radiomuseum.org

 
Please click your language flag. Bitte Sprachflagge klicken.

Mit Neuberger 375 die Röhre ED 500 messen ...

Moderators:
Jacob Roschy Martin Renz Ernst Erb Bernhard Nagel Eilert Menke 
 
Please click the blue info button to read more about this page.
Forum » Valves / tubes - Semiconductors » VALVES/TUBES / SEMICONDUCTORS in RADIOMUSEUM » Mit Neuberger 375 die Röhre ED 500 messen ...
           
Walter Lidschreiber
Walter Lidschreiber
 
A  Articles: 57
Schem.:
Pict.: 0
11.Dec.18 19:32

Count of Thanks: 1
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1

ist das möglich ??

Ich habe verschiedene Aufbauten versucht, habe aber nur max. 500V zu Verfügung >>> kann aber keinen Anodenstromfluß bekommen.

Hat wer Erfahrung ??

LG von Walter

Steffen Thies
 
Editor
A  Articles: 208
Schem.: 5
Pict.: 20
11.Dec.18 22:13
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2

Mit meinem Selbstbau-Röhrenprüfer konnte ich bei der PD 500 gut die Emission messen. Die Prüfung erfolgt mit 24 V Wechselspannung und 560 Ohm in Reihe, die bei dieser Röhre nur zwischen Kathode und Gitter angelegt werden müssen. Der Richtstrom beträgt 6...7,5 mA. Vielleicht können Sie die Röhre ähnlich schalten.

Kennlinienaufnahme oder andeutungsweiser Normalbetrieb ist mir auch mit 1,2 kV aus dem Kondensatortester nicht gelungen.

 

Grüße,

 

Steffen Thies
 

Walter Lidschreiber
Walter Lidschreiber
 
A  Articles: 57
Schem.:
Pict.: 0
12.Dec.18 08:41

Count of Thanks: 1
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3

Hallo Herr Thies,

vielen Dank für die Anregung.

Ich werde es die Tage mal versuchen und mich wieder melden.

Grüße von Walter

Andreas Steinmetz
 
Editor
D  Articles: 620
Schem.: 81
Pict.: 37
13.Dec.18 00:15
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4

Hier lohnt sich ein Blick über den Tellerrand hinweg zu Funke: Beim W20 werden die Ballasttrioden im Prinzip einer Leistungsmessung (Kathodenergiebigkeit) unterzogen. Dabei wird nicht der normale Arbeitspunkt verwendet, sondern die Kathode durch positive Gitterspannung in Richtung der Sättigung gebracht und der sich bei mittlerer Anodenspannung ergebende Anodenstrom gemessen und bewertet. Die Prüfdaten im Einzelnen:

  • Karte 1154 (PD500): Uf=7,5V, Ug1=+3V, Ua=400V. Gut ab Ia=0,67mA
  • Karte 1150 (ED500): Uf=6,3V, Ug1=+4V, Ua=200V. Gut ab Ia=0,77mA

Interessant sind die leicht unterschiedlichen Prüfdaten, was ich aber nicht auf unterschiedliche Röhreneigenschaften zurückführe (die Röhren sind bis auf die Heizung gleich), sondern eher auf Weiterentwicklungen der Prüfbedingungen bei Funke. Mit beiden Einstellungen habe ich schon viele Ballasttrioden erfolgreich geprüft und kann sie daher weiterempfehlen, auch für andere Röhrenmessgeräte. Emissionsschwache Ballasttrioden sind zwar selten, aber gefährlich, denn sie können einen unzulässigen Anstieg der Hochspannung verursachen!

Die neueren Ballasttrioden ED510/PD510 haben die gleichen Systeme wie die älteren ED500/PD500 und können deshalb unter denselben Bedingungen geprüft werden. Aber Achtung: Die Pinbelegungen unterscheiden sich (zumindest offiziell)!

Weitere Infos zum Thema findet man auch bei den Prüfkarten zum W19, die uns hier in digitaler und korrigierter Form zur Verfügung stehen. In dem Verzeichnis werden vom W20 abweichende (weil auf die Festspannungen des W19 abgestimmte) Prüfdaten angegeben, sowie alternative Messmethoden mit Wechselspannung. Am besten das PDF downloaden und z.B. im Acrobat Reader die Suchfunktion benutzen.

This article was edited 13.Dec.18 14:25 by Bernhard Nagel .

Walter Lidschreiber
Walter Lidschreiber
 
A  Articles: 57
Schem.:
Pict.: 0
13.Dec.18 08:29

Count of Thanks: 1
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   5

Hallo Herr Steinmetz,

vielen Dank für diesen sehr informativen Hinweis - hiermit kann ich viel anfangen - auch bei Problemen mit anderen Röhrn >>>> 1000 Dank.

Liebe Grüße von Walter

  
rmXorg