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Vermessung der Endpentode EL3010 mit µTracer

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Kurt Schmid
Kurt Schmid
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28.Mar.14 15:19
 
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Vermessung der Endpentode EL3010 mit µTracer

Kurt Schmid
 
Die EL3010 von Telefunken ist eine Röhre höchster Qualitätsstufe mit der außerordentlich hohen Steilheit von 90 mA/V. Die hohe Steilheit dieser schönen Röhre reizte mich einmal davon eine Kennlinie aufzunehmen. Röhren mit derart hoher Steilheit stellen für jedes Röhrenprüfgerät eine Herausforderung dar. Das gilt in verstärktem Maß für Kurvenschreiber. Obwohl das RoeTest von Helmut Weigl das Mittel der Wahl wäre, habe ich mich zum µTracer von Ronald Dekker entschlossen. Der Bausatzpreis von µTracer entspricht pikanterweise etwa dem der EL3010.
 
 

Abbildung 1:   µTracer mit Röhre EL3010

 
Mein µTracer besitzt nur eine 12 Pin Compactron-Prüfröhrenfassung. Für die verschiedenen Röhrensockel benutze ich Adapter von Compactron auf die passende Röhrenfassung. Im Beispiel der EL3010 ein Adapter von Oktal (K8A) auf Compactron.
 
Im Gegensatz zur Parallelschaltung der unterschiedlichen Röhrenfassungen hat diese Adapter-Lösung den Vorteil geringerer Schwingneigung. Die neueren RoeTest Geräte setzen ebenfalls auf eine Adapterlösung.
 

Vermessung

 
Ziel war nicht eine komplette Vermessung mit allen erdenklichen Kurven bzw. Kurvenscharen durchzuführen. Nachfolgend wird nur die Eingangskennlinie Anodenstrom versus Steuergitterspannung (Ia/Ug1) und die Kurve der Steilheit gezeigt. Aus dieser Kennlinie sind mögliche Oszillationen besonders deutlich zu erkennen. Der Übersichtlichkeit wegen werden keine Kurvenscharen geschrieben.
 
Betriebswerte:
Uf = 12,6V; Ua = 170V; Ug2 = 110V; Ug3 = 0V; Ug1 = -9,5V bis -3,5V
 

 

Abbildung 2:  Eingangskennlinien EL3010

 
Durchgezogene Line:  Kennlinie Anodenstrom versus  Steuergitter-
                                      spannung (Abbildung 2: roter Pfeil Ia)
 
Gestrichelte Linie:      Kurve der Steilheit: S = dIa/dUg1 (roter Pfeil
                                      S[mA/V])
 
Die beiden Kurven basieren auf je 30 Messwerten. Aus dem stetigen Verlauf beider Kurven geht eindeutig hervor, dass trotz der hohen Steilheit der Röhre, keine Oszillationen aufgetreten sind. Bei Ug1 = -3,6V betrug Ia = 160,1 mA. Bei der gleichen Gittervorspannung betrug S = 85,6 mA/V (s. rote Ellipse in Abbildung 2).
  
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