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saba: 7; Meersburg Automatic, Brumm wegmachen

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Max Moser
 
 
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12.Jan.07 23:04

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Hallo,

mein Einstieg in die Röhrenwelt begann mit einem Saba Meersburg 7.

Leider brummte er trotz gut aussehendem 2 mal 47 myF Netzkondensator.

Der Brumm trat auch bei völlig rückgeregeltem Lautstärkeregler auf, sodass ich eine Brummschleife vermutete, oder aber eine Einstreuung in den Endstufenübertrager. Also verband ich die verstreuten Erdungspunkte mit Krokoklemmkupferdrähten (Vorsicht, Hochspannung in der Umgebung!), was keinerlei Verbesserung brachte.

2.Versuch: ich lötete auf den Tip des Verkäufers zur Unterstützung der Netzelkos 2x68 MyF 300V zu den Netzelkos parallel: Weg war 90% des Brumms, mit dem Rest kann ich auch im Schlafzimmer leben.

Nun glüht das grüne Auge des Meersburg wieder.

Grüße!

Max


Als Moderator muß ich mich von dieser Art der Problembehebung distanzieren.
Es werden nicht nur falsche Bauteile verwendet, die in der Bemessung einer längeren Benützung nicht standhalten werden. Es ist damit auch nicht der vorhandene Fehler behoben worden. Im schlechtesten Fall kann es zu einer Zerstörung von weiteren Bauteilen kommen.

Wolfgang Bauer

This article was edited 14.Jan.07 07:14 by Wolfgang Bauer .

Konrad Birkner † 12.08.2014
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14.Jan.07 09:42

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Hallo,

ich möchte hier auch noch nachvollziehbar begründen, warum die Maßnahme nicht korrekt war:

Sekundärseitig gibt der Trafo 232 V~ ab bei Belastung mit 120 mA (vom Anodenstrom). Da die Röhren beim Einschalten noch nicht warm sind, ist die Spannung noch höher. Selbst wenn wir den Innenwiderstand des Trafos unberücksichtigt lassen, stehen an Lade- und Siebelko (nicht Netzelko, haben nichts mit dem Netz zu tun!) satte 328 V ehe Anodenstrom einsetzt.

Dies bei 220 V Netzspannung, wie im Schaltplan angegeben.

Bei heutigen meist 230 V~ Netzspannung geht die Gleichspannung während der Einschaltphase sogar auf mindestens 343 V!

Schön, wenn ein 300 V Elko das aushält. Aber wie lange? das weiß niemand. In jedem Fall ist es unverantwortlich, ein derart unterdimensioniertes Bauteil einzuführen.

Prinzipiell schadet eine mäßig erhöhte Kapazität nicht, vorausgesetzt die beteiligten Bauteile (Trafo, Gleichrichter, Sicherung) haben keine Einwände.
Der Satz "viel hilft viel" ist aber hier ungültig!

Es ist schon richtig, dass früher die Radios mehr oder weniger Grundbrumm aufwiesen. Aber nicht bei Spitzengeräten! Und da zählt ein Meersburg Automatic sicher auch dazu.

Hobbygrüße,
KoBi

 

 

Georg Richter
Georg Richter
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14.Jan.07 13:29
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Hallo die Herren,

dem Verkäufer war es wurscht und dem Käufer (hoffentlich nur einstweilen?) egal. Da sich die Elektronen langfristig in diesem Gerät nicht wohlfühlen und rächen könnten



schlage ich vor dass wir das nach TALK verschieben, das Modell hat die bisherige "Reparaturmethode" nicht wirlich verdient.

Das meint mit freundlichen Grüssen
Georg Richter
Rüdiger Walz
Rüdiger Walz
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14.Jan.07 15:50

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Lieber Herr Moser,

was die Kollegen hier andeuten wollen, ist, dass das Gerät offensichtlich weitere Fehler birgt, die langfristig zu Schäden führen können. Ein solches Spitzengerät sollte mit intakten Bauteilen der vorgeschriebenen Dimensionierung nicht brummen.

Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, die den Brumm verursachen. Wie Sie schon richtig bemerkten, ist der Brumm aufgrund des eingedrehten Lautstärkereglers im Nf-Teil zu suchen.

Hier fallen mit im Schaltbild zwei Möglichkeiten auf (Vorausgesetzt die Netzteilkondensatoren 2 x 50 µF sind in Ordnung).

1) Koppelkondensator 25 n (C73) von der Anode der EF 86 zum Gitter der EL 84. Bei fehlerhaftem Koppelkondensator ist die Gittervorspannung der Endröhre zu hoch, damit ihr Anodenstom. Die Überlastung kann zu Brumm führen. Das gleiche gilt für die Kondensatoren des Höhen-Klangreglers (C74, 75, 80), sie liegen an +265 Volt und verursachen, sofern sie ein Leck haben eine Verschiebung der Gitterspannung. Am besten messen sie den Anodenstrom der Endröhre EL 84.

Sie können auch die EF 86 herausziehen und beobachten, ob sich der Brumm ändert.

2) Die Anodenspannung der EF 86 wird mit einem 2µF Kondensator (C71) gesiebt. Diese Kondensatoren haben einen viel größeren Einfluß auf den Brumm als die Netzteilkondensatoren. Sie sollten diesen Kondensator überprüfen.

3) Eine weitere Möglichkeit ist C93, der die Gittervorspanung siebt. Auch er sollte überprüft werden.

Dieses wären m.E. die korrekten ersten Schritte zur Lokalisierung des Brumm.

Grüsse

Rüdiger Walz

 

This article was edited 14.Jan.07 15:51 by Rüdiger Walz .

Max Moser
 
 
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14.Jan.07 18:52

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Liebe Radiofreunde,

 

vielen Dank für die konstruktiven Vorschläge, ich hatte nicht mit einem solchen Echo gerechnet. Also werde ich nochmals in mich (und in den Saba Meersburg) gehen.

Mit einem ehemaligen Saba Mitarbeiter hatte ich vor der Co-Addition gesprochen, der hatte bis zu 2x200 myF vorgeschlagen. Den hohen Einschaltstrom, den ich befürchtete, hielt er für problemlos.

Ich habe nochmals nachgesehen: Die Kondensatoren sind 450V Typen, also ist auch diese Gefahr gebannt. Tut mir leid, ich hatte nicht mit einer so hohen Spannung im Netzteil gerechnet, aber zum Glück haben die Moderatoren gleich das Problem angesprochen (und die Hiebe habe ich auch schon abbekommen;-).

Freundliche Grüße!

Max Moser

This article was edited 14.Jan.07 22:26 by Max Moser .

  
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