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Paste in Piezo-Tonabnehmern

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Sebastian Göbel
Sebastian Göbel
 
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13.Jul.09 21:12

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Vor geraumer Zeit hatte ich schonmal ein Kristallsystem in der Hand, dessen innere Bestandteile sich weitestgehend aufgelöst hatten. Daher verwunderte mich auch eine grüne Paste nicht weiter, mir der der Abnehmer angefüllt war.

Bei einem anderen funktionstüchtigen Exemplar (Aufschrift Telefunken T20/2) stiess ich diesmal auf eine weisse Paste. Kann mir jemand sagen was es damit auf sich hat? Da ich das Teil gern mal gründlich reinigen würde: lässt sie sich ersetzen?

 

Schöne Grüße,

Sebastian Göbel

Rüdiger Walz
Rüdiger Walz
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14.Jul.09 22:48
 
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Für Kristalltonabnehmer verwendete man früher Seignettesalzkristalle, das ist ein Natrium-Kaliummischsalz der Weinsäure. Die Kristalle sind feuchtigkeitsempfindlich, daher findet man in alten Tonabnehmern, die feucht gelagert wurden nur noch die von Ihnen beschriebenen grünen Zersetzungsprodukte. Die grüne Farbe rührt von Kupferanschlüssen am Kristall her, die ebenfalls korrodiert sind.

Man hat daher die Systeme später gut gekapselt oder mit einer Schutzfüllung der beschriebenen weißen Paste versehen. Sie kann auch dazu gedient haben Resonanzen der Kristalle zu vermeiden. Leider habe ich bei meinen Recherchen keinen Hinweis auf die Zusammensetzung der Paste gefunden.

Ich würde das System auf keinen Fall von Innen reinigen, da der Kristall dabei zerstört werden kann.

Modernere Systeme beruhen auf Bariumtitanat/-zirkonat, das feuchtigkeitsunempfindlicher ist.

Rüdiger Walz

 

 

This article was edited 14.Jul.09 22:53 by Rüdiger Walz .

Sebastian Göbel
Sebastian Göbel
 
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15.Jul.09 18:42

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Hallo Herr Walz,

ich danke Ihnen für die Erläuterung, die genau zu meinen Beobachtungen passt.

 

Gruß,

Sebastian Göbel

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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16.Jul.09 08:16

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Diesen aelteren Vorgang, kann man da anhaengen.

hmk

 

  
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