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Restaurieren von GRUNDIG Geräten

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Papers » Radio Repair (inside) » Restaurieren von GRUNDIG Geräten
           
Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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27.Mar.08 14:00

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Zu diesem Thread   GRUNDIG 7063W

habe ich meine Schwierigkkeiten die ich dort sehe dargelegt, weil das Geraet wie so oft, ohne Dialog mit einem versierten Techniker dahingehend veraendert wurde, dass eine schnelle zielfuehrende Beratung durch mich nicht erfolgen kann.

Es muss dabei beachtet werden, dass es in englisch gemacht werden muss.

Ich stelle daher diesen Text hier ein, um den Freunden in USA Gelegenheit zum Lesen zu geben,  warum ich das nicht machen kann.

Wenn es wie oft der Fall ist, dass der Originalzustand nicht mehr gegeben ist, sehe ich einfach keinen Weg da was zu helfen.

Hans M. Knoll

 Edit: englisch entfernt.(Knoll) am 1.12.08 14:30

 

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This article was edited 01.Dec.08 14:41 by Hans M. Knoll .

Rolf Nickel
Rolf Nickel
 
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29.Mar.08 11:14

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2 Liebe Freunde des Radiomuseums,

zunächst vielen Dank, Herr Knoll, das musste einmal gesagt werden. Ich möchte Ihre Aussagen noch ergänzen. Der von Ihnen beobachtete Trend zum "pauschalen" Auswechseln von Bauteilen wie Kondensatoren beim Restaurieren ist wohl tatsächlich vorhanden. Diese falsche, weil unsystematische Vorgehensweise muss durch eine andere, nämlich die systematische ersetzt werden. Das heisst konkret: Im ersten Schritt müssen sicherheitsrelevante Bauelemente geprüft und ggf. ausgetauscht werden.
Sicherheitsrelevant sind alle Teile, deren Versagen unmittelbar Gefahr für den Betreiber oder das Gerät bedeutet.
Örtlich beschränkt sich das aber im Regelfall auf den Netzteil und die NF-Endstufe/n, die man immer zuerst unter die Lupe nehmen sollte und durch sorgfältiges Messen aller Betriebswerte prüfen muss. In den meisten Fällen hat man dann schon "gewonnen" und kann sich auf das Auswechseln von wenigen Teilen beschränken, nämlich "der üblichen Verdächtigen". Hierzu zählen für mich z. B. Selengleichrichter, Becherelkos, Hochlast-Drahtwiderstände im Leitungsweg zu Schirmgitter/n und Vorstufen und der Kathodenwiderstand der Endröhre/n.
Für alles Andere muss man sich Zeit nehmen ! In den ZF- und HF-Stufen sollte man, wie Herr Knoll sagt, erst mal gar nichts auswechseln, also nichts tun. Nur wenn ein Bauteil wirklich als fehlerhaft identifiziert ist, darf gehandelt werden.
  • Aber zunächst den Originalzustand dokumentieren durch Fotografieren oder Zeichnen.
Nichts nur deswegen verändern, weil es vielleicht "merkwürdig" auf einen wirkt. Damit meine ich z. B., keine Anschlußdrähte zu kürzen, weil das hinterher "eleganter" aussieht. Oder das Herumbiegen ("Geraderichten") an Spulen. Die schlimmsten Folgen hinterläßt eine solche Handlungsweise bei HF-Stufen. Auch das pauschale Auswechseln von Röhren sollte man lassen, sondern nur bei konkretem Verdacht einzeln mit einem Vergleichsexemplar prüfen. In den meisten Fällen ist die Röhre nicht die Fehlerursache !
  • Immer nur ein einziges Bauteil zur Zeit auswechseln und danach prüfen, ob es wirklich die Fehlerursache war oder zum Fehler beigetragen hat.
Falls ja, erst mal "drinlassen". Falls nein, unbedingt das Originalteil wieder einsetzen. Und zwar genau so, wie man es vorgefunden hat. Und dann Schritt für Schritt weitersuchen. Daran denken, dass auch kalte Lötstellen und Leitungs- oder Leiterbahnunterbrechungen und oxidierte Schalter- oder Fassungskontakte vorkommen können.

Eine solche Vorgehensweise erfordert Sorgfalt, Geduld und persönliche Disziplin. Doch nur so kann ein Verbasteln oder der Weg in die Sackgasse vermieden werden.

Mit freundlichem Gruß
Rolf Nickel
  
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