Oktode VK2

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Dieser Artikel betrifft das Bauteil: Zur Röhre/Halbleiter

Oktode VK2 
13.Mar.26 10:18
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Jacob Roschy (D)
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Jacob Roschy

Nun erschien hier im RM im Februar 2026 erstmals ein Exemplar einer Oktode VK2, offensichtlich ein Prototyp einer Allstrom- Version der Oktode AK2 in der V-Serie.

Entsprechend ihrer äußeren Ähnlichkeiten zur VF3 mit dem altem Telefunkenstern, goldener Metallisierung und Aufdruck „Bi“, wurde sie höchst wahrscheinlich parallel zu dieser hergestellt.

Die Herstellung dieses Prototyps erforderte keinen besonders hohen Aufwand. Man nahm das System einer AK2 oder CK1 und bestückte es mit einem Heizfaden für 55V, 50 mA, wie er schon bei der VC1 oder VL1 zur Anwendung kam.

Auf diese Weise hätte man mühelos von jeder Vorstufenröhre der A- oder C- Serie eine V- Version herstellen können, z. B. eine VB2, VBC1 oder VH1.

Nun stellt sich die Frage, wie man diese Oktode VK2 hätte verwenden können ?

Eine Oktode dient zur Umsetzung einer Empfangsfrequenz auf eine Zwischenfrequenz, dem Grundprinzip des Superhet- Empfängers.

Die Heizspannung dieser V- Röhren lag jedoch bei 55V, daher wurde mit nur 4 Röhren die damalige Netzspannung 220V erreicht.

Zu der Oktode VK2 hätten also nur noch 3 weitere Röhren hinzugefügt werden können, davon waren die Endpentode VL1 wie auch die Gleichrichterröhre VY1 unabdingbar.

Es wäre also nur noch eine weitere Röhre möglich gewesen.

Somit hätte man diese Oktode VK2 nur in einem Audion- Sparsuper verwenden können.

Ein solcher Sparsuper besteht aus einer Mischstufe mit einem ZF- Bandfilter im Ausgang, gefolgt von einer Audion- einer Endstufe und und Gleichrichterröhre.

Dieses Schaltungsprinzip war jedoch nicht sehr verbreitet.

So findet man von Braun das Modell Super 137W mit dem Röhrensatz AK2 – AF7 – AL4 – AZ1, 
sowie das Modell Super 137GW mit dem Röhrensatz CK1 CF7 CL4 CY1.

Von Walter Arlt wurde der 3-Röhren-Super 36W als Bausatz Nr. 106 angeboten, mit dem Röhrensatz AK2 – AF7 – AL4 – AZ1.

Die geringe Verbreitung dieses Audion- Sparsupers liegt möglicherweise daran, dass man den Mehraufwand im Verhältnis zum Mehrnutzen gegenüber einem Zweikreis- Empfänger als zu gering einschätzte.

 

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