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telefunken: sehr frühe Wurzeln

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Uwe Ronneberger
Uwe Ronneberger
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30.Apr.09 18:38

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Aus Funk-Technik, Heft 2/1951


Das lonofon - ein neuartiger Lautsprecher


Alle heute gebräuchlichen Schallgeber verwandeln die elektrischen Schwingungen zunächst in mechanische, die dann wieder der umgebenden Luft mitgeteilt werden. Bereits vor etwa 50 Jahren wurden mit dem "singenden Lichtbogen" die ersten Versuche einer rein elektronischen Schallwandlung gemacht; der Wirkungsgrad der Anlage war allerdings viel zu gering für eine praktische Anwendung.
Einen bedeutenden Fortschritt erzielte S. Klein mit seinem kürzlich in Frankreich veröffentlichten Verfahren (M. Bonhomme: "L'Ionophone", "Toute la Radio" Oktober 1951, Paris).

prinzipieller Aufbau des Ionofon

Die Abbildung zeigt einen Schnitt durch das von ihm entwickelte lonofon. Als innere Elektrode ist ein Draht in einen Quarzzylinder eingeschmolzen, der auf seiner Spitze die emittierende Schicht, eine stark poröse Platinlegierung, trägt.
Der Quarzzylinder sitzt am unteren Ende eines Exponentialtrichters, dessen engerer Teil aus einem hitzebeständigen Material besteht. Zur Vermeidung von Wärmeverlusten ist dieser Teil von einem luftleeren Raum umgeben, darauf folgt - nach einer weiteren Wärmeisolation - die äußere Elektrode. Wird an diese beiden Elektroden eine HF-Spannung, z. B. 400 kHz, 10...12 kV, gelegt,
so zeigen sich Leuchterscheinungen an der emittierenden Schicht. Diese und dielektrische Verluste erwärmen den Quarzzylinder, der etwa nach einer Minute zu glühen beginnt (Temperatur etwa 1000 °). Wird nun die angelegte HF-Spannung mit Niederfrequenz moduliert, so ändert sich die Augenblickstemperatur und damit die lonisationsdichte, was wieder einer Erschütterung der umgebenden Luft im Takte der Modulation gleichkommt. Der Wirkungsgrad erreicht 7% bei Anodenmodulation des HF-Generators, die Frequenzkurve ist bis auf durch den Exponentialltrichter bedingte Schwankungen geradlinig und horizontal.
Bisher scheint das lonofon nur bei größeren Sprechleistungen rentabel; es würde jedoch zu einer gewissen Revolution im Rundfunkgerätebau führen, wenn eine für Heimempfänger brauchbare Ausführung auftaucht, Detektor und NF-Verstärker wären dann überflüssig; es würde genügen, die Zwischenfrequenz ausreichend zu verstärken und direkt dem Lautsprecher zuzuleiten.

H. Schreiber

This article was edited 30.Apr.09 18:40 by Uwe Ronneberger .

  
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