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Schonung der VY2

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Jacob Roschy
Jacob Roschy
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08.Nov.03 19:23

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Die VY2 zählt heute zu den meist gesuchten Röhren. Da ihr Verschleiß wohl besonders hoch war, wurden schon frühzeitig die Reservebestände aufgebraucht. Direkte Ersatzmöglichkeiten gibt es nicht, daher findet man verschiedene Behelfsmethoden.

Die einfachste besteht darin, unten an der Fassung eine Diode und einen Strombegrenzungswiderstand einzubauen, sofern bei der Röhre die Heizung noch funktioniert, andernfalls muss auch noch ein Heiz- Ersatzwiderstand vorgesehen werden.

Falls die VY2 komplett fehlt, kann man sich behelfen, indem man von einer tauben AB2 oder CB2 die Metallisierung abkratzt und man dadurch einen optisch ähnlichen Ersatz ohne elektrische Funktion erhält.

Durch den Unterstrom wird weder die CB2 noch die AB2 glühen, zur eigentlichen Gleichrichtung ist dann immer noch die Diode + Schutzwiderstand erforderlich, ebenso ein Heiz- Ersatzwiderstand, da bei nur 0,05 A Heizstrom über der AB2 oder CB2 nur minimal Heizspannung abfällt.

Aus dieser Problematik heraus stellt sich die Forderung, die wenigen noch funktionsfähigen VY2 möglichst lange am Leben zu erhalten.

Ein wesentlicher Grund für den hohen Verschleiß der VY2 besteht wohl darin, dass diese fast immer ohne Strombegrenzungswiderstand vor der Anode betrieben wurde.

Beim Aufheizvorgang einer Gleichrichterröhre wird zunächst nur ein Bruchteil der Katodenoberfläche emissionsfähig. Da hierüber der hohe Ladestrom der Kondensatoren fließt, entsteht hier eine sehr hohe Stromdichte, was für die Katode eine Art Folter darstellt und einen hohen Verschleiß verursacht.

Aus diesem Grund ist es sonst üblich, vor die Anode einen Schutzwiderstand zu schalten, der einen übermäßig hohen Strom verhindert. Dessen Wert sollte in einer Proportionalität sowohl zur Katodenoberfläche wie auch zur Größe des Ladekondensators stehen. Bei Röhren mir größerer Heizleistung und somit größerer Katodenoberfläche wird dieser Widerstandswert relativ kleiner, je größer der Kondensator ist, wird dieser Widerstand relativ auch größer.

Bei einer Untersuchung der gängigsten Gleichrichterröhren wurde eine gewisse Willkür in der Wahl dieses Widerstandswertes bemerkt. Es stellte sich heraus, dass die Werte für die CY1 ziemlich in der Mitte der Streuung dieser Werte liegt.

Die Heizleistung der CY1 beträgt 4 W, bis zu 32 µF- Kondensatoren beträgt der Schutzwiderstand 125 Ohm, bis 64 µF sind 175 Ohm erforderlich.

Dagegen fallen die für die VY2 gegebenen Werte völlig aus dem Rahmen. Die Heizleistung der VY2 beträgt nur 1,5 W, trotzdem werden bis 4 µF als Schutzwiderstand 0 Ohm und bis 32 µF lediglich 20 Ohm angegeben. Dies ist völlig unlogisch und nicht nachvollziehbar - die physikalischen Gesetze müssten doch proportional für alle Röhren gleich sein ?!?

Da die VY2 für Billiggeräte, besonders für den DKE entwickelt wurde, hatte man dabei versucht, möglichst an Bauteilen zu sparen und daher auf diesen Schutzwiderstand wohl verzichtet. Bei Versuchen wird die VY2 einige 100 Aufheizvorgänge überlebt haben und man wird deren beschleunigten Verschleiß in Kauf genommen haben.

Anders müssten heute Sammler denken, die an einer möglichst hohen Lebensdauer der so knappen VY2 interessiert sein sollten und daher dieser Röhre einen angemessenen Schutzwiderstand gönnen sollten.

Rechnet man den Wert der CY1 auf die Gegebenheiten der VY2 um, so ergibt sich ein Widerstandswert von ca. 333 Ohm.

Hier muss wieder jeder für sich entscheiden, diesen 330 Ohm- (1..2W)- Widerstand einzubauen, womit das Gerät nicht mehr ganz original ist, dafür die VY2 aber länger lebt, oder aber die Originalität bevorzugen und den früheren Tod der VY2 hinzunehmen.

MfG_JR

This article was edited 08.Nov.03 21:02 by Jacob Roschy .

Olaf Toenne
 
 
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08.Nov.03 20:07

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Guten Abend Herr Roschy!

Ergänzend zu ihrem sehr informativen Text erinnere ich mich, das ich im Bezug zur VY2 schon häufiger von Problemen im internen Kathodenanschluss gelesen habe. Bei dieser Röhre soll der innenliegende Anschlussdraht sehr dünn ausgeführt sein, und somit vorschnell "durchbrennen können. Liegen ihnen dazu auch Erfahrungen oder Informationen vor?

Viele Grüße

Olaf

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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08.Nov.03 21:03

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Hallo, Olaf,

ja, der abgeschmolzene Kathodenanschluss ist eine unmittelbare Folge des völligen Fehlens eines strombegrenzenden Widerstandes. Wenn der nachfolgende Elko durchschlägt, wirkt dieses dünne Metallbändchen als Sicherung und schmilzt ab. Das Dumme daran ist nur, dass dieses unzugänglich ist und daher nicht repariert werden kann.

Ob dies auch dann passiert, wenn die ohnehin viel zu starke Netzsicherung von 0,5A in Ordnung ist, oder nur dann, wenn diese von "Experten" überbrückt wurde, kann ich nicht sagen, dafür habe ich mit DKEs zu wenig Erfahrung.

MfG_JR

Ernst Erb
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09.Nov.03 08:26

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Sali Jacob
Dein Beitrag und auch die Antwort von Olaf Toenne finde ich so gut und wichtig, dass ich Dich frage, ob Du den nicht auch den beiden hauptselektierten DKE's (oder sogar 4 davon: GW,W, DKE40, DKE43) unterjubeln könntest. Ich würde auch den Heiz-Ersatzwiderstand angeben aber nicht einzeichnen. Das ist etwa so zu verstehen, wie den direkten Link angeben, damit man nicht suchen bzw. rechnen muss.
http://www.radiomuseum.org/dsp_modell.cfm?model_id=14749

Die VY2 kommt ja bei 72 Modellen im RM.org vor, doch werden die DKE's natürlich wohl zu mehr als 95% gewählt.

Vielleicht hat Herr Toenne Lust, seinen Teil auch beizusteuern oder Du stimmst Dich mit ihm ab, dass Du ihn zitierst?

Wenn ich mir die Röhrenboards ansehe, dann fällt mir auf, dass uns eigentlich das trffende Gefäss wie «Röhren anwenden» fehlt. Bist Du auch dieser Meinung und hättest Du einen Vorschlag für einen guten Titel dazu? Ich denke da sowohl an Tipps und Tricks wie den Beitrag von Euch - aber auch an Selbstbauvorschläge, Reparaturtipps bis hin zu Experimenten wie ich die über Geisslerröhren von Herrn Schön gesehen habe. Bei den Anmeldungen ist mir hin und wieder aufgefallen, dass auch eine schöne Anzahl von Selbstbauern - z.B. von Hi-Fi-Verstärkern - dabei sind. Möglicherweise sollte man dieses Thema trennen - oder später trennen, wenn genügend Beiträge das Gefäss füllen. Jedenfalls sind das Leute, die auch «Nur-Radiosammlern mit Reparaturambitionen» wertvolle Tipps geben können, sich also in der Technik manchmal sehr gut auskennen, da auch beruflich verbunden.

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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Hallo - Salü,

das Einverständnis aller Beteiligten vorausgesetzt, würde ich eigens für die DKEs einen Beitrag schreiben, in dem alle Aspekte der VY2 berücksichtigt werden, also Ersatz mit Diode, sowie durch AB2 / CB2, Anoden- Schutzwiderstand, Heiz-Ersatzwiderstand und richtige Absicherung.

Im Röhrenboard wäre ein Thema "Röhrenanwendungen" oder "Röhrenpraxis" durchaus angebracht.

Auch habe ich schon darüber nachgedacht, meine Eigenbau-Geräte ins RM.O zu stellen, da ich mich eher als Amateur-Schaltungsentwickler denn als Nur-Restautator oder Sammler ansehe. Oft würde das, was ich "restauriere", den Originalitäts-Fundamentalisten ohnehin die Zornesröte auf- und die Haare zu Berge stehen lassen, wenn sie es sehen könnten.

Das ist aber eher ein Zukunftsprojekt, denn bis ich meine zugehörigen handgezeichneten Schemas auf allgemein verständliche CAD- Zeichnungen übertagen habe, wird einiges an Zeit draufgehen.

Aber grundsätzlich könnte man im RM.O als Hersteller-Rubrik die Marke "Eigenbau" vorsehen.

MfG_JR

Olaf Toenne
 
 
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09.Nov.03 11:06

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Hallo zusammen!

Ein solcher Beitrag wäre Angesichts der vielen DKE's die hier vorhanden sind bestimmt interessant, eine Art Reparatur/Modifikationsanleitung die auch für den Laien verständlich beschrieben ist. Man brauchte keine lange Suche mehr, sondern hätte alles in z.B einem PDF Dokument vor sich - eine wirklich gute Idee!

Zudem könnte man diesen Beitrag auch direkt in das (vielleicht) kommende Board "Röhrenpraxis" einstellen. Das würde eine neue Diskussionsgrundlage schaffen, wo sich alle die "heimisch" fühlen, denen noch Erfahrung und technische Praxis fehlt. Das wäre eine gute Sache.

Viele Grüße

Olaf

 

P.S Herr Roschy, langsam machen sie mich neugierig auf ihre "restaurierten" Geräte...und sicher geht es mir nicht alleine so....geben sie uns doch einmal eine Kostprobe, und stören sie sich nicht an die sog. Originalitätsfanatiker ;-)

Jens Dehne
 
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Hallo in die Runde und schönen Sonntag !

Die Schonung der Gleichrichterröhre bw. der Schutz dieser Röhre durch zu hohen Stromfluss im Fehlerfall wird oft vernachlässigt. Die Radiohersteller haben häufig alles nur mögliche eingespart, um Kosten zu reduzieren. Im Fehlerfall schlägt dann eben die Sicherung durch (wenn der richtige Wert eingesetzt wurde).

Viele Grüße aus Erfurt !

Jens Dehne

This article was edited 09.Nov.03 13:08 by Jens Dehne .

Frank Dittrich
Frank Dittrich
 
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10.Nov.03 16:11

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Guten Abend Herr Roschy!

ich kann Ihnen nur Recht geben, man sollte mit der VY2 recht sorgsam

umgehen.

Ich habe bei meinem Gerät auch einen Vorwiderstand von ca.300 Ohm eingebaut.

Der Spannungsabfall beträgt ja gerade mal um die 9 Volt bei einen Strom von 30 mA.

Gerade beim ausprobieren, oder bei längeren Stillstand besteht die Gefahr des Kurzschlusses in der Anodenspannungsversorgung der VCL 11.

 

Ich habe durch Zufall eine Ersatz VY 2 bekommen (siehe Bild),

Dieser Ersatz stammt aus dem Jahr 1950. Er trägt das Inventardatum 31.12.1950. Die Aufschrift lautet:  RFT      220/30   VY 2,     Der Preis war 5,52 DM so laut Schild.

Wenn man bedenkt, dass er auch schon über 53 Jahr alt ist, stellt sich die Frage, kann man den Ersatz auch dauerhaft einsetzen, ohne dass man in den Verruf kommt, die Originalität verletzt zu haben?

Mit freundlichen Grüßen

Frank

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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11.Nov.03 09:07

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Hallo Herr Dittrich,

natürlich können Sie diesen VY2- Selen- Ersatz auch dauerhaft einsetzen. Es ist zwar kein Original- DKE-Bauteil, aber es wurde ja noch in der aktiven Nutzzeit des DKE verwendet und muss daher als authentisch angesehen werden.

So gesehen ist es immer noch besser als der Einsatz einer 1N4007, die es ja damals noch lange nicht gab, aber heute oft die einzige Möglichkeit darstellt.

Überhaupt sehe ich diese sogenannten "Originalitätsverletzungen" als ein Schreckgespenst, das völlig überbewertet wird. Ich habe mich von so etwas noch nie beeindrucken lassen, zumal ich mich mit Röhren- Radiotechnik schon lange befasste, bevor solche "Modebegriffe" überhaupt aufkamen. Von wegen neue Kondensatoren in die Umhüllungen der alten einbauen und so - das überlasse ich gerne Anderen.

Was für mich zählt, ist, dass Schaltungen, die ich baue, authentisch sind in dem Sinne, dass man sie zu der Zeit, als die jeweiligen Geräte und Röhren aktuell waren, auch hätte sinnvoll bauen können, - das ist das einzige, worauf es mir hinsichtlich Originalität ankommt. Ob sich in der Schaltung ein Kondensator mit 10 mm Durchmesser und 60 mm Länge befindet oder nur eine Scheibe von ebenfalls 10 mm Durchmesser, aber nur 2 mm "Länge" spielt dabei keine Rolle, Hauptsache der Kondensator funktioniert so, wie er soll. Nur wird dies bei der 2 mm- Keramik-Scheibe eher der Fall sein, als bei der verrotteten 60 mm Teer-Papier- Rolle.

MfG JR

Felix Schaffhauser
Felix Schaffhauser
 
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11.Nov.03 10:18

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Würde die Errichtung eines speziellen Kapitels über Röhrentypen, -anwendungen und Probleme etc. sehr begrüssen. Zusammen mit Vergleichslisten und Umsockelungsinformationen könnte man da sicher vielen Sammlern helfen Geräte betriebsbereit zu erhalten und auch Fehlendes aufzuarbeiten. Oder gehe ich da zu weit mit der Anregung eines Sammlergefässes für solche Informationen über Röhren? Im Grunde genommen gibt es da natürlich im www schon zahlreiche (gute) Seiten, nur scheint mir, gehört das doch irgendwie vital zum RM.org, oder?

Gruss Felix

Gerhard Heigl
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12.Nov.03 16:11

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<Eine sehr kompakte Bauweise eines VY2-Ersatzes, links ein 600 Ohm/8W-Widerstand für den Heizkreis, rechts der Selengleichrichter. Ich kann nicht sagen ob es ein Bastelprodukt oder ein Industrieerzeugnis ist.
Mit heutigen Mitteln wäre es sicherlich einfach, die Gleichrichtung, den Ersatz-Heizwiderstand und den Schutzwiderstand, sofern dieser dann noch notwendig ist, innerhalb des Glaskolbens der VY2 unterzubringen. Eine gelbe Leuchtdiode könnte den glühenden Heizfaden simulieren. Es ist nur fraglich, ob sie den Ladestromstoß der Siebelkos verkraftet.
Diese Schaltung ist nicht erprobt und sollte nur eine Anregung sein, wie man den Ladestromstoß der Siebelkos abfängt, damit die LED keinen Schaden nimmt. Der 1k-Widerstand sorgt für die Entladung des 1000µF- Elkos. Eine 2. Möglichkeit wäre, den Schutzwiderstand als Heißleiter auszuführen. Bei kurzen Stromunterbrechungen (ohne Abkühlzeit) ist er leider unwirksam. →

Was meinen die Experten?

Jacob Roschy
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16.Nov.03 09:47

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Hallo - Salü,

mittlerweile habe ich den angekündigten und schon lange erwarteten zusammengefassten Beitrag über die VY2 und ihrem Einsatz im DKE- Netzteil unter

http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=11446

direkt unter Weitere Informationen zum Modell DKE38 eingefügt :

http://www.radiomuseum.org/dsp_modell.cfm?model_id=14749

MfG JR

This article was edited 16.Nov.03 09:49 by Jacob Roschy .

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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17.Nov.03 21:55

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Eine fertige Lösung zu Herrn Gerhard Heigls Vorschlag, noch eine orange- oder amber- farbene LED in einen VY2- Glaskolben einzubauen, kann ich auch nicht anbieten, aber vielleicht zu einem Schritt näher dort hin.

Der Strommittelwert durch die Diode D1 beträgt im DKE etwa 16 mA, ist jedoch stark pulsierend, wobei der Spitzenwert ein Vielfaches davon ist. Neben dem von Herrn Heigl erwähnten Ladestromstoß der Siebelkos ist dies ein weiterer Grund, einen Glättungselko speziell für die LED einzubauen. Da eine LED wie eine Zener-Diode mit konstanter Spannung leuchtet, wird ein Elko direkt parallel wenig nutzen, die LED würde nach wie vor die Stromspitzen abbekommen.

Daher wurde diese Schaltung nach Bild 2b gewählt. In Reihe zur LED liegt ein Widerstand R3, der als Puffer zwischen LED und Elko dient. Über diesen sollte wenigstens die gleiche Spannung abfallen, wie über der LED selbst, also etwas über 3 V, was bei einem angenommenen LED- Strom von 5 mA ca. 680 Ohm ergäbe. Parallel zu C1 liegt ein weiterer Widerstand R2, der einmal dazu dient, den Elko auch unterhalb der LED- Spannung zu entladen, aber auch, um von den insgesamt 16 mA rund 10 mA an der LED vorbei fließen zu lassen, falls dies erforderlich oder erwünscht ist.

Wie groß C1 und ggf. auch R2 sein müssen, um den Ladestromstoß der Siebelkos abzufangen, müsste noch jemand herausfinden oder berechnen.

MfG JR

This article was edited 18.Nov.03 08:31 by Jacob Roschy .

  
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