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Z2c-Spezial

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Helmut Weigl
Helmut Weigl
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01.Sep.21 13:37

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von einem Bekannten bekam ich die Bilder einer "Z2c Spezial", welche ich hier hochgeladen habe.

Die Röhre hat einen 5-poligen Europasockel. Der Sockel scheint Original zu sein. Die professionelle Sockelung und der original Kitt deutet darauf hin.

Um die Röhre messen zu können haben wir versucht die Stiftbelegung zu ermitteln.

Stife 2 und 3 sind wie üblich der Heizfaden. Sfift 5 ist die Kathode.

Es bleiben die Stifte 1 und 4 von welchen ich angenommen hätte, dass dies die Andoden der beiden Diodensysteme sind.

Bei Stift 1 als Anode fließen etwa 150% des Sollanodenstroms. Bei Stift 4 fließt gar kein Anodenstrom.

Ich vermute deshalb, dass die beiden Dioden auf Stift 1 zusammengeschaltet sind und Stift 4 unbelegt ist.

Wer hat noch eine solche Röhre und kann bestätigen, dass

1. Der Europasockel original gesockelt ist?

2. die beiden Systeme zusammengeschaltet sind?

 

 

 

 

Steffen Thies
 
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01.Sep.21 19:12

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Bei der Spezial steht in der Beschreibung Einweg-Gleichrichter. Scheint also ganz richtig zu sein, was Sie messen!

Helmut Weigl
Helmut Weigl
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01.Sep.21 19:22

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Hallo Herr Einweg,

wenn Sie den Eintrag in RM.org meinen: Der kam durch mich zustande und ist also keine Bestätigung meiner Theorie.

 

Andreas Steinmetz
 
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01.Sep.21 21:42

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So recht mag ich an die Einwegschaltung mit parallelgeschalteten Anoden nicht glauben, zumal 150% Anodenstrom bei ungebrauchten Röhren gar nicht so selten ist. Vielleicht gibt es ja jemanden, der weiterhilft. Ansonsten könnte ich vorsichtig folgenden Vorschlag zur Diskussion stellen, der aber wirklich nur von erfahrenen Kollegen, zu denen ich sicher Herrn Weigl zählen würde, durchgeführt werden sollte:

Es geht prinzipiell darum, sichbar zu machen, welche der Blechanoden tatsächlich den Strom liefert. Dazu müsste man die Röhre zunächst mit einer so hohen Anodengleichspannung betreiben, dass der max. zulässige Strom fließt. Im Allgemeinen kann man dann innerhalb des stromführenden Systems ein leichtes, meist bläuliches Leuchten feststellen, das beim Abschalten der Anodenspannung sofort verschwindet. Dieses Leuchten tritt allerdings bei Röhren mit sehr gutem Vakuum (und wenig Rest-Quecksilber) kaum auf, und ich fürchte, dass das bei dieser Langlebe-Röhre auch der Fall sein könnte. Wenn das alles nichts hilft, dann könnte man rein theoretisch die Anodenspannung und damit den Strom soweit erhöhen, bis die stromführende Anode leicht anfängt zu glühen. Aber aufgepasst: Röhre nur ganz kurz so überlasten, sonst geht sie defekt! Tipp ist ohne Gewähr! Alternativ könnte man auch unterhalb der Rotglut vielleicht schon mit einem Infrarot-Thermometer herauskriegen, welche Anode heißer und damit stromführend ist.

Jacob Roschy
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01.Sep.21 22:38

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Möglicherweise kann man im Quetschfußrohr sehen, wo die beiden Anoden- Anschlussdrähte hin führen. Sie müssten dann beide zu dem Stift führen, bei dem Anodenstrom zustande kam, also Stift 1.

Auch könnte man durch Absaugung des Zinns sehen, ob 2 Drähte in den entsprechenden Stift führen.

Andererseits wäre es möglich, dass die Lötverbindung des anderen Anodendrahtes im Stift so stark oxydiert ist, dass kein Stromfluss mehr zustande kommt.

M. f. G.
J. R.

This article was edited 01.Sep.21 22:39 by Jacob Roschy .

Helmut Weigl
Helmut Weigl
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07.Sep.21 09:13

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Der Tipp von H. Roschy war Gold wert:

Mein Bekannter hat die Stifte entlötet. Zu jedem  Stift führt ein Draht. Er konnte zwar die Drähte zum Quetschfuss nicht verfolgen. Man sieht jedoch, dass im Quetschfuss ein Anodendraht unterbrochen scheint. Auch auf dem Foto kann man es erkennen:

Damit steht fest: Es handelt sich um einen Zweiweggleichrichter. Meine Vermutung, dass beide Systeme zusammengeschaltet sind, war falsch.

 

 

This article was edited 07.Sep.21 09:14 by Helmut Weigl .

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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07.Sep.21 14:38

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Hallo Herr Weigl,

viele Möglichkeiten gab es ja nicht, nun wurde die Lösung gefunden.

Einen ähnlichen Fall hatte ich schon vor Jahrzehnten. Damals kaufte ich mir einen 10er- Pack Octal-Röhren, wovon die meisten nicht funktionierten.
Der Grund waren abgefaulte Drähte im Quetschfuß- bzw. Sockelraum. Wahrscheinlich wurde ein säurehaltiges Flussmittel verwendet, das über die Jahre die Drähte zerstörte. Ich erhielt damals vom Verkäufer umgehend Ersatz.

M. f. G.
J. R.

 

This article was edited 07.Sep.21 14:41 by Jacob Roschy .

  
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