Hochfrequenz-Verstärkerröhre betrachten.

Da wurde zuerst die 2HF mit Raumladegitter produziert. Wir nennen diesen Typ 2HF alt.

Danach hatte man die Raumladegitter weggelassen. Wir nennen diese Typ 2HF neu. Das entsprechende Sockelbild stand auf meinen Karten 163 & 164 vom W16.

Durch den Hinweis "Alte Type, die nicht mehr hergestellt wird; dafür heute HF30 wählen"  ging ich davon aus, dass diese Karten für die 2HF alt gedacht sind. Wie ich schon schrieb, meine gebrauchte 2HF alt ist (nach dem zusätzlich angebrachten Anschluss 3) damit zu prüfen.

Wenn ich nun in Gedanken die von mir gemachte Änderung des Sockelschaltbildes rückgängig mache, dann habe ich die ursprüngliche Situation passend zur 2HF neu, also ohne Raumladegitter!

Jetzt kommen Zweifel auf,
waren die Karten 163 & 164 schon immer nur für die 2HF neu gedacht? Dann brauch kein extra Loch 3 zugefügt werden. Nur der Gitteranschluss kommt nicht an Buchse 4, sondern an 3 des Loewe-Adapters !

Ganz schön kompliziert, nicht wahr....?

MfG

 

  
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