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Nachruf Prof. Dr. Dr.-Ing. e.h. Berthold Bosch

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Rüdiger Walz
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11.Mar.19 16:45
 
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Des RM.org Mitglied und GFGF Ehrenmitglied Prof. Dr. Dr.-Ing. e.h. Berthold Bosch ist verstorben.

Am 13.2.2019 verstarb GFGF Ehrenmitglied Prof. Dr. Dr.-Ing. e.h. Berthold Bosch im Alter von 89 Jahren. Prof. Bosch war seit 1988 Mitglied und seit 2008 Ehrenmitglied der GFGF e.V. und viele Jahre auch Mitglied im Radiomuseum.org.

Alleine in der Zeitschrift Funkgeschichte hat Prof. Bosch mehr als 46 Artikel veröffentlich und zusätzlich viele Artikel über historische Funktechnik in anderen Publikationen.

In Gegensatz dazu hat Prof. Bosch in seinem Berufsleben an hochmodernen Entwicklungen gearbeitet. Er studierte in Aachen bei Prof. Döring Elektrotechnik/Nachrichtentechnik, und nach einem Auslandsaufenthalt bei Prof. E. E. Zepler in England ging er zu Telefunken und wurde dort Mitarbeiter von Prof. W.T. Runge. Er war also in engem Kontakt mit den damaligen Größen der Hochfrequenztechnik. Ab 1970 wurde er Professor für Elektronische Bauelemente an der Ruhr Universität Bochum. 1996 erhielt er den Ehrendoktortitel von der Universität Ilmenau.

Ich lernte Prof. Bosch als überaus kompetenten Gesprächspartner und äußerst freundlichen Menschen kennen.

Unser Mitgefühl ist bei seiner Familie und wir werden ihn in unserem Kreis sehr vermissen.

Dr. Rüdiger Walz

 

This article was edited 11.Mar.19 16:46 by Rüdiger Walz .

Ernst Erb
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15.Mar.19 19:02

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Rüdiger hat vor allem die sachliche Kompetenz von Berthold erwähnt aber auch den äusserst freundlichen Menschen. Bei dem Punkt möchte ich einhaken und zuerst seiner Familie mein herzliches Beileid aussprechen. Leider erreicht das auch seine geliebte Frau, Sigrun, nicht mehr.

Mein erster Kontakt zu Berthold war sein spontanes Schreiben vom 3.1.1990 zum Erscheinen von "Radios von gestern" und ich war überrascht wie positiv er das Buch als Professor und besonders guter Sachkenner beurteilte. Dabei legte er auch einiges an Fachwissen offen. So z.B. über den zweipunkt-Abgleich des Superhets von Wilhelm Runge 1924, doch ersetzt durch den bekannten Dreipunkt-Abgleich durch Sowerby. Mich bewegte, dass ein mir unbekannter Leser in dieser Position überhaupt auf mein Buch einging. Das spricht sehr für den Mensch Berthold Bosch. Siehe Beilage.

Spätestens 2001 waren wir befreundet, doch leider weil er gesundheitliche Ratschläge brauchte, die ihm aber offensichtlich viel geholfen hatten.

Damit das nicht wie ein Gefälligkeitsschreiben aussieht, hatte er meine Anfrage übe das junge Projekt Radiomuseum am 26.10.2004 in Sie-Form beantwortet. Man sieht aber sofort (siehe Beilage) wie er das Unterfangen mit Weitsicht beurteilte und seine Entwicklungsmöglichkeiten erkannte.

Unser erster Besuch in seinem Heim wirkte auf mich wie eine gediegene, warme und dennoch nicht auffällige Umgebung eines Professors, wie ich ihn mir in der Jugend vorstellte. Dazu kam seine verständnisvolle, ruhige und ermutigende Art, wie er Themen behandelte. Auch zeigte er ein grosses Engagement mit Detailtreue bei dem was er tat.

Heute bereue ich es, dass wir wegen der grossen Distanz so wenig persönliche Kontakte hatten. Berthold Bosch bleibt sicher nicht nur mir sehr positiv in Erinnerung.

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