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Maschinensender

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Papers » Radio-History, beginning 1909 » Maschinensender
           
Georg Richter
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01.Mar.07 22:20

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Maschinensender

Als man im Anfang der Entwicklung des Funkwesens dem damaligen Stande der Technik gemäß die langen Wellen bevorzugte, schien die brauchbarste Lösung zur Erzeugung der Sendeschwingungen die Hochfrequenzmaschine zu sein. Sie war sehr betriebssicher, frei von störender Modulation (bei langen Wellen!) und in der Leistung nahezu unbegrenzt. Die Maschinensender sind auch bis heute auf langen Wellen den Röhrensendern überlegen.

So schrieb Herr Dipl.-Ing. W. Lehmann etwa 1930 in seinem Buch
'Die Rundfunktechnik'. Weiter:


Man teilt die Hochfrequenzmaschinen in zwei Hauptgruppen ein, die Wechselpol- und die Gleichpoltypen.
...

Die ersten Großstationen wurden mit diesen Wechselpolmaschinen ausgerüstet, auf denen Goldschmidts Maschinensenderschaltungen fußten. Da die Frequenz der Sender im allgemeinen höher lag, als die Maschinen hier liefern konnten, benutzte Goldschmidt die Wechselinduktion zwischen Rotor und Stator, um eine Frequenzsteigerung zu erzielen.
...
Nebenwellen, Drehzahlregelung und Trillerton ziehen dem Maschinensender eine Grenze etwa bei 350 bis 400 m Wellenlänge. Oberhalb dieser Grenze aber ist er in letzter Zeit mit dem Röhrensender in erfolgreiche Konkurrenz getreten. Der Münchener Sender (λ=534 m) und ein in Witzleben in Bau befindlicher Sender (λ=418m) sind Rundfunkmaschinensender.

Soweit als Auszug ... vollständig siehe Anlage.

Freundliche Grüsse
Georg Richter


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This article was edited 11.Mar.07 22:22 by Georg Richter .

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2 Auch der renommierte Oberpostrat und stellvertretende Leiter der Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost, Dr.-Ing. habil. FRITZ VILBIG,  hat sich dieses Themas in seinem 'Lehrbuch der Hochfrequenztechnik' angenommen.

Zitiert sei aus der 2. Auflage 1939:


Die Schwingungserzeugung.
§2. Andere Methoden zur Erzeugung elektrischer Schwingungen
III. Maschinensender

A. Maschine von ALEXANDERSON.
B. GOLDSCHMIDTsche Maschine. (siehe auch bei Lehmann)
C. Maschinensender mit ruhenden Frequenzwandlern.
    1. Maschinensender von Telefunken.
    2. Maschinensender von Lorenz.
    3. Maschinensender für kleine Wellenlängen (Rundfunkwellen).
    4. Tourenregelung der Maschinensender

Zu dem auch von Lehmann beschriebenen "Trillern" des Münchener Rundfunksenders schreibt er:

"Die Schwierigkeiten der Regelung nehmen mit wachsender Senderfrequenz zu. Beim Münchener Maschinensender wurde die Konstanthaltung der sehr hohen Rundfunkfrequenzen durch die ... HERZOGsche Fein- und Grobregelung in Verbindung mit dem SCHMIDTschen Regler erreicht."

Die Beachtung der Anlage empfiehlt mit freundlichen Grüssen
Georg Richter

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This article was edited 27.May.07 00:44 by Georg Richter .

Georg Richter
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18.Mar.07 02:09

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Das zeitgenössische undatierte sechsbändige Werk 'Erfindungen und Fortschritte', im Gefion-Verlag  von Professor Dr. E. Everling unter Mitarbeit von Börge Houmann und Alfred Richard Weyl herausgegeben, schreibt zwar in Band V mit dem Titel 'Verständigung' sehr wenig Erhellendes über Maschinensender 
("Die GOLDSCHMIDTsche Maschine ist bei deutschen Großfunkstellen, z.B. Eilvese, praktisch verwertet worden. Für das Funksprechen ist das Verfahren weniger brauchbar, da  es schwierig ist die Drehzahl der Maschine gleich zu halten. Darauf kommt es aber bei der Funktelephonie besonders an.",
zeigt nichtsdestotrotz aber diese schönen Bilder:



Fig.33. Schaltpult des 50 kW - Lorenz - Maschinensenders von Königswusterhausen
bei Berlin



Fig. 34. Hochfrequenz-Maschinensatz der beiden Lorenz - Telephonie - Maschinensender
von 10 und 20 kW in Königswusterhausen



Fig. 35. Abstimmittel des Lorenz - Maschinensenders von 50 kW in Königswusterhausen



Fig. 36. Gesamtansicht der Schaltanlagen des 20 kW - Lorenz Kurzwellensenders Nauen



Fig. 37. Die Maschinenanlage des Weltrundfunksenders Zeesen bei Königswusterhausen
(Bergmann Elektricitätswerke)


Bezüglich der Bildunterschrift Fig.36 darf man sich nicht täuschen - damals hiessen die Mittelwellen noch Kurzwellen, da kürzer als Langwellen.


Freundliche Grüsse
Georg Richter




  
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