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Vorwort zur fünften Auflage
Infolge der ständigen Weiterentwicklung der Rundfunktechnik und Elektroakustik, insbesondere durch die Einführung der Transistoren und des Stereo-Verfahrens, mußte die vorliegende Auflage dieses Buches gegenüber der vorhergehenden vollständig neu bearbeitet werden. Dabei wurde auch die vordem in einem Anhang behandelte FM- und UKW-Technik organisch eingebaut und ein Kapitel über Phono- und Tonbandgeräte hinzugefügt. Selbstverständlich ist die Transistortechnik ausführlich berücksichtigt und ferner sind Kapitel über die Stereo-Nf-Technik und die Hf-Stereofonie aufgenommen worden.
Entsprechend dem Titel Funktechnik ohne Ballast wurde rücksichtslos alles Veraltete ausgemerzt, um den heute ohnehin überforderten Anfänger nicht mit überholten Verfahren und Schaltungseinzelheiten zu belasten. Audion und Einkreiser wurden deshalb nur noch als Beispiel einfachster Empfängerschaltungen erläutert und der industriell seit langem nicht mehr gefertigte Zweikreiser zu den Akten gelegt, um Raum für die allein wichtigen Überlagerungsempfänger zu schaffen. Aus dem gleichen Grund wurden auch Geräte mit Batterieröhren nicht mehr besprochen, denn der Transistor hat sie vollständig aus dem Felde geschlagen.
Ferner wurden die elementaren Grundlagen und rein theoretische Betrachtungen aufs Äußerste beschnitten, denn das Werk soll kein Lehrbuch der Elektrotechnik sein — hierfür gibt es genügend andere Bücher —, sondern auf kürzestem Wege in die Schaltungstechnik der Rundfunkempfänger einführen. Die Schaltungsbeispiele wurden daher sehr sorgfältig aus neuen Industrieschaltungen ausgewählt und kommentiert.
Es hätte nahe gelegen, wie vielfach bei Einführungen in die Transistortechnik üblich, von der Röhre auszugehen und anschließend den Transistor zu behandeln. Da aber das Buch grundlegend umgestaltet wurde und junge Leute heute aus Liebhaberei stets mit Transistorschaltungen zu experimentieren beginnen und auch in Industrieschaltungen die Transistoren immer mehr in den Vordergrund treten, wurde ein vollständig neuer Weg gegangen: die Halbleitertechnik wurde vor die Röhrentechnik gestellt und mit Germaniumdioden begonnen, um sofort zum Transistor weiterzugehen. Für die Vorgänge im Innern des Transistors wurde ein sehr einfaches Gedankenbeispiel angewendet, weil eine solche begreifbare Vorstellung, auch wenn sie primitiv ist, den Anfänger besser in die Materie einführt als physikalisch exakte, aber abstrakte Erläuterungen. Transistor- und Röhrentechnik sind dabei in sich abgeschlossen und verständlich dargestellt, so daß der Lehrer, der im Unterricht in bisheriger Weise mit der Röhre beginnen möchte, zunächst die Transistorgrundlagen überschlagen und später im Anschluß an die Röhre behandeln kann.
Im weiteren Verlauf des Buches werden dann Transistor- und Röhrenstufen stets zusammen erörtert. Wenn man Transistor und Röhre als reine Verstärkerelemente ansieht, dann sind die schaltungsmäßigen Unterschiede bei UKW-Bausteinen, Zf- oder Nf-Verstärkern mit Transistoren oder Röhren nur noch recht gering. Es wäre also unzweckmäßig, die Baustufen eines Transistor-Empfängers in vollständig neuen Kapiteln zu erläutern. Aber auch in diesem Teil des Buches kann man, wenn dies aus methodischen Gründen erwünscht ist, jeweils zuerst ausschließlich nur die mit Röhren oder nur die mit Transistoren bestückten Stufen durcharbeiten und anschließend die andere Technik vornehmen.
Ich hoffe, daß die neue Auflage des Buches,..
München,<
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