- Country
- Great Britain (UK)
- Manufacturer / Brand
- Bush Radio Ltd.; london
- Year
- 1957
- Category
- Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
- Radiomuseum.org ID
- 103221
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- Number of Tubes
- 4
- Main principle
- Superheterodyne (common); ZF/IF 470 kHz
- Wave bands
- Broadcast (MW) and Long Wave.
- Power type and voltage
- Storage and/or dry batteries / 1.5 & 90 Volt
- Loudspeaker
- Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil)
- from Radiomuseum.org
- Model: BP61 - Bush Radio Ltd.; london
- Shape
- Portable set > 8 inch (also usable without mains)
- Dimensions (WHD)
- 9 x 9.75 x 4 inch / 229 x 248 x 102 mm
- Mentioned in
- -- Original-techn. papers.
- Author
- Model page created by Peter Hoddow. See "Data change" for further contributors.
- Other Models
-
Here you find 403 models, 338 with images and 240 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.
All listed radios etc. from Bush Radio Ltd.; london
Forum contributions about this model: Bush Radio Ltd.;: BP61
Threads: 1 | Posts: 1
Der Vorbesitzer hat ein wenig herumgepfuscht, da darf es der Nachbesitzer auch.
Mein Bush BP61 hat eine seiner Schönheiten eingebüsst. In den Deckel ist eine Luftspule eingefügt, für Langwelle und für Mittelwelle. Aus unbekanntem Grund fehlt sie hier. Ebenfalls fehlt etliches von den Innereien des Ein- / Ausschalters. Fehlt noch mehr? – Nur suchen. Wer sucht, der wird schon finden…
Was findet die Spürnase schliesslich? Die Röhren funktionieren alle vier, das ergibt die Prüfung in einem verwandten Gerät. Alle Widerstände und die Kondensatoren – abgesehen von den niedrigen Werten im pF-Bereich – weichen stark bis sehr stark ab vom Sollwert. Einer nach dem anderen fliegen sie hinauf zum Radiohimmel. Schliesslich steht vor mir ein sauber funktionierender NF-Verstärker – doch was hat man daran, wenn man ein Radio haben will?
Der Drehkondensator: er ist so festgedreht, dass Rotor- und Statorblätter sich berühren. So gibt es natürlich keinen Empfang. Nach Korrektur gibt es leider auch keinen Empfang. Ah, dort ist mit einem kleinen Zängelchen ein Drähtlein abgezwickt, Kontakt zum Stator von VC1. Der wird wiederhergestellt. Die Verbindng zum Stator VC2 ist auch unterbrochen, der Zugang zu einer Neuverlötung ist schwierig. Nach eifrigem Geschnüffel finde ich den Anschluss zum Rotor ebenfalls zerschnitten – und da der Anschluss auch eine Brücke ist, hat der Vorbesitzer ganz radikal auch die zweite Seite abgeschnitten. Alles ist so sauber ausgeführt, dass ich die Unterbrechung erst nicht finden kann: völlig unsichtbar! – Die neuen Lötungen am Drehko sind nicht perfekt, es wackelt gehörig, bis ich schliesslich direkt von der Oszillator-Spule eine ganz neue Verbindung zu VC2 anlege.
Läuft das Radio denn jetzt endlich? – Es läuft wieder nicht. Erst nach Rücktausch der DK96 oszilliert es zuverlässig, es empfängt einige MW-Sender. Nach weiteren Bemühungen kann ich auch BBC4 auf Langwelle hören. Provisorisch läuft es, an einer Ferritantenne aus dem Fundus. Mit den Antennenspulen kann ich den Empfang einiger Sender auf Mittelwelle optimieren, auch bei nur 45V Anodenspannung. Ich habe aber wenig Freude daran, wenn dafür der Rest des Bandes fast stumm ist. Am Schluss betreibe ich die Sache mit 63V und 1,45V. Der Einschalter ist provisorisch restauriert, das Öffnen des Deckels lässt das Radio anlaufen. Ist man damit zufrieden?
Im radiomuseum gibt es alles. Es gibt auch sehr hilfsbereite Radiokollegen. Man will den Versuch wagen, das Provisorium Ferritantenne zu ersetzten durch eine nachgemachte Luftspule. Wie gesagt, es gibt sehr hilfsbereite Radiofreunde. Darum habe ich einiges an Unterlagen. Das Herstellen einer sauberen Luftspule aber – deren Werte ja auch ganz präzise stimmen müssen, damit das Radio überhaupt spielt – das übersteigt das Können des hiesigen Pfuschers aber bei weitem… Weinend wendet der Spulen-Künstler sich ab. Nein, ein Foto meiner Spule, das zeige ich hier nicht… Aber aufgeben?
Aufgeben muss man nicht. Diesen Wunsch – eigene Luftspulen – diesen Wunsch muss aufgeben, wer nicht sauber wickeln kann… Man lässt den Wunsch wie viele andere nichtige Wünsche im alten Jahr zurück. Ins neue Jahr nehme ich einen lieblich spielenden Apparat mit – mit fest installierter Ferritantenne! – Ist das denn so einfach? – Nicht unbedingt. Aber hat man nicht immer mal wieder Ferritantennen gesammelt, und ihre Aufhängungen? – So gibt der Fundus viel Material her, sodass die neue Antenne so aufgehängt werden kann, dass sie Platz findet im Gehäuse, dass die Anodenbatterie Platz findet im Gehäuse, und dass zum Schluss auch die Heizbatterie Platz hat.
Die Heizbatterie? Was sagt die Original-Etikette aus dem Jahre im Inneren des Radios:
Always replace batteries and plugs exactly as shown.
Hat der Autor der Mahnung von damals eine Ahnung, wie die Installation aussieht am letzten Tag des Jahres 2025!
Was geschieht denn nun morgen, wenn ich den Deckel der treuen Kassette öffne? – Sobald ich am Morgen den Deckel öffne, da spielt es schon, das Radio aus den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Morgen ist der Neujahrstag 2026. Ganz toll wird das werden, ein ganz tolles neues Radiojahr. Das möge es werden, für alle eifrigen Radiosammler der ganzen Welt!
Bruce Cohen, 31.Dec.25