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telefunken: Jubilate S, C der Regelspannung wechseln

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Hans-Werner Ellerbrock
 
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23.Dec.14 08:53

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Der Elko für die Erzeugung der Regelspannung befindet sich beim Modell Jubilate S im 2. ZF-Filter-Gehäuse.

Um diesen zu wechseln, müssen zuerst zwei Muttern unter dem Chassis entfernt werden.

Beim Abheben der Abschirmkappe ist darauf zu achten, dass die beiden Spulenkörper von oben herunter gedrückt werden, sonst können Spulendrähte abreissen.

 

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Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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27.Dec.14 14:47

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Hallo Herr Ellerbrock

Ein Text zu Ihrem Thema,  von Hans M. Knoll

Mit Freude durfte ich erkennen, dass endlich einmal die Details des Telefunken Ratio-Bausteins mit
E(U)ABC80 deutlich und fuer Berichte nutzbar dargestellt wurden. Als Redakteur hier, ist es mir noch nicht gelungen ein für den Durchschnittsleser verstaendlichtes Bild zu finden.

Bild2  Ellerbrock

Es ist somit eine grosse Hilfe es durch Ihren Bericht zu bekommen.

Ein Detail des Textes verlangt jedoch meinen Einspruch.
Es geht um den Elko im Filterbecher. Zitat: Der Elko für die Erzeugung der Regelspannung befindet sich beim Modell Jubilate S im 2. ZF-Filter-Gehäuse.

Diese Darstellung  ist nicht nur irreführend,sie ist sogar falsch.
Bei einem FM- Demodulator kurz Ratio genannt hat der Elko keinesfalls  die Aufgabe eine Regelspannung zu erzeugen, bestenfalls diese zu glätten oder einen Momentanwert festhalten. Was er wirklich auch macht

Wenn der Antennenpegel nicht schwankt. was im Auto- und Reisesuper kaum  der Fall sein wird, bleibt die von den Dioden im Ratiofilter erzeugte Gleichspannung, am Richtwiderstand konstant, ob mit oder ohne Elko, solange sich nicht der Antennenpegel von alleine oder etwa beim abstimmen der Sender ändert.

Eine Kurve wie sich die Spannung am Ratioelko mit dem Antennensignal ändert.

 

 

Daher wird sie als Anzeigespannung genutzt, soweit sich noch etwas an der Höhe der Spannung  ändert, was dann am magischen Auge als Abstimmhilfe angezeigt und wie im Beispiel Jubilate als Rückwärtsregelung ins G3 der ZF-Stufe dient.
Bild: g3 reg. 

 

Es gibt ja sehr ausführliche Beschreibungen, wie diese. DIRU
die nicht jeder verinnerlichen kann oder will. Für diesen Leserkreis habe ich einen Auszug aus einem Lehrbuch eingebaut,  mit dem 1971 die RF- und TV -Techniker lernten was ein Ratiodetektor ist und was er macht.


Falls dennoch Fragen bleiben, kann man hier nacharbeiten.

Hans M. Knoll

 

This article was edited 31.Dec.14 16:16 by Hans M. Knoll .

Bernhard Nagel
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28.Dec.14 22:09

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Dieses Ratiofilter mit "integrierter" EABC80 führte Telefunken aus Störstrahlungsgründen zum Jahrgang 1955/56 in allen Modellen von Jubilate S bis Opus 6 ein.

Vor Einführung der Schirmmassnahmen ergab sich oft folgender Effekt:
Die bei der Demodulation an den Ratio-Dioden entstehenden Oberwellen fallen mit der 9. und 10. Harmonischen (9*10,7 MHz = 96,3 MHz bzw. 10*10,7 MHz = 107 MHz) in den UKW-Empfangsbereich und werden über Bauteile und die Röhrendioden des Ratios abgestrahlt. Der Gehäusedipol nimmt die Störstrahlung zusammen mit dem Nutzsignal auf. Falls im Bereich der 8. oder 9. Oberwelle ein Sender liegt, ergibt das Abstimmen darauf ein "Zwitschern" genau in Sendermitte, wenn der ZF-Abgleich auf 10,7 MHz stimmt. Bei HF-Stereo-Empfängern wirkt sich diese Störstrahlung noch wesentlich stärker aus. Das Störsignal hat den 9- bzw. 10-fachen Hub (!) der Grundwelle bedingt durch die Frequenzvervielfachung.

Auch der TV-Empfang konnte durch die Oberwellenabstrahlung betroffen sein, mit z.B. 53,5 und 64,2 MHz im Band I waren 5. und 6. Harmonische die "Übeltäter".

Daher muss die "ZF-Box" nach UKW-Gesichtspunkten HF-dicht aufgebaut sein. Nicht jeder Hersteller beherzigte das Thema Oberwellen-Abstrahlung im Ratio-Detektor so vorbildlich.

Um den Ratio-Elko im Tfk-Ratiokästchen zu messen, muss dieses übrigens nicht geöffnet werden. Auch ein Ersatz des Elkos ist so von aussen möglich.

Am Punkt 3 (führt zum Bremsgitter der EF89 und magischem Auge) ist innen der Minus-Pol des Elkos angeschlossen. Ein gutes Kapazitätsmessgerät (fmess 1 oder 10 kHz) lässt sich vom parallel geschalteten 39 kΩ Widerstand kaum beeinflussen. Wer das Ratiofilter nicht öffnen möchte, kann am Punkt 3 einen passenden 2 µF 63 V Elko gegen Masse anlöten. Pluspol an Masse! Dadurch sollte sich keine zusätzliche Störstahlung egeben, da der Anschluss 3 im BF mit 220 pF gegen Masse abgeblockt ist.

In einem englischen Forumsbeitrag wurde das Thema ebenfalls behandelt.

  
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