1 MHz Funktionsgenerator mit 1 MHz Frequenzzähler FG 7000 var 1

ELV Elektronik AG; Leer (Ostfriesland)

  • Anno
  • 1981
  • Categoria
  • Strumento da laboratorio
  • Radiomuseum.org ID
  • 368450

 Specifiche tecniche

  • Numero di transistor
  • A semiconduttori.
  • Gamme d'onda
  • - senza
  • Tensioni di funzionamento
  • Alimentazione a corrente alternata (CA) / 220 Volt
  • Altoparlante
  • - - Nessuna uscita audio.
  • Materiali
  • Plastica (non bachelite o catalina)
  • Radiomuseum.org
  • Modello: 1 MHz Funktionsgenerator mit 1 MHz Frequenzzähler FG 7000 [var 1] - ELV Elektronik AG; Leer
  • Forma
  • Soprammobile con qualsiasi forma (non saputo).
  • Dimensioni (LxAxP)
  • 260 x 75 x 150 mm / 10.2 x 3 x 5.9 inch
  • Annotazioni
  • Die Bauanleitung inklusive Schaltplan ist im Augenblick (2026) von der ELV-Website kostenfrei herunterzuladen.

    1998 wurde von ELV unter der exakten gleichen Typenbezeichnung FG7000 wieder ein Funktionsgenerator herausgebracht, welcher sich technisch aber komplett unterscheidet.

  • Bibliografia
  • - - Manufacturers Literature (ELV-Journal Ausgabe 1981-15)
  • Autore
  • Modello inviato da Winfried Halbhuber. Utilizzare "Proponi modifica" per inviare ulteriori dati.

 Collezioni | Musei | Letteratura

Collezioni

Il modello 1 MHz Funktionsgenerator mit 1 MHz Frequenzzähler fa parte delle collezioni dei seguenti membri.

 Forum

Discussioni nel forum su questo modello: ELV Elektronik AG;: 1 MHz Funktionsgenerator mit 1 MHz Frequenzzähler FG 7000

Argomenti: 1 | Articoli: 1

Dies war mein erster Funktionsgenerator, den ich mir als Jugendlicher in den 1990ern gebraucht(!) gekauft habe. Verglichen mit dem recht geringen schaltungstechnischen Aufwand - im Wesentlichen leisten 2 ICs die Hauptarbeit - bietet das Gerät einen erstaunlichen Funktionsumfang. Insbesondere der Frequenzbereich bis 1 MHz zusammen mit der Modulationsfähigkeit erlaubt auch einen Betrieb als Messender, mit dem man den ZF-Bereich abgleichen kann. Ja sogar das untere MW-Band wird erreicht, wobbeln kann er auch - ideal für mich als angehenden Radiobastler.

Im realen Betrieb hat mich der Generator aber immer wieder geärgert, eben gerade im HF-Bereich, weil er einfach instabil lief. Genauer  gesagt war der Frequenzzähler das Problem: Ab einigen hundert kHz begann die Frequenzanzeige zu springen oder fiel komplett aus (Anzeige nur 000 000).

30 Jahre später konnte ich die Ursache finden und das Problem beheben. Andere Besitzer dieses quietschbunten Vintage-Messgerätes werden das gleiche Problem haben, denn es handelt sich um einen Designfehler. Daher hier meine Erfahrungen, sodass auch andere den Fehler bei ihrem Exemplar beheben können.

Die unzuverlässige Frequenzanzeige hat 2 Fehlerursachen:

1) Das für den Eingang des Frequenzzählers an Messpunkt 5 zur Verfügung gestellte Signal ist nicht immer vorhanden. Dir Ursache liegt an der Basis von T1: Der Spannungsteiler R15/R16 teilt das ohnehin schwache Ausgangssignal an Pin 12 des XR 205 herunter, aber sobald die Amplitude unter der Schwellspannung der Basis-Emitter-Diode liegt, macht T1 nicht mehr auf und das Zählersignal verschwindet. Da die Ausgangsamplitude des XR 205 mit steigender Frequenz minimal abnimmt, tritt der Fehler eben nur bei HF auf. In der Stückliste wird mit einem * eine Abänderung des Wertes von R15 vorgeschlagen und auf den Text verwiesen, dort findet man folgenden Hinweis, aber für R16:

FG7000: Hinweis auf R16 im Text

 

Reduktion von R15 auf 2,7 kOhm brachte Erfolg. Alternativ kann man statt der 2 Festwiderstände auch ein Poti einbauen, um das Teilerverhältnis optimal einzustellen.

 

FG7000: Anzupassender Widerstand R15

 

2) Die Anzeige "000 000" gibt es nach der Änderung des Spannungsteilers nun nicht mehr, aber der Zähler springt fallweise trotzdem herum. Kann der Zähler-Chip überhaupt 1 MHz verarbeiten? Ein Blick ins Datenblatt des MK50398 von Mostek zeigt: Ja, bis 1,5 MHz sind möglich, jedoch muss die Betriebsspannung mindestens 10 V betragen! ELV sieht einen Betrieb bei nominell 9V vor, tatsächlich sieht es so aus: Der 9V Trafo bringt etwa 12,6 V Spitze, Spannungsabfall des Brückengleichrichters 1,2V, somit 11,4 V am Ladeelko. Der 7809 darf sich noch 2V genehmigen, somit 9,4 V, dabei ist aber noch keine Regelreserve für den Stabi berücksichtigt, sodass der Ausgang einen Rippel haben wird, der zur Stabilität des Zählers nichts Gutes beitragen wird. Betrieb jedenfalls außerhalb der Spezifikation.

Somit hängt es von der aktuellen Netzspannung und der Toleranzlage der Bauteile ab, ob der Zähler noch korrekt anzeigt! Möglicherweise blieb das im ELV-Entwicklungslabor unentdeckt, weil die Bedingungen eben günstig waren.

Als Lösung habe ich die 1N4001 im Brückengleichrichter durch Schottky-Dioden ersetzt, außerdem wurden die Elkos C30 und C33 erneuert. Die damit um rund 0,5 V höhere Spannung hat in meinem Fall gereicht, um einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen. Falls das nicht reicht, wäre ein Umstieg auf einen Low-Dropout-Spannungsregler noch eine Möglichkeit, oder Verwendung eines anderen Trafos (10-12V).

FG7000: Knapp ausgelegtes Netzteil

Nach Durchführung der beiden Anpassungen läuft der Funktionsgenerator nun endlich erstmals(!) zur vollen Zufriedenheit. Hätte ich diesen Fehler doch nur schon damals entdeckt...

Winfried Halbhuber, 08.Apr.26

Weitere Posts (1) zu diesem Thema.