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Versand von Radios

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Alfons Lammers
Alfons Lammers
 
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24.May.12 23:32
 
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Es kommt immer mal wieder vor, dass wir Radios versenden müssen...

Hier ein paar Tipps

1. Packen Sie, falls vorhanden, das Radio in eine grosse Plastiktüte ein. Der Gelbe Sack wäre ideal, aber den dürfen wir natürlich aus rechtlichen Gründen nicht nehmen, der gehört einem ja nicht...Hierdurch wird vermieden, dass Verpackungskram in das Gerät eindringt und auch schon ein gewisser Schutz für den Lautsprecherstoff.

2. Wenn möglich dann immer das Gerät stehend verschicken (Beste Stabilität für das Gerät)

3. Sehr wichtig: Ob wohl es ganz logisch ist, wird oft vergessen, dass beim Aufprall das Paket fast immer auf den Boden fällt. Also UNTEN BESONDERS DICK POLSTERN !!!  Je nach Gewicht nie weniger als 5..10 cm. Oft ist es nicht möglich, ein Gerät stehend zu transportieren. Sehen Sie sich IHR RADIO genau an und entscheiden Sie ob es besser mit der Front oder mit dem Rücken unten liegen soll. Und rechnen Sie auch ein, dass ein Paket mal "falsch herum" transportiert wird. Also nicht nur unten Polstern auf keinen Fall !! 

4.Geknülltes Zeitungspapier ist billig und meistens ausreichend zum Polstern.

5.Wählen Sie den Karton nicht zu klein. Einige Lieferanten berechnen grössenabhängig. Wenn Sie schon beim Verkauf das mit Einkalkulieren ist es zwar etwas teurer, aber lieber 3 Euro Porto mehr, als ein defektes Radio.

6.Gebrauchte Kartons sind OK, aber alte Aufkleber und Codestreifen entfernen bzw. deutlich durchstreichen (Codestreifen werden unlesbar, wenn man paralell zu den Streifen neue Streifen mit dem Edding macht. Quer durchsteichen bleibt lesbar)

7. Dreckige Kartons und Verpackungsmaterial sind nicht OK !!!

8. Aufdrucke bzw Beschriftung "Bitte nicht Werfen" ehrt Sie, sind aber relativ Glückssache. Rechnen Sie immer damit, dass Ihr Paket "hart ranngenommen" wird.

9. Dieses Auffüllen von Radios mit Verpackungsmaterial um die Röhren zu schützen sehe ich sehr kritisch. Da zittern ja alle HF - Spulendrähte vor Angst.

10. Prüfen Sie die Röhren auf festem Sitz im Sockel, aber hier möchte ich ungern Tipps geben, aber oft (Nicht immer !!) sind die Röhren in Ihrem Sockel am besten aufgehoben. Röhren die sehr nahe neben Metallteile (z.B. Trafo) stehen sind zu schützen. Etwas weiches zwischen Trafo und Röhre schieben.  Bei sehr wertvollen Röhren ist es doch ratsamm diese in Autowatte wickeln und damit in eine Röhrenschachtel zu legen. Aber unbedingt sicherstellen, dass diese Röhre nicht vom Radio "erdrückt" werden kann. Ebenfalls möglich ist es die Röhre im Sockel zu lassen, einmal Autowatte drum herum und mit Gummiband die Watte fixieren. Aber immer Vorsicht bei abblätterungs gefährdeten Abschirmlacken !! Dieser Punkt zeigt ganz deutlich, dass bei unterschiedlichen Radios auch leicht unterschiedliche Verpackungsregeln sinnvoll sind...

11. Lautsprecherstoff immer mit Pappe abdecken, aber niemals zum Fixieren der Pappe Klebestreifen auf das Holzgehäuse. Das schädigt den Lack. Wenn Sie eine Plasticktüte (Siehe 1.) verwendet haben, dann Pappe darüber.

12. Das Radio muss FEST im Paket sitzen. Das tut dem Radio nicht weh !!!!

13.Eine Ergänzung (Tipp von Siegfried Gruhl): Bei Geräten mit elektro-dynamischen Lautsprechern ist durch das Gewicht der Lautsprecher incl. der Anbringung die Sollbruchstelle bei Fall definiert. Hier ist die liegende Verpackung (Front nach unten) auf einer sehr dicken Pappe / Brett zu empfehlen,obwohl dies auch nicht vor Fehlwürfen schützt.

 

Wenn durch diese Hinweise auch nur ein Radio "gerettet" wird, würde mich das sehr freuen

Nette Grüsse an Euch alle

Alfons

This article was edited 26.May.12 14:53 by Alfons Lammers .

Eike Grund
Eike Grund
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17.Jun.12 22:09
 
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Hallo Herr Lammers,
eigentlich gibt es Ihrem Bericht nichts hinzuzufügen, ich kann Ihre Ausführungen nur bestätigen und erlaube mir einige ergänzende Anmerkungen, die leider auf entsprechenden Erlebnissen beruhen:

Die Paketversender geben an, dass eine Sendung einen Meter Fallhöhe vertragen muss. Dass passiert, wenn das Paket durch einen Stau vom Band fällt. Dabei kann es auf alle möglichen Ecken und Kanten fallen. Eine größere Fallhöhe gibt es, wenn die Pakete von der Sammelstelle in fahrbaren Gitterboxen zum Fahrzeug geschoben werden. Diese Boxen werden häufig übermannshoch beladen und über unebenes Gelände geschoben. Liegt die Sendung im Fahrzeug, wird es nur noch geschüttelt, aber bei schlechten Straßen ziemlich heftig.
Ansonsten gilt: Große schwere Pakete werden nicht geworfen, aber sehr hart aufgesetzt. Kleine Pakete nehmen auch mal den Luftweg über kurze Distanzen. Das versuche ich wie folgt bei der Verpackung zu berücksichtigen:

Meine Radios werden grundsätzlich schwimmend gelagert. Dazu kaufe ich sackweise Schaumgummireste (5,- Euro/Sack). Damit werden vor allem die Kanten und Ecken gesichert, die übrigen Hohlräume werden mit Zeitungspapier verfüllt, auch damit die Schaumgummiteile nicht verrutschen. Fällt ein Gerät der 20Kg-Klasse auf eine Ecke, so wird vor allem das Gehäuse stark beansprucht, die verleimten Kanten können ausreißen, das kann bis zum Totalschaden des Gehäuses  führen.
Ich verwende grundsätzlich neue Kartons, mache vor dem Versand ein Foto, damit der Empfänger gegebenenfalls sofort reklamieren kann. Diese Kartons baue ich vorher auf ein zum Gerät passendes Maß um, so dass der Freiraum nach allen Seiten ungefähr gleich groß ist.
Kleinere Radios, die potentiellen Wurfgeschosse, verpacke ich nach dem Prinzip “Karton im Karton“: Der innere Karton liegt ziemlich eng an, das Gerät wird mit Luftpolsterfolie umwickelt. Der äußere Karton, wie beschrieben gedämmt,  gewährleistet einen großzügigen Bremsweg.
Transportsicherungen baue ich häufig bei der (drehbaren) Ferritantenne ein. Deren Masse ist relativ groß, die Kunststoffhalterungen oder Befestigungsgummis sind oft spröde geworden. Ein sich beim Transport aus der  Halterung gelöster Ferritstab bricht dabei meistens. Transportsicherungen fotografiere ich und weise darauf hin.
Zu den Transportsicherungen gehört auch die folgende Maßnahme: Die Schrauben, die das Chassis im Gehäuseboden sichern, werden im Betrieb nicht übermäßig fest gezogen. Das empfiehlt sich aber beim Versand. Ein loses Chassis mit nicht mehr voll funktionsfähigen oder fehlenden Gummipuffern kann beim Sturz auf die Vorderseite des Gehäuses die Skala zertrümmern.

Viele Grüße von E. Grund

  
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