radiomuseum.org

 
Please click your language flag. Bitte Sprachflagge klicken.

RES964 (RES964)

Moderators:
Jacob Roschy Martin Renz Ernst Erb Bernhard Nagel Eilert Menke 
 
Please click the blue info button to read more about this page.
Forum » Valves / tubes - Semiconductors » VALVES/TUBES / SEMICONDUCTORS in RADIOMUSEUM » RES964 (RES964)
           
Wolfgang Scharschmidt
Wolfgang Scharschmidt
 
D  Articles: 35
Schem.: 0
Pict.: 0
07.Dec.08 20:16

Count of Thanks: 13
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1

 

Nun als Mitglied des Radiomuseums möchte ich zu dem von Herrn Brömme angestoßenem Thema "schiefsitzendes Röhrensystem" meinerseits einen Kommentar dazu liefern. Während meiner beruflichen Vergangenheit bei Valvo kamen bei den strengen Qualitätsvorgaben derartige Qualitätsausreißer nicht vor. Wenn wirklich derartige Exemplare bis zur Qualitätskontrolle es durchzulaufen schafften, wurden sie spätestens hier aussortiert und in der Glasmühle zerstört. Doch in Jahren, wie kurz nach dem Krieg, als allgemeiner Röhrenmangel bestand, war es durchaus denkbar, dass optisch und elektrisch abweichende Röhren minderer Qualität entsprechend gekennzeichnet in den Handel kamen, siehe Markierungen 2. Wahl oder Bastlerröhre.
Dennoch, der Röhrenhersteller war von Anbeginn des Röhrenbaus darauf bedacht, das jeweils zu jeder Epoche vorhanden Wissen optimal in seine Röhren zu implementieren. Die Aufwendungen zur Qualitätseinhaltungen waren dabei immens, was dem Benutzer zumeist nicht kenntlich war. -siehe dazu den im Radiomuseum eingestellten Beitrag über Aufwendungen eines Röhrenherstellers zur Fertigung langzeitig zuverlässiger Röhren. Dem Röhrenentwickler konträr standen dagegen oft Anforderungen der Gerätehersteller. So wurden z.B. häufig für bestimmte neue Applikationen insbesondere von Grundig und Nord-Mende Forderungen an Valvo gestellt, aus denen dann Entwicklungsmuster entstanden. Oft genug kam es vor, dass dann die Entwicklung, als sie vorlag, nicht mehr interessant war, weil inzwischen andere Lösungen gefunden wurden. -Beispiel VBF11 oder EAAC. Doch beide Parteien waren von einander abhängig, und so funktionierte die Zusammenarbeit im Großen und Ganzen. Dies teils sehr persönlich, wenn ich daran denke, dass Max Grundig noch Anfang der 50er Jahre höchstpersönlich mit dem LKW nach Hamburg kam, auch teils um Röhren abzuholen. 

Attachments:

  
rmXorg