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Probleme mit den ersten 110° Bildröhren in der DDR

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Wilfried Haack
 
 
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15.Nov.20 00:26

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Als ich in einem Beitrag WF las erinnerte ich mich an einen interssanten Fall:

Die ersten 110° Bildröhren von WF waren ein "Problemfall":

Bei Reparaturen wurden immer wieder Bildröhren defekt, wenn man nicht SEHR vorsichtig beim aufklappen des Chassis darauf achtete dass die Kabel zur Bildröhre nicht zugbelastet wurden. Wenn man nicht vorsichtig war , "zischte" es und die Bildröhre war defekt.

Eines Tages kam ein Techniker von WF in unsere Werkstatt um eine 43cm 110° Bildröhre zu Tauschen.

Irgendwie gaben sie wohl den Werkstätten die Schuld? Wie auch immer der Techniker wechselte aus.

Ich befragte ihn was denn die Ursache der "Ausfälle " wäre. Ich war Lehrling im 2. Lehrjahr!

Der Plasteteil der Fassung wurde an den Pumpstutzen der Bildröhre geklebt und wenn der Zug an den Kabeln zu stark war brach der Pumpstutzen ab.

Das war 1960 VOR der Mauer und wir hatten oft FS Geräte aus Westberlin zur Reparatur, die "rübergeschmuggelt" wurden(hi).

"Bei  den Geräten gab es nie solche Probleme", sagte ich zu ihm!

"Ja, die haben einen speziellen Kleber der die Fassung nicht am Pumpstutzen, sondern an dem Glas rund um die Stifte festklebt. Diesen Kleber haben wir nicht"! Sagte er.

Aha! Ich dachte nach und dann fiel mir was ein:

Warum kleben? Man könnte doch winzige gewölbte Plättchen, die in der Mitte geschlitzt sind auf die Stifte schieben  und damit die Fassung befestigen. Irgendwo hatte ich solche Plättchen mal gesehen.

"Das geht nicht wegen der Kapazitäten" sagte er. Was für Kapazitäten dachte ich und dann ging er.

Lange Rade kurzer Sinn: Bald darauf wurden die WF Fassungen mit solchen Plättchen befestigt.

Ich war stolz auf meinen Einfall und erfuhr später dass jemand dafür Prämiert wurde.

 

  
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