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siemens: 586W; Gross-Super

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Dietmar Herian
 
 
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15.Jul.13 15:48

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Guten Tag liebe Sammlerkollegen!

Ich habe mir dieses Modell kürzlich zugelegt und bin gerade dabei es aufzuarbeiten.

Da das Gehäuse ja offensichtlich von Siemens Schatulle ist, kann ich mir dort wohl die Tips zu dessen Restauration holen.

Das Klangregister jedoch, vielmehr die Tasten darauf, ist wohl 586W-spezifisch.

  •  Hat jemand schon mal die eingravierte Beschriftung dieser Tasten aufgefrischt?  An anderer Stelle im Forum wird für diesen Zweck mit Ölkreide gearbeitet. An anderer Stelle las ich auch von Lackieren der Tasten mit schwarzem Lack und nach Antrocknen 'überwischen' mit Nitroverdünnung bis nur noch der Lack in den Vertiefungen übrig ist.

        Gibt es dazu schon Erfahrungen oder Tips zur Verarbeitung?

  • Ein zweites Problemchen: der Stift für die Senderverstellung am UKW-Tuner saß ursprünglich ganz fest und geht jetzt selbst nach intensivem Ölbad (WD-40) nur relativ zäh - oder ist die Rückstellfeder zu schwach? Gibt es dazu schon Langzeit-Erfahrungen? Ich überlege den Stift ganz und gar mit Skalenstahlseil am Hebel zu befestigen um die Rückholung sicherzustellen.
Gerhard Heigl
Gerhard Heigl
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15.Jul.13 18:21

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Guten Tag Herr Herian,

das ist ein bekanntes Problem bei allen Siemens- bzw. WSW- UKW-Tunern.
Sehen Sie hier

Dietmar Herian
 
 
D  Articles: 119
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16.Jul.13 00:20

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Hallo Herr Heigl,

 

danke für die schnelle Antwort. Nein, zerlegen möchte ich den Tuner nicht.

Was halten Sie von der Idee den Stift einfach mit Stahlseil am Betätigungshebel zu befestigen? Eine Bohrung für die Rückstellfeder ist ja vorhanden. Das müßte natürlich ziemlich schlüssig geschehen um keinen Nachlauf zu haben, aber gleichzeitig beweglich genug, eventuell mit einer kleinen, schwachen  Spannfeder hinter dem Betätigungshebel spannen um die Winkelveränderung ausgleichen zu können.

 

Gerhard Heigl
Gerhard Heigl
Editor
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16.Jul.13 09:27

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Hallo Herr Herian,

das ist einen Versuch wert. Denn das Zerlegen und Reinigen ist keine einfache Arbeit. Allerdings ist zu bedenken, dass das alte Fett im Laufe der Zeit immer härter wird und auch bei dieser Reparatur problematisch werden kann.
Falls Sie diesen Umbau durchführen, wäre es nett wenn Sie an dieser Stelle darüber berichten, eventuell mit aussagekräftigen Bilder. Wenn es funktioniert wäre das eine gute Alternative zur Reinigung.
Viel Erfolg wünscht
G.H.

Dietmar Herian
 
 
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16.Jul.13 23:59

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Guten Abend liebe Sammlerkollegen,

 

ich habe mal versuchsweise die Idee umgesetzt und den Variometer-Stift mittels einer Schlaufe aus Skalendrahtseil und einer Feder elastisch aber direkt an den Betätigungshebel des Tuners angebunden.

Die Feder stammt aus einem defekten DVD-Laufwerk und ist ca. 10mm lang. Die Seilschlaufe ist so kurz gewählt, dass die Feder leicht unter Spannung steht. Bei meinen Versuchen stellte sich heraus, dass es wohl ratsam ist, eine Feder mit Hakenbefestigung zu wählen anstatt des Ringes meiner Feder. Man tut sich dann leichter bei der Montage. Ebenso wäre wohl Skalendrahtseil massiv statt Litze verdrillt besser. Das verdrillte Seil ist doch sehr widerborstig in der Handhabung dieser kurzen Länge. 

Ich habe für den Versuch jetzt mal die originale Rückholfeder montiert gelassen. Für eine dauerhafte Lösung könnte man diese wohl auch entfernen und dann durch die Bohrung des Stiftes fädeln. Auch könnte man, um die Montage zu erleichtern, das Seil zwischen dem Betätigungshebel und seiner Spannfeder hinter die Kalibrierschraube klemmen. Oder man befestigt die Seilschlaufe gleich an Lötösen, die man unter die Kalibrierschraube einbringt. Allerdings muss man dann neu kalibrieren. Das sollte aber mit Hilfe einer Schieblehre ganz gut gelingen.

Das Fett beginnt bei mir gerade wieder einzutrocknen. Ich werde jetzt mal eine Weile nicht nachölen und dann hier wieder über das Ergebnis berichten. Zunächst funktioniert diese Lösung natürlich sehr gut - ein ganz ungewohntes Gefühl von Unmittelbarkeit. Bisher lief der Sender doch oft nach, nun ist er sofort da!

 

This article was edited 17.Jul.13 00:07 by Dietmar Herian .

  
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