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werco: Doppelkopfhörer

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Wolfgang Eckardt
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Dieser Doppel-Kopfhörer von WERCO entspricht meiner Meinung nach dem

Stein - Doppelkopfhörer, der ab etwa 1958 von der PGH Funktechnik Leipzig

gebaut wurde. (Später VEB Funktechnik Leipzig).       Siehe hier ID=138013.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Firma CONRAD aus Hirschau auch Artikel aus Firmen der DDR vertrieb, hergestellt hat sie diese Artikel aber selbst nicht. Es gibt noch mehrere Artikel aus Hirschau, deren wahrer Hersteller bisher nicht bestimmt und beschrieben wurde (z.B. Messinstrumente wie Vielfachmesser II  ID=135308  mit dem DDR-Gütezeichen auf der Rückseite).

Schön wäre es, wenn ein Besitzer dieser WERCO-Hörer (Modellbild von Herrn Frohsinn) noch ein zusätzliches Bild einbringen könnte, das Details zum Vergleich zeigt.

Wolfgang Eckardt

This article was edited 07.Oct.09 15:02 by Wolfgang Eckardt .

Dieser Frage-Post (oder -Thread) wurde wegen Nichtbeantwortung automatisch verschoben, weil im "Talk" die Chance auf eine Antwort wesentlich höher ist als im ursprünglichen Board.
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Eilert Menke
 
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Hallo Wolfgang,

ich kann momentan zwar keine Bilder hochladen, kann aber anhand meines Exemplars definitiv bestätigen, daß dieser Kopfhörer (Conrad) aus ostdeutscher Produktion stammt. Statt "Stein" ist an gleicher Stelle "werco" eingelassen. Er ist mit der "Stein"-Ausführung in Material, Art, Qualität, Kl.-1-Symbol und Aufmachung 100%ig identisch. Selbst habe ich eine niederohmige Ausführung, m.W. gab es das gleiche Modell aber auch mit vier kOhm.

Eilert

Wolfgang Eckardt
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Hallo Eilert,

na, das ist doch diiie Antwort. Du bestätigst mir praktisch das, was ich so vermutet hatte. Nun kann man z.B. bei den WERCO-Produkten auch den wahren Hersteller vermerken.
Vielleicht kannst du mal später noch ein Bildchen beisteueren, auf dem das WERCO-Logo am Kopfhörer gut zu sehen ist.

Ich danke dir und beste Grüße in den Norden

Wolfgang

This article was edited 19.Nov.09 11:48 by Wolfgang Eckardt .

Martin Steyer
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Hallo Wolfgang,

Conrad hat die Kopfhörer aus dem Funkwerk Leipzig auch später noch verkauft. Ich habe 1992 im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft an unserer Schule einen Detektorempfänger und ein FET-Audion gebaut, kam damals noch gut an. Seinerzeit gab es noch die schönen Folien-Drehkos ("Quetscher") bei Conrad, man bekam auch noch hochohmige Kopfhörer mit 2x1 KOhm. Kurze Zeit später waren die Kopfhörer ausverkauft, als ich eine Neuauflage der Physik-AGplante.

Dieser Kopfhörer trägt die Bezeichnung "VEB Funktechnik Leipzig DDR" und ist wohl der Nachfolger des Stein-Modells. Leider hat er keinerlei Typenbezeichnung, deswegen werde ich ihn zunächst als "Doppelkopfhörer 2x1 KOhm" anlegen.

Herzlichen Gruß, Martin

This article was edited 20.Nov.09 11:02 by Martin Steyer .

Wolfgang Eckardt
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20.Nov.09 22:17

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Hallo Martin,

vielen Dank für deine Antwort. Auch diese bestätigt mir, dass so manch elektrotechnisches Erzeugnis als "Export" damals in den anderen Teil Deutschlands ging, so auch zur Firma Conrad. Allerdings besteht ein Unterschied darin, dass der im Post #1 erwähnte WERCO-Doppelkopfhörer sogar das Logo von Conrad trägt (oder tragen soll). Das ist leider aus dem Bild von Herrn Frohsinn nicht zu erkennen. Dein gezeigter Hörer trägt ja die Originalkennung des DDR-Herstellers.

Ich vermute aber, du hast dich nur verschrieben: Hersteller dieser Kopfhörer war nicht "VEB Funkwerk Leipzig" sondern die "PGH Funktechnik Leipzig", die später auch zum VEB wurde. (Ist halt nicht so einfach das exakt zu unterscheiden für jemand, der diese doch etwas andere Art der Namensgebung von Betrieben nicht von Kind an miterlebt hat......)

Du hast aber richtig erkannt, dass er im RM noch nicht angelegt ist. Dein Kopfhörer ist die hochohmige Variante dieser hier , die insgesamt nur  5 Ω Impedanz hat. Jede einzelne Spule deines Hörers müsste 1 kΩ haben, also der gesamte Doppel-Hörer 4 kΩ und ist damit der Nachfolger dieses "Stein-Doppelkopfhörers". Das waren in der Tat ideale Hörer für Detektorempfänger, mit denen wir ja in den 50er Jahren noch experimentierten.
Übrigens wurden diese hochohmigen Kopfhörer auch als einzelne Muscheln (also nur 2x1 kΩ = 2kΩ) in den Elektronik-Baukästen mitgeliefert, also kein "Doppelkopfhörer".


 

Es wäre also gut, wenn du ihn anlegen würdest, da er noch nicht im RM existiert. Er müsste allerdings meiner Meinung nach, wie bereits geschrieben, in jeder Kapsel 2 Spulen zu je 1 kΩ  haben, macht zusammen 4 kΩ.

Herzliche Grüße aus Jena

Wolfgang

This article was edited 24.Nov.09 18:12 by Wolfgang Eckardt .

Martin Steyer
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21.Nov.09 09:37

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Hallo Wolfgang,

Modell ist mit Bildern angelegt, die Firma ist geändert, das ist schon schwer zu unterscheiden....

Ich habe den Kopfhörer durchgemessen, in der Tat hat jede Hälfte 2x 1 KOhm, insgesamt also 4 KOhm. Ich war dadurch irritiert worden, daß auf jeder Muschel 2x 1KOhm steht.

Offenkundig sind die Muscheln auch einzeln verwendet worden, deshalb diese Angabe.

Ich hatte einen Kopfhörer mit "WERCO"-Prägung, den muß ich aber schon vor Jahren einem SWL überlassen haben, er ist leider nicht mehr in meinem Besitz.

Herzlichen Gruß, Martin

 

verschoben von Board »* TALK, talk, talk - nur für Mitglieder sichtbar« am 24.Nov.09 10:23 von Wolfgang Eckardt 
  
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