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Schaltplan für ECLL800E

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Forum » Valves / tubes - Semiconductors » VALVES/TUBES / SEMICONDUCTORS in RADIOMUSEUM » Schaltplan für ECLL800E
           
Frank Ebinger
Frank Ebinger
 
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29.Apr.12 18:34

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Hallo liebe Röhrenfreunde.

Als Ersatz für die raren ECLL800 gibt es eine Konstruktion mit dem Namen ECLL800E. Diese Ersatzschaltung besteht aus zwei EL95 und einer EC90. Da die EL95 und EC90 im Vergleich zu der originalen ECLL800 recht Preiswert zu bekommen sind, würde mich interessieren wie die drei Röhren miteinander verdrahtet/beschaltet sind. Hat jemand ein solches Datenblatt?

MfG Frank Ebinger

Detlef Boeder
Detlef Boeder
 
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29.Apr.12 20:22

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Hallo,

einfach so zusammenschalten wie auf dem LORENZ Datenblatt

ECLL800

Gruss

Debo

Frank Ebinger
Frank Ebinger
 
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29.Apr.12 22:56

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Hallo!

Vielen Dank! So einfach ist das!?! Ich habe bisher gedacht, da gebe es ein spezielles ECLL800E-Datenblatt. Dann probiere ich das mal aus; Platz genug ist ja in dem großen Gehäuse für diese Konstruktion.

Viele Grüße

Frank Ebinger

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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30.Apr.12 07:24

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Hallo,
ganz so einfach geht es doch nicht.

Das Triodensystem der ECLL800 hat in der Schaltung eine Verstärkung von -1, also praktisch keine Verstärkung, und dient nur zur Phasenumkehr. Jede andere Triode, ob EC90 oder EC92, hat eine wesentlich höhere Verstärkung, die reduziert werden muss, um in dieser Schaltung funktionieren zu können. Mit einer konkreten Anleitung hierzu kann ich nicht dienen.

M. f. G.  J. R.  

Henning Oelkers
Henning Oelkers
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30.Apr.12 14:54

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Hallo, in die Runde,

ja, der Einwand von Herrn Roschy ist sicher richtig. Man benötigt die Schaltung des Gerätes, um dieses korrekt berechnen zu können, oder man fügt zunächst ein Poti in die Kathodenleitung der EC92, und stellt dieses so ein, dass die Gitterwechselspannungen der beiden Pentoden gleichgroß sind, und sich damit eine gleiche Aussteuerung derselben ergibt. Das Poti kann dann nachgemessen, und durch einen passenden Festwiderstand ersetzt werden.

Wenn nötig, kann noch der Arbeitswiderstand an der Anode der Triode verkleinert werden, um eine geringere Ansteuerung der "gedrehten Hälfte" zu bekommen.

Mit freundlichen Grüßen,

Henning Oelkers

Frank Ebinger
Frank Ebinger
 
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30.Apr.12 18:45

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Hallo!

Vielen Dank für die Hinweise! Gerät ist bekannt (Saba Freudenstadt FD16) und Schaltplan davon vorhanden. Die ECLL800E kenne ich bis jetzt nur als Bild vom Web. Hatte noch nicht das Vergnügen einen solchen Adapter aus der Nähe zu sehen; vielleicht haben die im Adapter einen Widerstand drin, ist auf dem Bild leider nicht zu erkennen. Die Idee der ECLL800E finde ich im Prinzip nicht mal so schlecht; ist die ECLL800 durch die Packungsdichte im inneren des Glaskolbens doch thermisch stark belastet. Wie ich im Web erfahren hab, soll diese thermische Belastung auch für den häufigen Ausfall dieser Röhren verantwortlich sein. Da sind die drei getrennten Röhren besser "gekühlt". Momentan hat sich die Situation in Sachen ECLL800 etwas entspannt. Die Röhren im Gerät funktionieren noch und ich hab heute 5 ECLL800 NOS bekommen. Ich denke zwei davon werden hoffentlich funktionieren. Da die ECLL800 heute schon schlecht zu bekommen ist, wird früher oder später die ECLL800E- Konstruktion zum Einsatz kommen. Eine ähnliche Lösung arbeitet für eine EFM11 schon seit einiger Zeit in einem alten Blaupunkt aus den 30ern.

Viele Grüße

Frank Ebinger

Walter Schmidt
 
 
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30.Apr.12 23:24

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Hallo Herr Ebinger,

das Problem scheint ja vorerst gelöst aber Sie denken ja an später: Ich schlage vor, beide Endröhren mit 4xEL95 und 1xECC83 zu ersetzen. Möglich wäre auch 2xELL80, aber die sind ja auch selten und da hätten Sie die thermischen Probleme auch. Alle Röhren müßten mit neuen Fassungen über der Platine auf ein extra gewinkeltes Blech ans seitliche Abschlußblech gesetzt werden. Das sieht ordentlich aus und verleiht den Röhren festen Halt. Als Ersatzschaltbild schlage ich Saba Freudenstadt 100 vor, die ECC 83 oder besser eine (noch) billige russ. Ersatzröhre 6N2P dient dann als Phasenumkehrstufe für beide Kanäle. Letztere hat den Vorteil einer inneren Abschirmung, das kommt der Kanaltrennung zugute.  Die Ersatzschaltung könnte man ja mit Novalsteckern direkt mit den nicht mehr benutzten Fassungen der ECLL800 verbinden. Die Schaltung der Gegenkopplung müßten Sie dann allerdings anpassen. Ist zwar viel Arbeits- und Materialaufwand, müßte aber funktionieren.

Gruß, Walter Schmidt

Frank Ebinger
Frank Ebinger
 
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01.May.12 18:22

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Hallo Herr Schmidt!

Die Idee ist gut; einen Freudenstadt 100 incl. Schaltplan hab ich. Mein Vorhaben mit den zwei EL95 und einer EC90/92 hätte ich so ähnlich aufgebaut. Die ECLL800E-Konstruktion von Hoges hätte ich so nicht nachgebaut! Mein ECLL800-Ersatz wäre auch mit einem PCB verwirklicht worden, das man an einer Halteschiene im Gehäuse befestigt. Herr Oelkers hat mich da zudem auf eine Idee gebracht! Auf einer Platine läßt sich auch ein Poti unterbringen, mit dem man die Kathodenspannung einstellen kann. Das ist vielleicht sogar besser als ein Festwiderstand; kann man doch damit diese Ersatzschaltung auch auf andere Fabrikate abgleichen und dort benutzen. Die ECLL800 wurde ja nicht nur bei Saba verwendet. Versuchsweise werde ich (sobald mal genügend Freizeit abfällt) beide Konstruktionen anfertigen und dann im Gerät testen. EL95, ECC83 und Novalstecker hab ich da und sind auch noch relativ günstig zu haben.

Gruß Frank Ebinger 

Uwe Rössler
 
 
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01.May.12 21:12

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Hallo Herr Ebinger,

heute habe ich bei meiner ECLL800 E (siehe meine eingestellten Röhrenbilder) das Isolierband abgewickelt. Im Adapter ist kein Widerstand vorhanden.

Schönen Gruß

Uwe Rößler

Frank Ebinger
Frank Ebinger
 
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02.May.12 16:46

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Vielen Dank Herr Rössler!

Die Bilder sind wirklich gut! Man kann darauf mehr erkennen als auf dem Bild im Web. Es ist genau diese Konstruktion von Hoges, welche ich gesehen hab. Auf Ihren Bildern hab ich nun auch festgestellt, daß es einzelne Röhrensockel sind. Bisher bin ich davon ausgegangen, daß diese fest miteinander verbunden sind. Wenn diese drei Röhren ausschließlich mit dem Isolierband zusammengehalten werden, dürfte das im Betrieb schon bedenklich sein! Ich könnte mir vorstellen, daß das Isolierband durch die Wärme der Röhren irgendwann nachgibt und das Ganze auseinander fällt.

Wenn da kein Widerstand drin ist, dann scheint es auch so funktioniert zu haben. Am besten man probiert das aus, welche Konstruktion am besten funktioniert.

Viele Grüße

Frank Ebinger

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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02.May.12 17:43

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Hallo Kollegen,

wenn da wirklich einfach nur eine EC92 anstelle der internen ECLL800- Triode eingesetzt wird, dann riecht das nach übelstem Pfusch !

Wie ich ja schon zuvor erwähnte, ist die Verstärkung der EC92 wesentlich höher als die der ECLL800- Triode. Wenn nun keinerlei Maßnahmen angewandt werden, welche die Verstärkung herabsetzen, dann erhält diejenige EL95, die von der EC92 angesteuert wird, eine vielfach höhere NF- Steuerspannung als die andere EL95, mit dem Effekt, dass praktisch nur diese eine EL95 aktiv ist und die andere nur „blind“ mitläuft.

Es wäre interessant, wenn jemand in der Praxis diese Anordnung untersuchen könnte. Einen ersten Hinweis erhält man, wenn man nacheinander eine der beiden EL95 zieht.
Ändert sich in einem Fall fast nichts, hat man die „blinde“ EL95 gezogen. Fällt die Lautstärke drastisch ab, hat man die "aktive" EL95 gezogen.

M. f. G.  J. R.

Uwe Rössler
 
 
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02.May.12 21:01

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Hallo Kollegen,

sicherlich möchte ich den Bedenken von Herrn Roschy zustimmen.

Ich bin mir jedoch auch nicht sicher ob es eine EC92 ist. Die Röhren haben keine Aufschriften. Bei der EL95 bin ich mir ziemlich sicher, da es hier viele Detailbilder im Netz gibt. Es ist Röhrenfertigung der DDR, vermutlich Mühlhausen. Leider habe ich keine Meßmöglichkeiten mehr.

Falls Interesse besteht kann ich die Röhre gerne Leihweise zur "Untersuchung" abgeben.

Zur Festigkeit: Die Fassungen in denen die Röhren stecken sind Printfassungen. Der untere Adaptersockel hat mittig eine dicke Blecheinfassung in der alle Verbindungsdrähte, die in Hartgewebe-Isolierrohr geführt werden, zusammen festgeklemmt sind, so dass die ganze Sache doch relativ stabil wirkt. Das hält also ganz sicher auch ohne dem Isolierband. Das um die Röhrensockel geführte Band trägt die Röhrenbezeichnung. Das würde ich bei Inbetriebnahme entfernen. Bei Selbstbau also auch nicht anbringen.

Die Firma Hoges und Inter haben Röhren aus der DDR- Produktion und anderen Ostblockländern vertrieben.

Dabei sind auch gleiche Schachteln verwendet worden (siehe Bilder von ECLL800E im RM)

Bei der Hogesröhre ist auf der Interverpackung nur zusätzlich ein Hogeslogo aufgeklebt.

Es gab noch viel andere " E " Ersatz- Röhren.

siehe dazu z.B.

www tubecollektion.de/ura/hoges.htm

www jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/EL84/Hoges.htm

www pauls-roehren.de/roehren/e/ECH11ECH11.php

Schöne Grüße

Uwe Rößler

 

Joachim Glüder
Joachim Glüder
 
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03.May.12 17:49

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Liebe Kollegen,

die Frage, ob es sich in der Hoges-Konstruktion um eine EC92 handelt, ist eher zu verneinen. Ich habe je eine ECLL800, EC92 und die Triode aus der Hoges-ECLL800E ausgemessen.

Für die EC92 spricht:

- der Heizstrom von 0,15A (den hat die EC90 auch, sie hat aber wenig Ähnlichkeit)

Dagegen:

- das deutlich größere System und anderes Verhalten bei Änderungen sowohl von Ua als auch von Ug1: Bei Ua = 100V und Ug1 = -9V zeigen beide noch keinen Anodenstrom, während die ECLL800 schon mehrere mA zeigt (wie im Datenblatt vorgesehen. Wird Ug1 auf -2V eingestellt (stat. Daten der EC92), benehmen sich beide ganz unterschiedlich. Steigert man die Anodenspannung, läuft der Anodenstrom der ungestempelten "Ersatzröhre" aus dem Ruder, während die "echte" EC92 sich entsprechend ihren Daten verhält.

Hier einige Werte für Ia:

Ug1 / Ua ECLL800 ECLL800E EC92
       
-9V / 100V 3 mA 0,1 mA 0 mA
-9V / 200V 10 mA 5 mA 0 mA
-2V / 100V 3,5 mA 8 mA 1 mA
-2V / 200V 11 mA 25 mA 9 mA

sehr merkwürdig - vielleicht kann jemand diese Ergebnisse an anderen Exemplaren überprüfen? Ist es vielleicht doch eine EC 90? Gibt es ein Bild von einer solchen Röhre aus DDR-Produktion? Die Kennlinien könnten passen.

Hier noch ein Bild der fraglichen Röhre:

J.G.

This article was edited 03.May.12 18:18 by Joachim Glüder .

Frank Ebinger
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03.May.12 18:40

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Hallo Herr Glüder!

Was genau in den ECLL800 Ersatzschaltungen verbaut wurde kann ich auch nicht sagen. Laut den Informationen die ich hab wurden stets die EL95 verwendet; bei der dritten Röhre soll bei der Hoges-Kontruktion eine EC90 verwendet worden sein. Allerdings soll an der Stelle auch schon eine EC92 zum Einsatz gekommen sein. Eine ungestempelte Röhre erschwert natürlich die Sache. So wie es aussieht, wird es eine EC90 sein. Bei einem Eigenbau eines ECLL800 Ersatzes wird das verwenden eines einstellbaren Widerstandes das Beste sein damit man die Kathodenspannung der EC90/92 abgleichen kann.

Viele Grüße

Frank Ebinger

Uwe Rössler
 
 
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Hallo Kollegen,

bei "Frag Jan zuerst" oder "Wuestens" gibt es noch relativ preiswert diese Röhrenkombination zu kaufen.

Siehe: www askjanfirst.de/index.htm?/r6.htm

Dazu ist dort als Bemerkung angeführt:

"Wilde Notlösung, industriell produziert 2x EL95 plus 1x EC90"

Die deutsche EC90 scheint sehr rar zu sein. Ich versuche zur Zeit eine aufzutreiben.

Bei meiner ECLL800E ist bei der EC? am Röhrenfuß eine kleine Stempelung erkennbar.

Möglicherweise müssen wir unsere Beschreibung o.g. Röhre auf EC90 ändern.

Schönen Gruß

Uwe Rößler

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Joachim Glüder
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6C4 

Hallo Herr Rössler,

ich bin inzwischen überzeugt, dass es sich um eine EC90 handelt, wahrscheinlich als amerikanische 6C4. Die verschiedenen Fabrikate sehen recht unterschiedlich aus, das mir vorliegende Exemplar scheint beim Vergleich von Bildern am wahrscheinlichsten von Sylvania zu stammen. Die kleine Stempelung ist auf meinem Bild auch zu sehen.

Ich war zunächst auf die Suche nach einer DDR-Röhre fixiert, so dass mir diese Möglichkeit entgangen war. Kann es sein, dass die EC90 in der DDR gar nicht produziert worden ist?

J.G.

Michael Seiffert
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Hallo Herr Glüder,

in sämtlichen, mir zugänglichen Röhrentaschenbüchern für RFT-Röhren ist die EC90 nicht aufgeführt. Die Taschenbücher enthalten die Fabrikate von WF, Funkwerk Erfurt, Röhrenwerk Neuhaus und Röhrenwerk Mühlhausen. Dort folgt auf die EC86 stets die EC92, folglich ist die EC90 sicher nicht produziert worden, zumindest nicht für den Innlandmarkt.

 

M.Seiffert

This article was edited 07.May.12 11:13 by Michael Seiffert .

Detlef Boeder
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Hallo Herr Rössler,

Sie kennen BTB Elektronik noch nicht? Laden Sie sich die NOS Liste. Es gibt die EC90 dort zu 14,60€.

Grüsse

Debo

This article was edited 07.May.12 20:07 by Detlef Boeder .

Jacob Roschy
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Hallo Kollegen,

nachdem mir klar wurde, dass die „ECLL800E“, bestehend aus drei Einzelröhren, genau so beschaltet ist wie intern die original  ECLL800, war mir klar, dass die Triode keine EC92 sein kann.

Da die Triode an der gleichen Gittervorspannung von -9...11 V betrieben wird wie die Endsysteme, wäre eine EC92 wegen ihres hohen µ = 60 bereits gesperrt. Eine EC90 mit dem niedrigeren µ = 17 ist bei dieser Spannung zwar schon stark abgesteuert, aber noch nicht völlig gesperrt. Bei diesem Arbeitspunkt ist zwar eine Verstärkung von deutlich unter 17 anzunehmen, wird aber wohl auch noch ebenso deutlich größer als 1 sein, wie es eigentlich verlangt wird. Der genaue Wert ist undefinierbar und kann je nach Exemplar streuen. Grundsätzlich kann man sagen, dass diese Schaltung eine dürftige Notlösung, oder eher Pfusch ist. Eine exakt gleiche Ansteuerung der beiden Endsysteme ist damit nie zu erreichen.

Zum Selbstbau einer „ECLL800E“ schlage ich daher vor, vor die beiden EL95 eine klassische Katodyn- Phasenumkehrstufe zu schalten, die zwar noch einige Bauteile mehr erfordert, dafür aber ordnungsgemäß funktioniert. Die Höhe der Ausgangsspannung hängt nur von der Genauigkeit der beiden Widerstände R3 und R4 ab, die daher maximal 1 % Toleranz haben sollten.

Als Röhre ist hier jedoch eher die EC92 zu bevorzugen, da die niedere Verstärkung der EC90 nachteilig ist. Statt der EC92 käme auch eine als Triode geschaltete EF95 (6AK5, 5654, E95F) in Frage, wovon noch große Bestände vorhanden sind.

M. f. G.  J. R. 

Joachim Glüder
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09.May.12 16:08

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Ich habe mir die Grundschaltung für die ECLL800 aufgebaut und das Verhalten auf dem Oszilloscop angeschaut. Verglichen werden die Spannungen an den beiden Steuergittern (pin 2 im Bild unten und pin 6 obere Kurve). Die Aussagen von Herrn Roschy werden eindrucksvoll illustriert.

Hier das Signal einer originalen ECLL800. Beide Spannungen sind annähernd gleich groß und der Phasenwinkel stimmt.


Die Triode einer Hoges-Ersatztype zeigt etwa 10-fache Verstärkung (die Y-Verstärkung wurde bewusst nicht verändert).

Und hier das Bild bei Austausch der EC90 gegen eine EC92:

Außerdem zeigte die Ersatztype (im Lieferzustand mit EC90) bei gleicher Aussteuerung eine deutlich geringere Leistung.

J.G.

This article was edited 09.May.12 16:16 by Joachim Glüder .

Jacob Roschy
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Hallo Herr Glüder, Hallo Kollegen,

es ist so, wie zu erwarten war. Die eine EL95 hinter der Triode erhält also 10 * mehr Steuerspannung als die andere, dadurch läuft diese dann fast nutzlos mit. Von der Verwendung dieser Ersatz- „Röhre“ muss man daher abraten.

Dass mit der EC92 fast nichts mehr geht, liegt daran, dass diese bei dieser Vorspannung fast völlig gesperrt ist, auch erwartungsgemäß.

M. f. G.  J. R.

This article was edited 10.May.12 20:24 by Jacob Roschy .

  
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