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Radiosteckdose? Gleichstromsteckdose?

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Otmar Jung
 
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14.Jan.07 16:32

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Folgende Aufputzsteckdose fand ich in meiner Bastelkiste. Es passt ein (damals) handelsüblicher Netzstecker hinein.
Wurde die Dose für Gleichstromnetze verwendet?
Oder auch für Batteriebetrieb?
Warum steht "Radio" drauf?
Wie stellte man die richtige Polung sicher?
Hatten die Stecker ebenfalls eine Polaritätsmarkierung?

Ich freue mich auf Antworten

Otmar Jung

Wolfgang Eckardt
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14.Jan.07 18:04

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Hallo Otmar Jung,

ich habe ähnliche Steckdosen der Firma LANCO.

Diese sind dafür gedacht, um einen 2. Lautsprecher anzuschließen oder bei noch älteren Radios, die nur einen externen Lautsprecher anzuschließen erlaubten, einen Anschluss an einer anderen Stelle im Raum zu verlegen. Da die frühen magnetischen Lautsprecher auch richtig gepolt angeschlossen werden mussten - damit der Anker nicht einseitig anschlägt - erhielten diese Dosen eine Polung. Schließlich fließt ja der gesamte Anodenstrom der Endröhre durch die Lautsprecherspule.

Auf keinen Fall sind diese Steckdosen für die Netzinstallation geeignet, obwohl sie - leider - auch den 19-mm-Abstand für die Netzstecker besaßen. So konnte es auch passieren, dass  der Lautsprecher mit seinem "19-mm-Netzstecker" auch mal in die Netzsteckdose gesteckt werden konnte. Er quittierte das meistens mit einem lautem 50-Herz-Brummton und "verabschiedete" sich meist nach kurzer Zeit mit Wärme und Schmorgestank.
Daher erhielten die Stecker von externen Lautsprechern später (Ende 30er bis 50er-Jahre) einen 3-poligen Stecker mit einem Mittelstift.

Wolfgang Eckardt

 

Otmar Jung
 
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14.Jan.07 18:21

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Herzlichen Dank, Herr Eckardt, für die aufschlussreiche Erklärung.
Wie jedoch wusste man, welche Polarität die Stifte des Steckers besaßen? War der Stecker ebenfalls entsprechend gekennzeichnet?
Vielleicht könnten Sie ein Foto eines entsprechenden Steckers hier anfügen?

Freundliche Grüße
Otmar Jung

Wolfgang Eckardt
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14.Jan.07 19:23

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Hallo,

für die Erkennung der Polung gab es unterschiedliche Möglichkeiten. Die alten Lautsprecher (auch die Kopfhörer) hatten eine dünne Doppellitze, an deren Ende ein Stecker (früher auch Doppelstecker genannt) war. Die beiden Einzellitzen besaßen eine unterschiedliche Färbung (eingewebter farbiger Faden z.B.), so dass man die Polung erkennen konnte.

 

Es gab aber auch Stecker mit + Kennzeichen, aber auch einzelne Bananenstecker mit verschiedenen Farben waren gebräuchlich. Eine falsche Polung brachte keinen Schaden, der Lautsprecher klang nur verzerrt oder sehr leise und man polte einfach um.


Der Hiweis zur Umpolung des Netzsteckers "Wenn nach ca. 1-2 Minuten das Gerät nicht spielt obwohl die Skalenbirne leuchtet, ziehen Sie bitte den Netzstecker und führen ihn nach vertauschen der Steckerstifte wieder in die Steckdose." stand in der Bedienungsanleitung jedes Gleichstromgerätes.

Die etwas neueren Lautsprecherstecker (40er/50er Jahre) sahen beispielsweise so aus,

um das Einführen in die Netzsteckdose zu verhindern.

Auch hier in Post 6 findet sich was zur Vielfalt der Stecker.

Gruß
W.E.

 

 

This article was edited 14.Jan.07 19:35 by Wolfgang Eckardt .

Daniel Consales
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14.Jan.07 19:31

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Hallo Herr Jung,

hier noch ein weiteres Beispiel eines Steckers für gepolte Lautsprecher.

 

Lautsprecher-Stecker

Otmar Jung
 
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15.Jan.07 17:59

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Vielen Dank für die Informationen, jetzt verstehe ich die Verwendung dieser Steckdosen.

Herzliche Grüße

Otmar Jung

Otmar Jung
 
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15.Jan.07 23:34

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Herr Kernchen hat freundlicherweise noch ein Foto seiner Lautsprechersteckvorrichtungen bereitgestellt. Der Stecker hat keine Polaritätskennzeichnung.

Daniel Consales
Daniel Consales
 
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16.Jan.07 00:45

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Hallo Herr Jung,

Der Stecker hat schräge Stifte, die nur in einer Richtung in die Anschlussdose passen. Insofern ist keine Kennzeichnung erforderlich.

 

 

Otmar Jung
 
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16.Jan.07 01:12

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Hallo Herr Consales,
auf meine diesbezügliche Frage an Herrn Kernchen antwortete er:

Moin,
 
Stecker läßt sich in beiden Richtungen einstecken. Habe nichts dagegen wenn Sie das
Bild einstellen wollen.
 
mfg
 
Rudolf Kernchen
  
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