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sachsenwe2: FE852E (FE 852 E); Rembrandt

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Henning Oelkers
Henning Oelkers
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10.Jan.07 22:37

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Hallo, Zusammen,

derzeit repariere ich ein solches Gerät, und habe folgende Fragen:

1. Ist ein Betrieb an Kabelfernsehanschluss möglich? Wie ist das Gerät ( Bild ZF und Ton ZF ) abzugleichen, damit das funktioniert? Oder ist nur Betrieb über Konverter möglich / sinnvoll?

2. Bei größerer Helligkeit sinkt die Hochspannung ab, das Bild wird größer, bis es verschwindet. Reduziert man die Helligkeit, ist alles normal. War das bei diesen Geräten so, oder habe ich da noch einen Fehler im Gerät?

3. Der Farbträger stört stark( Moiree ), und lässt sich durch verstellen der Feinabstimmung nicht wegbringen. Bei allen Geräten, die ich kenne, funktioniert das jedoch. Oder liegt das evtl daran, das das Gerät ursprünglich für andere Fernsehnorm entwickelt wurde?

 

Vielen Dank schon jetzt für alle Hinweise,

mit freundlichen Grüßen aus Berlin

Henning Oelkers

 

Iven Müller
Iven Müller
 
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12.Jan.07 04:49

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Hallo Herr Oelkers,

ich kann leider nur zu Punkt 2 antworten.
Das ist meines Wissens nicht normal und mein Gerät verhält sich auch nicht so.

Die Helligkeit wird bis zum Rechtsanschlag des Reglers größer und auch
das Bild selber ändert dabei die Größe kaum.
Da liegt sicher noch ein Bauteil/Betriebspannungsfehler vor ?!

Gruß Iven

Andreas Steinmetz
 
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12.Jan.07 12:21

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Hallo Herr Oelkers,

zu Punkt 2: Es kommen folgende Fehlerquellen in Frage:

1. verbrauchte Hochspannungsgleichrichterröhre
2. selten: weitere Fehler in der Zeilenendstufe
3. dejustierter Ionenfallenmagnet
4. verbrauchte Bildröhre! (dazu später mehr)

Andreas

Henning Oelkers
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12.Jan.07 12:31

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Hallo, Zusammen,

ich möchte mich für die Antworten bedanken. Derzeitig erreichter Stand ist, das die Ionenfalle korrekt justiert ist, und das Gerät eine ordentliche Helligkeit erreicht.

Derzeit stehen mir Ersatzröhren nicht zur Verfügung. Wenn möglich werde ich den Versuch später noch einmal machen.

 lt. Aussage eines Kenners, der in den 60er Jahren Radio-Fernsehtechniker war, haben diese Geräte  konstruktiv bedingt eine sehr "weiche" Hochspannung .

Außerdem ist das Gerät nicht für den Dauerbetrieb vorgesehen.

mit herzlichem Dank,

Henning Oelkers

 

Wolfgang Eckardt
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Hallo Herr Oelkers,

falls es Probleme mit dem Hochspannungsgleichrichter geben sollte - hier einen Hinweis aus einem Serviceheft:

Viel Erfolg bei der Reparatur

Wolfgang Eckardt

Henning Oelkers
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12.Jan.07 15:57

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Sehr geerhter Herr Eckardt,

danke für diesen wertvollen Hinweis. Das Gerät ist derzeit tatsächlich noch mit der alten 1Z1 ausgerüstet.

 

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin,

Henning Oelkers

This article was edited 12.Jan.07 15:57 by Henning Oelkers .

Andreas Steinmetz
 
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12.Jan.07 17:56

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Hallo zusammen,

ich bin aus Post 3 noch eine Antwort schuldig:

Sogar defekte Bildröhren können die Hochspannung zusammenbrechen lassen! Ich hatte es selbst nicht geglaubt, bis ich nach langem Suchen darauf kam. Bitte um Entschuldigung, daß ich etwas ausholen muß.
Ein alter Blaupunkt Jamaica mit Sylvania-Röhre 21ZP4A (serienmäßig!) hatte durchaus gute Helligkeit und guten Focus, aber ab mittlerer Helligkeit wurde das Bild immer größer und unschärfer, bis bei großer Helligkeit sogar die Hochspannung zusammenbrach. Erst eine Strommessung am Hochspannungsanschluß (gefährlich, bitte nicht nachmachen!) gab den entscheidenden Hinweis: Hier floß viel zu viel Strom (bis zu 1 mA statt einem Bruchteil davon)! Und das, obwohl die Ionenfalle richtig eingestellt war. Erst der Tausch der Bildröhre (jetzt Valvo MW53-20) brachte sofortige Abhilfe. Übrigens: bei der Sylvania-Bildröhre ist das System waagerecht geknickt statt wie sonst üblich nach unten oder oben. Daher Vorsicht beim Einstellen der Ionenfalle!
Das Zerlegen der Röhre brachte dann Klarheit: Die Kathode war im Zentrum der Vorderseite des Wehnletzylinders völlig verbraucht, erkennbar an einer fehlenden Schicht bzw. grauen Färbung. Aber die Randbereiche emittierten noch soviel, daß es für eine gute Helligkeit immer noch reichte. Nur streute dadurch die Kathode so sehr, daß ein Großteil des Strahlstroms nicht durch die Löcher des Linsensystems im Röhrenhals ging, sondern direkt auf den Linsenelektroden selbst landete. Eine Elektrode davon ist aber direkt mit der Hochspannungsquelle verbunden, so daß hiermit der ungewöhnlich hohe Strom in der Hochspannungsleitung zu erklären ist. Ganz abgesehen davon dürfte sich diese Elektrode auch noch ordendlich aufgeheizt haben...
Obwohl dieser Vorfall wohl eher selten auftritt, sollte man ihn auch im geschilderten Beispiel ins Kalkül ziehen.

Andreas

Andreas Steinmetz
 
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13.Jan.07 00:15

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Hallo zusammen,

zu Post 5: Noch eleganter müßte es eigentlich mit einer DY86 oder DY802 gehen. Denn unter der Annahme, daß die Heizschleife um den Zeilentrafo aus genügend dickem Draht besteht (was eigentlich immer der Fall ist), könnte man sich Änderungen an der Heizschleife komplett sparen und müßte nur die Widerstände W110  bzw. W110a anpassen. Gab es die DY86 seinerzeit in der DDR vielleicht noch gar nicht (die DY802 kam ja sowieso später)?

Andreas

Henning Oelkers
Henning Oelkers
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13.Jan.07 15:19

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Hallo, Herr Steinmetz,

in der Zwischenzeit hat sich ergeben, dass ich möglicherweise eine 1Z1 bekommen kann.

Trotzdem Danke für die Informationen. Eine DY86 hätte ich im Zweifelsfall sogar da. Aber mir ist die Originalität auch wichtig.

Danke!

Henning Oelkers

  
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