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telefunken: 2650; Opus Studio

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H. P.
 
 
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07.Apr.05 20:14

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Hallo Forum,
ein Bekannter bot mir einen gebrauchten Plattenspieler mit Magnetsystem an, leider fehlen mir die Schaltplankenntnisse, um entscheiden zu können, ob man den direkt an den Opus 2650 anschließen kann oder noch einen Entzerr-Vorverstärker braucht. Kann einer der Experten hier im rm mal einen kritischen Blick in den Plan werfen und mir das schreiben ?
Danke im Voraus
Holger Pflug
Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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07.Apr.05 23:13
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2 Hallo Herr Pflug,
 
leider brauchen Sie fuer dieses Geraet einen Entzerrer_Vorverstaerker um ein Magnetsytem  
der Art nach 1945 anschliessen zu koennen.

Auf Blatt 1 (Daten)  steht: TA 200mV an 470 kohm, das sind Normwerte fuer Keramik/ Kristall Systeme. Fuer Magnet-Systeme muessen 2 bis 5 Millivolt an 47 Kohm vorhanden sein.

Logischerweise habe ich auch die Schaltung geprueft! Is'  nicht.



Gruesse von Hans M. Knoll
H. P.
 
 
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08.Apr.05 07:09
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Hallo Herr Knoll,

vielen Dank für Ihre Auskunft. Das ist schade, denn einen Vorverstärker gibt es nicht dazu, der Plattenspieler ist jüngeren Datums.

Gruß
Holger Pflug
Jens Dehne
 
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08.Apr.05 09:30
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4  

Hallo Herr Pflug,

der Entzerrer sollte doch kein Problem sein, gut funktionierende Bausätze sind preiswert bspw. bei ELV zu haben. Mit schönem Gehäuse kann sich das Teil dann sogar sehen lassen.

Natürlich lässt sich ein solcher Entzerrer auch mit Röhren aufbauen...

In einer von mir erstandenen "Belcanto - Truhe" hatte man seinerzeit jahrelang Schallplatten auf dem (nachträglich) eingebauten "DUAL 1257" mit magnetischem AS abgespielt - ohne Entzerrer! Also voll aufgedrehte Lautstärke und miserabeler Klang, hoffe nur, dass es seinerzeit kein RF-Techniker war!

Ein schönes Radiowochenende wünscht

Jens Dehne

H. P.
 
 
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08.Apr.05 13:18
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   5 Hallo Herr Knoll, hallo Herr Dehne,

ich kann mich erinnern, in meiner lang zurückliegenden Jugendzeit schon einmal so ein Ding besessen zu haben, noch mit Din-Buchsen in einem stabilen Metallgehäuse. Leider war das Teil aber für seinen eigentlichen Zweck unbrauchbar, da es sich mehr als fest abgestimmter Mittelwellen-Empfänger betätigte und das Plattensignal immer von irgendwelchen Geräuschen überlagert wurde.

War das Ding einfach nur defekt oder ist das ein dem Prinzip innewohnender Mangel gewesen, den es heute vielleicht nicht mehr gibt ?

Gruß
Holger Pflug
Andreas Steinmetz
 
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08.Apr.05 14:03
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   6 Hallo Holger,

meistens hört man irgendeinen oder mehrer starke Kurzwellensender. Die Berliner Sammlerkollegen werden das sicherlich bestätigen können, denn zumindest vor der Wende gab es allein im Stadtgebiet mehrere starke AM-Sender. Die streuten sogar kräftig in die Hochpegeleingänge ein!

Der Grund, weshalb man die Sender hört, liegt darin, daß die HF der Sender in den Phono-Eingang gelangt und an unvermeidbaren, immer vorhandenen, Nichtlinearitäten des Verstärkers teilweise demoduliert wird, so daß sich dann die Sender-NF zur Platten-NF hinzugesellt. Der Verstärker mag zwar für den NF-Frequenzbereich noch so linear sein, aber für die HF-Anteile kann er trotzdem sehr nichtlinear sein, besonders bei ungünstiger Schaltung und bei großen Feldstärken!
Die Entzerrervorverstärker gab es von vielen Firmen, so z.B. die im Metallgehäuse von der Firma Dual (z.B. TVV 46). Prinzipiell ist ein Phono-Eingang, genauso wie übrigens Mikrofoneingänge, sehr anfällig für HF-Einstreuungen. Wie empfindlich, liegt letztlich an der Realisierung des Verstärkers durch den Hersteller. In diesem Zusammenhang spielen die Erdungs- und Abschirmungsverhältnisse, das Verdrahtungs-Layout und die dem Eingang immer parallelgeschaltete Eingangskapazität eine entscheidende Rolle. Auch bezüglich des Schaltungskonzeptes gibt es deutliche Unterschiede. Letztlich kann der Anwender am fertigen Gerät natürlich nicht mehr viel verändern. Deshalb geht oft Probieren über Studieren. Ein wenig kann man mit den Erdungsverhältnissen herumexperimentieren, aber dafür kann ich auch kein allgemeingültiges Rezept angeben. Was besonders im Hinblick auf einen optimalen Frequenzgang aber auf jeden Fall angepaßt sein sollte, ist die Eingangskapazität. Genaue Wertvorgaben erhält man auf dem Datenblatt zum Tonabnehmersystem. Leider schwanken diese Werte von Typ zu Typ, sind also nicht genormt. Grober Anhaltspunkt: 250 ... 500 pF. Je größer, desto besser die HF-Unterdrückung.


Andreas
  
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