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telefunken: 656WLK (T656WLK); Deutschland

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Andreas Peukert
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03.Oct.09 00:34

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Hallo werte Radiokollegen, ich habe mich nun doch an meinen verbastelten AEG Geador-Super 34 begeben. Das Chassis des Gerätes wurde, vermutlich in frühen DDR-Jahren recht fachgerecht umgebaut. Statt der Stiftröhren erhielt es Topfsockelröhren. Das Gerät läuft auch heutzutage nach einer groben Prüfung recht gut. Allerdings erhielt ich vor längerer Zeit von einem Bekannten mal den Tip, daß das Chassis vom Telefunken Deutschland mit dem Chassis vom AEG-Geador identisch ist. Solch ein Chassis habe ich in unverbasteltem Zustand erhalten. Ich habe es zunächst überholt. und spielklar gemacht. Allerdings habe ich ein Problem mit dem Oszillator (RENS1224). Dieser arbeitet nicht einwandfrei. Hierfür sind zwei Kondensatoren vom Oszillator-Bandfilter verantwortlich. Hier sind die Silberfolien schwarz korrodiert. Nun hat ja Telefunken in den Werkstattbüchern über jeden Kondensator Angaben der Kapazitäten gemacht. Allerdings nicht bei den beiden Oszillator-Kondensatoren, weil der Bandfilter nur als Kompletteil gelistet ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand bei der Bestückung der beiden Kondensatoren behilflich sein könnte. Die beiden Kondensatoren sind im Schaltbild des Geador sehr schön zu sehen.   Der eine Kondensatoranschluß geht direkt auf das Gitter 2 der RENS1224. Der andere Anschluß geht auf Masse. An diesen Massepunkt schließt sich unser 2. unbekanntes Exemplar an.   Ich gehe davon aus, daß von besagten Geräten mehrere diese Oszillator-Probleme haben, deshalb wäre es interessant, diese Kondensatorwerte zu erfahren. Ich werde dann - falls ich Hilfe bekomme -  umgehend Bericht erstatten. Viele Grüße und Danke schonmal Andreas Peukert  

Dietmar Rudolph † 6.1.22
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03.Oct.09 12:00

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Sowohl bei Telefunken als auch bei AEG haben die gesuchten Kondensatoren eine Nummer im Schaltbild und zwar bei TFK und AEG identisch. Aus Ihren Ausführungen geht nicht eindeutig hervor, um welche beiden Kondensatoren es sich handelt. (128 & 130?? oder 77 ??)  Vielleicht können Sie die Nummer der Teile noch angeben, damit man nicht rätseln muß.

MfG DR

 
Andreas Peukert
Andreas Peukert
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03.Oct.09 12:18

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Hallo Herr Prof. Rudolph,

bitte entschuldigen Sie meine Nachlässigkeit. Ich habe vergessen, die Nummern der beiden Kondensatoren aufzuführen. Es sind die Kondensatoren 35 und 37. Wie gesagt beides sind Keramikkondensatoren, die direkt im Oszillator Bandfilter enthalten sind.

Viele Grüße

Andreas Peukert

Dietmar Rudolph † 6.1.22
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03.Oct.09 15:03

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Die beiden Kondensatoren sind Padding-C's (Verkürzungs-Kondensatoren), die beim Super für den Oszillatorschwingkreis benötigt werden, damit Gleichlauf mit dem/den Vorkreis(en) entsteht. Solche Padding-C's werden stets erforderlich, wenn alle Kondensatorpakete des Drehkos den gleichen Plattenschnitt haben.

37 ist ein Padding-C für MW, welches noch durch den Widerstand 105 bedämpft ist.  36 ist ein weiteres Padding-C für MW, das dann parallel zu 35 ist. Das deutet auf einen MW-Abgleich an mehr als 3 Punkten hin. Für LW ist 35 das Padding-C.

Wenn keine Daten über die Werte vorhanden sind, wird nur systematisches Probieren helfen:

  • auf MW und LW die untere und obere Frequenzgrenze des Oszillators feststellen und die Werte so lange ändern bis die Werte stimmen.

MfG DR

PS: bei der RENS1224 ist es das 3. Gitter (die Oszillator-Anode).

 
Andreas Peukert
Andreas Peukert
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14.Oct.09 12:22

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Hallo Herr Prof. Rudolph,

bitte entschuldigen Sie, daß ich mich heute erst melde, aber die Oszillatorinstandsetzung war doch nicht so ganz ohne. Als ich die Metallhaube vom Oszillator abgezogen habe, ist mir ein Kabel gebrochen  (Zur Anode des Oszillators). Die Ummantelung aus Stoff war so stramm gewickelt, daß mir das zunächst garnicht aufgefallen war. Erst bei der Spannungsmessung ist mir dann aufgefallen, daß die Anode gar keine Spannungsversorgung bekommen hat. Deshalb hatte ich natürlich im Oszillator keine Funktion beim Ausprobieren der Kapazitäten für die beiden Kondensatoren.. Leider ist mir bei der Angabe der defekten Kondensatoren auch noch ein Fehler unterlaufen. Defekt waren der Kondensator 35 (das hatte ich ja angegeben) und der Kondensator 33 (dieser wird bei LW verbunden. Ein Ausprobieren der Kondensatorkapazitäten ergab, daß für den Kondensator 35  2,2nF verwendet werden können. Man muß dann nach Abgleichanweisung nur etwas die oberen und natürlich auch die unteren Frequenzen abgleichen. Bei kleineren Kapazitäten läßt sich ein ordnungsgemäßer Abgleich nicht durchführen. Leider gibt es auch ein Manko!  Ich habe festgestellt, daß die LW-Oszillatorspule keinen Durchgang hat. Wer schon einmal in den Oszillator-Aufbau gesehen hat, wird wissen, wie verbaut die beiden Oszillatorspulen für MW und LW montiert sind.  Ich hätte mich sonst sicher zur Reparatur der LW-Spule entschlossen, habe das hier aber lieber sein gelassen. Daher kann ich leider keine ca. Werte für den Kondensator 33 angeben. Aber das Empfangsergebnis auf der Mittelwelle ist für mich ausreichend. 

Das Gehäuse habe ich im Übrigen gerade von der braunen, alten Ölfarbe befreit und habe  ein sehr schön furniertes Gehäuse erhalten. Das Gehäuse wird gerade mit Schellack bearbeitet. Hiervon aber demnächst mehr.  Bedanken möchte ich mich ausdrücklich bei Herrn Prof. Rudolph und auch nochmal bei Detlef Boeder, mit dem ich einen freundlichen mailkontakt hatte.

Viele Grüße

Andreas Peukert

  
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