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RES964 Endpentode

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Jacob Roschy
Jacob Roschy
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30.Nov.10 19:06
 
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RES964

Endpentode

(Paralleltype AL1, ab1935)

Anwendung: Endverstärkerröhre (Lautsprecherröhre) mit 9 Watt max. zulässiger Anodenbelastung für Einfach- oder Gegentaktschaltung. Für Wechselstromheizung. (AL1 elektrisch gleichwertig, Außenkontaktsockel).

Aufbau und Verwendung: Direkt geheizt, Dreigitter-Verstärkersystem, 5poliger Stiftsockel, Schutzgitter mit Mittelstecker verbunden, Bremsgitter im Innern der Röhre mit dem Heizfadenmittelpunkt verbunden.

Leistungsfähige Endröhre, erfordert ausreichenden Netzteil (Gleichrichterröhre RGN1064 bzw. AZ1). Die Verwendung der Gleichrichterröhren RGN354, -564 und -504 ist in keinem Falle möglich. Ein Entbrummerpotentiometer (ca. 20 Ω) ist nötig. In die Gitterzuleitung wird ein HF-Siebwiderstand (0,1-0,3 MΩ) eingeschaltet. Das Schutzgitter kann ohne Vorwiderstand direkt an max. 250 V gelegt werden.

Für dynamische Lautsprecher (wegen hohem Anodenstrom erforderlich) ist die Zwischenschaltung eines Ausgangsübertrages mit entsprechendem Übersetzungsverhältnis notwendig.

Im Überlagerungsempfänger kann die RES964 zwar direkt von der Diode ausgesteuert werden, es ist jedoch darauf zu achten, dass die vor der Diode geschaltete Röhre nicht übersteuert wird. Zweckmäßiger ist eine NF-Vorstufe (REN904, -914 oder -924; AC2, ABC1 für AL1).

In kleineren Empfängern ist als Vorstufe die HF-Pentode (RENS1284 bzw. AF7) als Gittergleichrichter zweckmäßig. Drosselkopplung wird dabei wegen größerer Verstärkung und größerem Aussteuerbereich vorgezogen.

Zeitgemäße Nachfolgetype: Hochleistungsendröhre AL4 (1936) bzw. EL11 (1938), (bei gleicher Anodenbelastung ca. 30 % höhere Sprechleistung und etwa dreifache Eigenverstärkung).

Ein vorgeschalteter Gittergleichrichter wird auch bei Widerstandskopplung im verzerrungsarmen Gebiet der Richtkurve arbeiten. Bei Auswechslung der RES964 gegen die AL4 ist nur die Sockelfassung und der Kathodenwiderstand auszuwechseln.

Netzteil und Ausgangsübertrager braucht man wegen der Übereinstimmung der Betriebsdaten nicht zu ändern. Etwas höherer Heizleistungsbedarf (Mindestheizspannung ca. 3,9 V).


 

Aus: "Rundfunkröhren - Eigenschaften u. Anwendung" v. Ludwig Ratheiser, Berlin 1939.

This article was edited 30.Nov.10 21:40 by Jacob Roschy .

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