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Telefunken 33 GLE

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Josef Jonasek
 
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07.Feb.19 21:53

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Liebe Kollegen

Seit einem Jahr besitze ich einen Telefunken 33 GLE. Leider ohne den G Aggregat (beim 33GLE Modell im Rmuseum rechts sichtbar), weil es bis 1962 nur mit Batterien betrieben wurde. Es hat einen tschechischen Aufkleber  an der Rückwand, in Übersetzung Hergestellt mit Erlaubnis des Patentinhabers, also es könnte in der oder für die Tschechoslowakei hergestellt werden. Aber weiter ist dort auch Vor Nässe schützen in Deutsch, also ich meine der tschechische Text wurde in Deutschland nur für Export angeklebt.

Erste Röhre ist federnd befestigt (auch wie in GLE im Radiomuseum), das habe ich in mehreren 33WL nie gesehen (etwa weil die Röhren in diesen Gleichstromgeräten dünneren Faden haben?). Die Endröhre wurde sicher gewechselt, aber die anderen sind Valvo A 411 serie, und da meine ich sie sind originell. Beim späteren Austausch wurde zwar möglich beide zu wechseln (wenn beide gleich kaputt waren..?), aber  dann musste noch die serie benutzt werden, und beides zugleich scheint mir nicht so wahrscheinlich (nicht aber unmöglich). ABER: ich habe gemeint, dass Telefunken hauptsächlich eigene Röhren benutzte.

Ich versuche vergebens eine Kleinigkeit zu finden: was der Buchstabe E im GLE Namen bedeutet, habe auch in Deutschland gefragt. Ist es etwa von Extraausführung (dann warum Extra -weil die Valvo Röhren einen höheren Heizstrom als RE034 haben?). Hatte es etwa Einfluss an den Preis?

(und eventuell wo es produziert wurde /werden könnte)

Vielen Dank

Josef

 

Rüdiger Walz
Rüdiger Walz
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06.Nov.19 18:41

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Hallo Herr Jonasek,

meiner Ansicht nach deutet E auf "Export" hin. Das Gerät scheint in der gleichen Fabrik wie die anderen Telefunken 33 hergestellt worden zu sein. Aufbau, Steckeranschluß und Typenschild deuten darauf hin. 

Da im Gegensatz zu den Wechselstromgeräten (REN 1004) die Gleichstromröhren in jener Zeit direkt geheizte Röhren waren, neigten sie (RE 034s) zum Klingen. Daher wurde der erste Sockel federnd ausgeführt.

Normalerweise verwendete Telefunken für die Erstbestückung seine eigenen Röhren. Allerdings kann es durch die komplizierten Kartellabsprachen jener Zeit sein, dass damals in der Tschechoslowakei Philips-Valvo Röhren verwendet werden mußten. Allerdings habe ich dafür keine Belege, da mir der Telefunken-Philips Röhrenvertrag nicht vorliegt. Es liegt nahe, dass Valvo-Röhren als Ersatz verwendet wurden.

Telefunken und Philips hatten im Gerätevertrag von 1931 sich gegenseitig Patentlizenzen für jeweils geschützte Schaltungen gegeben. Gleichzeitig wurden für die Länder bestimmte Geräte-Kontingente und Lizengebühren vereinbart. Das erklärt unter Umständen den zusätzlichen Patentaufkleber auf der Rückwand.

Rüdiger Walz

This article was edited 06.Nov.19 18:47 by Rüdiger Walz .

  
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