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philips: PM6301 (PM 6301); RCL-Messbrücke, versch. Versionen

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Hans-Dieter Haase † 5.2.18
Hans-Dieter Haase † 5.2.18
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18.May.06 19:25

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Philips hat dieses Gerät offensichtlich über einen längeren Zeitraum gebaut und immer wieder Änderungen eingebracht. Das betrifft sowohl das äußere Design als auch Schaltungsdetails. Das Grundprinzip der Schaltung und die Bedienung ist jedoch immer gleich geblieben.
Die hochgeladenen Bilder zeigen das Gerät in der Version PM6301/06 (siehe Typenschild). Die hochgeladene Beschreibung scheint sich auf die Ursprungsversion zu beziehen (ohne Versionsangabe).


Äußerlich fällt bei der Version 06 das modernere Design der Frontplatte und der Bedienelemente auf. Statt der Kaltgerätebuchse ist das Netzkabel fest angebracht.  An der Rückseite sind zwei zusätzliche Buchsen +/- BIAS vorhanden. Die Betriebsanzeigeleuchte auf der Frontplatte fehlt.

Beim Vergleich der Schaltung meiner Version 06 mit der hochgeladenen Anleitung fand ich folgende Unterschiede:

1. Verstärker und Nullindikator
Der ursprüngliche Empfindlichkeitseinsteller R104 (Gegenkopplungsgrad) ist als Trimmpotentiometer ausgeführt und ist im Gehäuse rechts oben angeordnet. Der neue Empfindlichkeitseinsteller in der Frontplatte ist ein logarithmisches 1M-Potentiometer und ersetzt R28 vor dem zweiten System der ersten ECC83 (B2), Schleifer an G1 des zweiten Systems der ECC83. Zusätzlich besitzt dieses Potentiometer einen Drehschalter, der in Nullstellung die Anodenspannung der Indikatorröhre EM84 abschaltet.
Der Widerstand R34 vor der EM84 ist durch eine Diode ersetzt worden (Durchlassrichtung nach Masse). R36 hat statt 3M einen Wert von 4M.

2. 1000Hz-Generator
Der Widerstand R1 ist aufgeteilt worden in einen Festwiderstand von 30k und in Reihe dazu ein Trimmpoti von 10k zur Justierung des Generators (angeordnet auf Printplatte links oben).

3. Stromversorgung
Entbrummer R105 und Betriebsanzeigeleuchte entfallen. Die Speisung des Zerhackers erfolgt getrennt zur Röhrenheizung aus einer zusätzlichen 6,3V-Wicklung. Die Anschlussbezeichnung der Sekundärwicklungen hat sich geändert. Über die Buchsen +/- BIAS kann bei den beiden großen C/L-Bereichen, wenn die Brücke mit 50Hz gespeist wird, die Brückenspeisespannung mit einer externen Gleichspannung gegenüber Masse angehoben werden. Die Buchse +BIAS ist eine Schaltbuchse, die die Masseverbindung auftrennt und ein Einschleifen der externen Spannung ermöglicht.

Möglicherweise habe ich noch einige Kleinigkeiten übersehen, z.B. habe ich nicht alle Bauelemente bezüglich der Größe untersucht.

Zur Beschreibung ist noch anzumerken, dass sie sehr gut die Grundlagen der drei Brückenarten Wheatstone, de Sauty und Maxwell-Wien für RCL-Messung beschreibt und außerdem die industrielle Umsetzung in die Praxis zeigt. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die Informationen zu dieser Thematik suchen.

Hans-Dieter Haase

This article was edited 20.May.06 09:37 by Hans-Dieter Haase † 5.2.18 .

  
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