Super inductance 637A
Philips - Schweiz
- Country
- Switzerland
- Manufacturer / Brand
- Philips - Schweiz
- Year
- 1935/1936
- Category
- Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
- Radiomuseum.org ID
- 13242
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- Number of Tubes
- 6
- Main principle
- TRF without regeneration
- Tuned circuits
- 4 AM circuit(s)
- Wave bands
- Broadcast (MW) and Long Wave.
- Power type and voltage
- Alternating Current supply (AC) / 110-240 Volt
- Loudspeaker
- Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) / Ø 21 cm = 8.3 inch
- Material
- Wooden case
- from Radiomuseum.org
- Model: Super inductance 637A - Philips - Schweiz
- Shape
- Tablemodel, high profile (upright - NOT Cathedral nor decorative).
- Dimensions (WHD)
- 380 x 470 x 230 mm / 15 x 18.5 x 9.1 inch
- Notes
-
Lautsprecher Type 4283 mit 10 Ohm.
There is no evidence for a tube / valve E463(B), see under E463
- Net weight (2.2 lb = 1 kg)
- 13.2 kg / 29 lb 1.2 oz (29.075 lb)
- Price in first year of sale
- 365.00 SFr
- External source of data
- E. Erb 3-907007-36-0
- Source of data
- Radiokatalog Band 2, Ernst Erb
- Circuit diagram reference
- Thali-Schemasammlung und Tungsram-Röhrenbestückung.
- Mentioned in
- Les Radio PHILIPS de collection
- Literature/Schematics (1)
- -- Original-techn. papers.
- Picture reference
- Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.
- Other Models
-
Here you find 290 models, 217 with images and 225 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.
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Collections
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Das Radio A stammt von einem nahen Verwandten und ist schon seit Jahren in meinem Besitz. Endlich kam ich dazu, das Gerät instand zu stellen. Die Reparatur erwies sich als schwierig, da die Schaltung abgeändert und stark verbastelt war. Ziel war es, den Originalzustand wiederherzustellen, sodass das Gerät wie im Neuzustand funktioniert.
Die ursprünglichen Kondensatoren und einige Widerstände liessen sich nicht erhalten – teils fehlten sie, teils waren sie unbrauchbar. Die wesentlichen Komponenten wie Drehkondensator, Spulen, Röhren, Lautsprecher und Schalter sind jedoch in gutem Zustand, was eine Reparatur überhaupt erst ermöglicht.
Radio B habe ich günstig ersteigert; es ist baugleich mit A. Bei der Abholung wurde es kurz eingeschaltet: Die Skalenlampen leuchteten, aber aus dem Lautsprecher war nichts zu hören. Äusserlich wirkt das Gerät neuwertig. Nach dem Ausbau des Chassis zeigte sich ein erstaunlich guter Originalzustand, vermutlich ohne frühere Reparaturen.
Der Heizfaden der Gleichrichterröhre ist gut sichtbar unterbrochen, wodurch keine Anodenspannung entsteht. Dieser Defekt hat das Gerät vermutlich vor Folgeschäden bewahrt – es bleibt daher bewusst unrestauriert.
Mit Hilfe des Schemas und von Gerät B konnte Radio A schaltungsmässig wieder in den Originalzustand gebracht werden.
Kurzbeschreibung Empfangsteil
Die Antenne wird über die Spule S6 (LW S7) an die Anzapfung des Bandfilters gekoppelt. Dies bewirkt eine Anpassung sowie eine elektrische Verlängerung der Antenne
Das Bandfilter ist kapazitiv fusspunktgekoppelt über C24 (32 nF), im LW-Bereich C23 und C24 (25 nF // 32 nF ≈ 14 nF). Die beiden Spulen sitzen in separaten Abschirmbechern und sind daher nicht induktiv gekoppelt.
Im MW-Betrieb werden die LW-Spulen (S10, S14) über C23 kurzgeschlossen. Die Abstimmung erfolgt über CV1 und CV2 des 4-fach-Drehkondensators.Eine prinzipielle Beschreibung der Funktionsweise eines solchen Bandfilters findet man hier: Bandfilter mit konstanter Bandbreite
Der Ausgang des Bandfilters wird über C15 (25 pF) direkt auf das Gitter von L1 geführt. Die Kopplung auf die zweite Röhre L2 sowie auf den Demodulator L3 erfolgt mit gewöhnlichen, induktiv angekoppelten Schwingkreisen. Im MW-Bereich werden die beiden LW-Spulen S18 und S21 mit je 25 nF (C37 und C38) kurzgeschlossen.
Beim Betätigen der Senderwahl wird gleichzeitig mit dem Verstellen des Drehkondensators das Draht - Potentiometer R1 (680 Ohm) mitgedreht.

Der Strom durch R1 stammt sowohl vom Anoden-Widerstandsnetzwerk R3/R4 als auch von den Kathoden von L1 und L2. Bei niedrigster Frequenz liegt der Schleifer praktisch auf Kurzschluss. Im LW-Bereich wird zusätzlich R2 zugeschaltet.
Die gemessenen Kathodenspannungen und die daraus resultierende Verstärkung S aus dem Datenblatt der Röhren:
MW
600 m (0.5 MHz): Kathode L1 & L2 = 1.9 V, S = 2.5 mA/V, Empfindlichkeit 0.45 mV
200 m (1.5 MHz): Kathode L1 & L2 = 4 V, S = 0.7 mA/V, Empfindlichkeit 0.95 mV
LW
1900 m (158 kHz): Kathode L1 & L2 = 2.8 V, S = 1.8 mA/V, Empfindlichkeit 0.25 mV
760 m (395 kHz): Kathode L1 & L2 = 4.6 V, S = 0.2 mA/V, Empfindlichkeit 0.65 mV
Die Eingangsempfindlichkeit wurde wie folgt gemessen: AM-modulierter Messsender (400 Hz, 70 %), Einspeisung über 1/1000-Abschwächer und 10 kΩ am Antenneneingang, Lautstärke am Radio maximal. Die Signalamplitude wurde bis zum leichten Verzerren, gemessen mit einem Oscilloscope am Lautsprecherausgang erhöht. (Anmerkung: Ist diese Methode sinnvoll?)
Die Resonanzimpedanz ergibt sich zu Z₀ = L / (R · C). Da L konstant bleibt und C mit steigender Abstimmfrequenz abnimmt, steigt gleichzeitig Z₀. Dieser wirkt zugleich als Lastwiderstand der Pentoden L1/L2, wodurch die Verstärkung zunimmt. Zur Kompensation der Verstärkung wird über R1 die Kathodenspannung erhöht und damit die Verstärkung reduziert. Weitere Einflussfaktoren sind der Innenwiderstand der Röhren (abhängig von der Gitterspannung), die Antennenkopplung (S6/S7) sowie die Antennenlänge.
Es gelingt mit R1 recht gut, die Verstärkung über den Frequenzbereich konstant zu halten – die Messung deutet jedoch auf eine leichte Überkompensation hin. Gleichzeitig wird so die Eigenschwingneigung bei hoher Verstärkung reduziert.
Die beschriebenen Massnahmen haben natürlich auch einen Einfluss auf die Bandbreite des Empfängers. Weil sich der Gleichlauf der vier Schwingkreise im niedrigen Empfangsbereich nicht abgleichen lässt, müssen die Spulen und der Drehkondensator sehr genau gefertigt worden sein, damit die Bandbreite einigermassen konstant bleibt. Eine Paarung der Spulen mit dem Drehkondensator bei der Produktion scheint jedenfalls kaum machbar – es würden sich viel zu viele Kombinationsmöglichkeiten ergeben, da die MW- und LW-Spulen auf demselben Wickelkörper aufgebracht sind.
Der Drehkondensator ist ganzheitlich abgeschirmt und zugelötet, sodass ein Abgleich durch Verbiegen der Platten nicht möglich ist. Das gleiche gilt für die Luftspulen, die in einem Abschirmbecher fest verbaut und unerreichbar sind. Das Problem zeigt sich beim vorliegenden Gerät anhand der Durchlasskurven im MW-Bereich.

Bild A: 200 m (1.5 MHz), Bandbreite 4 kHz, abgeglichen
Bild B: 600 m (0.5 MHz), nicht abgleichbar
Im LW-Bereich ergibt sich ein ähnliches Bild.
Gemessen wurde mit DDS-Generator (FM 10 kHz, Sägezahn 100 Hz). Die Oszilloskopsonde war am Lautstärkepotentiometer R17 angeschlossen.
Abgleich

Gemäss Serviceanleitung werden zuerst die vier MW-Trimmer (1333 kHz), danach die LW-Trimmer (300 kHz) auf Maximum abgeglichen.
Die Trimmer sind ungewöhnlich aufgebaut: Zwei Messinghülsen auf Keramikzylindern der äussere ist verschiebbar. Zur Justierung diente ein gebogener 2-mm Eisendraht, passend zur Nut der Hülse. Da diese mit dem Chassis verbunden ist, erfolgt der Abgleich gefahrlos.
Abgleichen, abgleichen und nochmals abgleichen – es hilft alles nichts. Es verstellt sich immer wieder, manchmal treten sogar Eigenschwingungen auf. Nochmals die Stifte und die Sockel der Empfängerröhren sowie die Kontakte am Wellenschalter reinigen. Alle Lötstellen kontrollieren – es hilft alles nichts.
Es muss wohl so sein … oder doch nicht?
Nach langem Hin und Her kommt man drauf: Es sind die Abschirmungen der beiden Röhren L1 und L2. Die Verbindung der leitenden Lackierung mit dem Kathodenanschluss ist manchmal da und manchmal nicht. Abhilfe schafft eine notfallmässige zusätzliche Verbindung der Lackierung mit dem Chassis. Natürlich dürfen die Kathoden nicht direkt mit der Masse verbunden werden, was mit zwei zusätzlichen 100 nF Kondensatoren bewerkstelligt wurde.
Und nun empfängt das Radio einwandfrei. Beim Einnachten lassen sich auf MW mit meinem 10 m langen Antennendraht je nach Bedingungen etwa 5 Sender empfangen. Einmal konnte sogar der 10-kW-Radiosender Dechovka auf 792 kHz für etwa eine halbe Stunde empfangen werden – trotz einer Entfernung von hier am Hallwilersee bis zum Sender von rund 570 km. Auf LW ist leider nichts zu empfangen; alle Sender, die in Frage kämen, haben sich im Laufe der Zeit verabschiedet.
Kurzbeschreibung NF-Teil
Das NF-Signal gelangt vom Demodulator über das Lautstärke Potentiometer R17 zur Pentode L4 (E446) und weiter zur Endröhre L5. Im negativen Zweig der Anodenspannung liegt die Glättungsdrossel S5. Über R25 und R26 wird die notwendige Gittervorspannung von −22 V für L5 erzeugt.
Durch die Verwendung einer Pentode als Vorstufe ergibt sich eine hohe Verstärkung. Die E446 weist eine grosse Empfindlichkeit für Mikrofonie auf. Schon leichtes Klopfen am Chassis erzeugt ein klingendes Geräusch im Lautsprecher. Da helfen auch die zwei gekreuzten Streben, die vermutlich das Chassis stabilisieren sollen, nicht viel. Es handelt sich dabei um echte Fahrrad-Speichen mit den speziellen Felgenmuttern, mit denen man die Zugkraft einstellen kann.
Nun ist genug geschrieben – Fragen werden gerne beantwortet.
Attachments
- Cassis A und B HF Teil (284 KB)
- Chassis A und B NF Teil (226 KB)
- Schema (138 KB)
Beat Sager, 07.Apr.26