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philips: BD633A; Saturn 54 hier: ZF Sperrkreis

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Hans Kamann
Hans Kamann
 
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04.Feb.04 07:34

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Laut Abgleichanleitung sollte der ZF Sperrkreis bei AM auf Minimum abgeglichen werden. Ich denke, die Anleitung ist nicht vollständig, die genannte Spule "S16" ( Bandfilter aus S16 und C29) kann nur die Abstrahlung der ZF in die Antenne vermindern, es müsste heißen: Minimum am Antenneneingang - Oszilloskop erforderlich. Stimmt diese Vermutung ?

Nach umfangreicher Reparatur spielt das Gerät auf allen AM Bereichen hervorragend, bei FM jedoch sind die Wiedergaben letwas verzerrt, speziell die Bässe klingen nicht rein sondern so, als liege man leicht neben dem eigentlichen Sender. Mir fehlt noch eine Strategie zur Fehleranalyse. Empfangsleistungen sind gut. Die vorhandenen Fehler im AM Bereich ließen sich leicht mit meinem dig. Oszilloskop finden, da dies bis max. 5 MHz die Frequenz anzeigt, leider geht dies bei FM nicht mehr. Vielleicht hat jemamand einen oder mehrere gute Vorschläge zur Problemanalyse.

Anmerkung: Der zweite Teil dieses Threads ist mittlerweile gelöst, Ursache war eine nicht einwandfreie EC92 . Nach Austausch und erneutem Oszillatorabgleich jetzt einwandfrei.

Gruss

This article was edited 04.Feb.04 16:08 by Hans Kamann .

Andreas Steinmetz
 
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04.Feb.04 16:50

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Hallo Hans,

ZF-Sperrkreise dienen in erster Linie dazu, eine evtl. von der Antenne kommende Störspannung, die frequenzmäßig in der Nähe der eigenen ZF liegt, gleich am Eingang abzuriegeln. Tut man das nicht, dann kann diese bis in den eigenen ZF-verstärker gelangen, wird dort verstärkt und ergibt durch Überlagerung mit der eigenen ZF ein mitunter starkes Überlagerungspfeifen, das sich nicht mehr herausfiltern läßt. Als Quelle für solch eine störende Spannung am Antenneneingang könnte z.B. ein anderes AM-Radio in Frage kommen. Dieses könnte direkt aus dem ZF-Verstärker in die Umgebung senden, oder über dessen eigenen, ungenügend blockierten Antenneneingang. Normalerweise dürfte der erste Weg überwiegen, aber wenn eine Langdrahtantenne verwendet wird, dann könnte auch der zweite Weg ein echtes Problem darstellen. Und dagegen würde wiederum eine ZF-Sperre im Antenneneingang helfen. Womit wir wieder am Ausgangspunkt unserer Überlegungen angelangt wären...
Im Prinzip ist es egal, in welcher Richtung man den Abgleich durchführt: am Ende steht immer eine korrekt abgeglichen ZF-Falle. Da die ausgestrahlte ZF am Antenneneingang aber nur sehr gering und damit schwer nachweisbar ist, ist der Abgleich auf Minimum hinter dem Sperrkreis viel leichter zu erreichen, weil man dann einfach nur die Meßsender-Ausgangsspannung genügend hoch einstellen muß.
Zum Problem des FM-Empfanges: Vermutlich ist mal wieder ein unsymmetrisch abgeglichener Ratio-Detektor für die Verzerrungen verantwortlich. Außerdem sollte man bei solch einer Gelegenheit den oft tauben Ratio-Elko überprüfen oder gleich auswechseln. Außerdem sollte man alle anderen ZF-Kreise auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen, aber nur dann verstellen, wenn man auch in der Lage ist, den vorgeschriebenen Abgleich durchzuführen. Reagiert ein Kreis dabei auffallend wenig, dann gibt es dort bestimmt einen Fehler (Parallel-C taub?).

 

Tschüß

Andreas Steinmetz

This article was edited 04.Feb.04 17:02 by Andreas Steinmetz .

Hans Kamann
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04.Feb.04 20:04

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Hallo Andreas,

danke für die Hinweise. Das von Dir Gesagte macht Sinn. Ich hatte das Gerät nochmals, nachdem der Oszillator einwandfrei arbeitete, abgeglichen. Ich habe zwar keinen "geeichten" Sender und mein Oszi kann keine Freqenz > 5 MHz errechnen, aber "meine ZF" liegt schon sehr nah bei 10.7 MHz ( KW Vergleich mit versch. anderen Radios). Die NF wird jetzt wirklich einwandfrei wiedergegeben. Ein schöner Klang auch bei großer Lautstärke. Ich hatte auch vorsichtshalber alle "Bonbon"- und Teer - Kondensatoren ausgetauscht.

Das Saturn 54 ist jetzt, nach äusserer und innerer Restauration ein echtes Schmuckstück geworden. Hat ein tolles Nachtdesign.

Gruss

  
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