• Year
  • 1950 ??
  • Category
  • Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
  • Radiomuseum.org ID
  • 104567
    • alternative name: Elektriska Industri AG

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 Technical Specifications

  • Number of Tubes
  • 10
  • Main principle
  • Superheterodyne (common); ZF/IF 465 kHz
  • Tuned circuits
  • 6 AM circuit(s)
  • Wave bands
  • Broadcast, Long Wave and more than two Short Wave bands.
  • Power type and voltage
  • Alternating Current supply (AC) / 110; 130; 150; 220; 240 Volt
  • Loudspeaker
  • 2 Loudspeakers
  • Power out
  • 10 W (unknown quality)
  • Material
  • Wooden case
  • from Radiomuseum.org
  • Model: Excellent V099 - EIA Elektriska Industri AB;
  • Shape
  • Tablemodel, low profile (big size).
  • Dimensions (WHD)
  • 590 x 375 x 280 mm / 23.2 x 14.8 x 11 inch
  • Notes
  • Wellenbereiche: LW, MW, Wellenbereiche: KW1: 13-16 m, KW2: 19 m, KW3: 25 m, KW4: 31 m, KW5: 41 m, KW6: 49-120 m, Lokalsender. Der Lokalsender ist rückseitig einstellbar und kann mithilfe Trommelselektor, Trimmer und Poti fest eingestellt werden. Hierfür stehen folgende Bänder zur Verfügung: 192-251 m, 300-385 m , 405-506 m, 705-987 m, 987-1345 m, 1345-1765 m.
  • Net weight (2.2 lb = 1 kg)
  • 16.5 kg / 36 lb 5.5 oz (36.344 lb)
  • Source of data
  • - - Data from my own collection
  • Author
  • Model page created by Mark Hippenstiel. See "Data change" for further contributors.

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Forum contributions about this model: EIA Elektriska: Excellent V099

Threads: 2 | Posts: 13

Der V099 "Excellent" von EIA hatte keine Lautsprecher mehr, war aber ansonsten noch praktisch unverbastelt. Der Zustand der Lautsprecherbespannung deutete auf einen Wasserschaden hin, der sich jedoch nicht bestätigte.

Ein Versuch, die Verfärbungen mit Hilfe von Stoff-Farbe zu übertünchen, führte auf kein befreidigendes Ergebnis. Hier half leider nur eine neue Bespannung.

Als Lautsprecher paßten mechanisch sehr gut die beiden Lautsprecher vom Metz W403. Eigentlich sollten die  Lautsprecher eine Impedanz von 8 Ohm haben; wenn aber die maximale Lautstärke nicht eingestellt wird, kann man auch die 4 Ohm Lautsprecher vom W403 verwenden. (Auf die Möglichkeit, den Ausgangstrafo sekundär bei 0,7 der Windungszahl anzuzapfen, wurde verzichtet.)

Das Radio weist einige schaltungsmäßige Besonderheiten auf, die es interessant machen.

  • Bis auf die 5Y3 und die EM34 (oktal) ist das Gerät mit Pico-Röhren (90er Serie) bestückt.
  • Der Mischer ist eine Pentode (6BA6 = EF93)
  • Der Oszillator ist ebenfalls eine Pentode (6AU6 = EF94)
  • Außer LW und MW gibt es noch 6 KW Bereiche (120m - 13m) und "MW lokal" (fest einstellbar).
  • Die ZF (465KHz) hat 2 Stufen, wobei eine davon aperiodisch arbeitet. (Dies entspricht dem Konzept "tuned - aperiodic - tuned", das sich sonst nur bei frühen ZF-Verstärkern mit Trioden findet.) Auch die aperiodische ZF-Stufe wird geregelt.
  • Die Endstufe ist im Gegentakt ausgeführt (2* 6AQ5 = EL90).
  • Die Phasenumkehrstufe verwendet 2 Röhren: die Triode der 6AT6 = EBC90 und die Pentode 6AU6 = EF94.

Zunächst einen Blick auf das Chassis.

Man erkennt einen sehr großen Netztrafo und einen vegleichsweise kleinen Ausgangstrafo. Netz-Elkos sind nicht zu erkennen; diese sind unterhalb des Chassis. Zur Abstimmung dient ein Zweifachdrehko. Es ist also kein Bandfiltereingang (hätte nur für LW und MW Sinn) aber auch keine HF Vorstufe vorhanden. Von den 4 Filtertöpfen sind 2 für die ZF und die beiden anderen für LW/MW Eingangs- und Oszillatorkreise. Im Kästchen zwischen den beiden hinteren Töpfen ist der (umschaltbare) Spulensatz für MW lokal untergebracht. Die KW Spulen sind rechts neben dem Drehko erkennbar. Das nächste Bild zeigt sie deutlicher.

Das nächste Bild zeigt die Unterseite des Chassis, augenscheinlich im Originalzustand.

Als erstes wurden die Koppelkondensatoren zwischen der Phasenumkehrstufe und den Gittern der Endröhren überprüft. Mit dem DC-Milli-Pico-Meter MV40 ergab sich im keinsten dort meßbaren Ohmbereich (107Ohm) bereits Vollausschlag! Die waren also in jedem Fall zu ersetzen. Um es kurz zu machen: es mußten alle gleichartigen Papierkondensatoren ersetzt werden.
Die Elkos ließen sich nicht mehr formatieren. Die Leckströme waren sehr hoch. Also auch die mußten ersetzt werden.
Dann lösten sich noch die Kappen von zwei 1 KOhm Widerständen der Phasenumkehrstufen.

Nach der "Kondensator-Kur" sieht das Chassis nun so aus:

Betrachtet man die Verdrahtung etwas genauer, so fällt auf, daß meist recht lange Leitungen bis zu den Massepunkten geführt sind. Auch sonst ist nicht auf kurze Leitungsführung geachtet. Derartige Aufbauten sind i.a. anfällig für ungewollte Rückkopplungen.

Unter diesem Aspekt muß eventuell auch die Konzeption (T-U-T) des ZF-Verstärkers gesehen werden. "Tuned - Untuned - Tuned" HF oder ZF Verstärker  waren zu Zeiten, als noch nicht neutralisierte Triodenstufen Stand der Technik waren, ein übliches Mittel um "wilde Schwingungen" zu vermeiden. [Die korrekte Bezeichnung ist "TAT", tuned - aperiodic - tuned, s. Post Nr. 6 & 7.]

(Die Literaturstelle zu T-U-T konnte ich momentan nicht finden. Ich habe Scott-Taggart in Erinnerung. Hat jemand Informationen?)

Bei der Reparatur gab es auch seltsame Fehler zu beheben. Einen Fehler betraf eine 6BA6, bei der ein Pin fehlte.

Bei der EM34 berührte ein 1MOhm Widerstand, der die Anode mit Spannung versorgt, den g1 Pin. Darauf hin hatte das Gitter eine positive Vorspannung und der Schattenwinkel war maximal. Offensichtlich war der Isolationswiderstand der Umhüllung des 1MOhm Widerstandes nicht hoch genug. Nachdem er etwas weggebogen ist, funktioniert die EM84.

Die 6AT6 = EBC90 fehlte. Sie wurde durch eine 6AV6 = EBC91 ersetzt, die hier einwandfrei funktioniert.

MfG DR

Dietmar Rudolph † 6.1.22, 29.Jul.09

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Die Stationsnamen sind alle in der passenden Landessprache angegeben.

Für deutsche Stationen gab es nur Frequenzen auf der oberen Mittelwelle und diese sind so benannt:

  • Deutschland AZ;  (AZ = Amerikanische Zone)
  • Deutschland BZ;  (BZ = Britische Zone)
  • Deutschland FZ;  (FZ = Französiche Zone)
  • Deutschland RZ; (RZ = Russische Zone)

Ausnahme: "Sarrebruck", denn das Saarland gehörte da noch zu Frankreich.

MfG DR

Dietmar Rudolph † 6.1.22, 24.Sep.09

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