Brigitte

Teral; Paris

  • Year
  • 1960
  • Category
  • Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
  • Radiomuseum.org ID
  • 336129

Click on the schematic thumbnail to request the schematic as a free document.

 Technical Specifications

  • Number of Transistors
  • 6
  • Main principle
  • Superheterodyne (common); ZF/IF 480 kHz; 2 AF stage(s)
  • Tuned circuits
  • 5 AM circuit(s)
  • Wave bands
  • Broadcast (MW) and Long Wave.
  • Power type and voltage
  • Dry Batteries / 1 x 9 Volt
  • Loudspeaker
  • Ø 6.6 cm = 2.6 inch
  • Power out
  • 0.2 W (unknown quality)
  • Material
  • Plastics (no bakelite or catalin)
  • from Radiomuseum.org
  • Model: Brigitte - Teral; Paris
  • Shape
  • Very small Portable or Pocket-Set (Handheld) < 8 inch.
  • Dimensions (WHD)
  • 124 x 76 x 35 mm / 4.9 x 3 x 1.4 inch
  • Notes
  • Ce récepteur est un modèle de poche avec
    - réception sur cadre
    - prise jack pour écouteur.

    Les fonctions des 6 transistors sont les suivantes :
    SFT107 : oscillateur modulateur
    SFT106 : premier amplificateur moyenne fréquence
    SFT106 : deuxième amplificateur moyenne fréquence
    SFT153 : preamplificateur basse fréquence et driver
    2 x SFT122 : amplificateur push-pull
    SFD106 : diode détectrice.

    Le récepteur de poche est proposé complet en pièces détachées pour la somme de 126 FRF et en ordre de marche pour 199 FRF.

    Voir aussi modèle Lucas Ukashi.

  • Net weight (2.2 lb = 1 kg)
  • 0.325 kg / 0 lb 11.5 oz (0.716 lb)
  • Price in first year of sale
  • 199.00 FRF

 Collections | Museums | Literature

Collections

The model Brigitte is part of the collections of the following members.

 Forum

Forum contributions about this model: Teral; Paris: Brigitte

Threads: 1 | Posts: 1

Wenn man etwas sieht, was man nicht kennt, forscht man etwas nach. Heute bietet das Internetz Quellen aller Art. So finde ich den Teral Brigitte, bei doctsf den Artikel zum Selbstbau (!) in der Zeitschrift ‚Le Haut-Parleur‘. Im radiomuseum wird das Gerät unter einer selbständigen Marke – Lucas, Modell Ukashi – geführt.

Ein solches Gerät, das muss man haben, damit man hineinsehen kann. Ist es von Teral und heisst Brigitte? Ist es von Lucas und heisst es Ukashi? - Die beide fliessen ineinander über und sind wahrscheinlich einfach das gleiche. Es folgt eine kleine Wanderung um Den Haag, und schon ist das Radio im Haus. Man kann hineinsehen! - Wie hineinkommen? So kommt man hinein:

Der Fachmann weiss es schon im voraus: es sind die bunten Kondensatoren aus französischer Fertigung, die mit den grünen und roten Enden. Wunderschön sind die, immer kaputt sind die, nach sechzig Jahren. Hier allerdings sind die S.I.C nicht kaputt.

Der Fachmann weiss es schon im voraus, da er ja den Artikel aus ‚Le Haut-Parleur‘ gelesen hat: der Fehler liegt im seltsamen Wellenschalter. Nach dem Ausbau des Platine stellt sich heraus, dass ein Vorbesitzer hier auch schon angesetzt hat: es ist aber nicht der Grund des Fehlers.

Ist es ein Riss in der Platine? – Denn kaum ausgebaut, funktioniert das Radio plötzlich. Man will es wieder einbauen, schon fällt es aus. – Kein Riss ist es, die Platine ist unschuldig.

Man prüft den Drehko, der laut schabt wegen einem Kontaktproblem. Bei Miniatur-Ausführungen bleibe ich dem Mechanismus klugerweise fern, ich habe ja doch keinen Zugang zu den Kontaktfahnen. Die Anschlüsse werden aber schon einmal nachgearbeitet, es könnte ja sein… Ist es aber nicht.

Was ist es denn nun? – Der Nachlöter sucht die Lösung in den ZF-Filtern. Er lötet einfach alle Anschlüsse nach, bei laufendem Gerät. Einer der letzten, im ZF-Filter 1, will das Lot nur ungern annehmen. Schliesslich ist es getan. Das Manipulieren an der Platine führt seither nicht mehr zu einem Ausfall, also war tatsächlich einer der Anschlüsse der Schuldige.

Ist das Radio ein Selbstbaugerät? Der Löter ein Dilettant? – Es ist nicht zu sagen, hat man das Radio doch als Bausatz und als betriebsfertiges Gerät auf den Markt gebracht.

Deutlich ist nur, dass die Löcher in der Platine recht weit sind, und also das Lot den Abstand zwischen den Stiften der Filter und der Platine sauber überbrücken muss…

Jetzt kann wieder alles zusammen. Nur passen am Ende die Batterien nicht hinein. Wenn die Batterien nicht passen, kann der Radiobesitzer es jedes Mal kaum fassen. Wie kann das sein? – Ja, weil sich die Dicke der Batterien im Laufe der Zeit geändert hat. Leute werden immer dicker, Autos überfett, sollen da die Batterien nachstehen? – Man werkelt den Kunststoffmantel ab, sodass die 6 lange Zellen nackt sind, verfestigt mit einer Runde Klebeband und baut die neu gefertigte Batterie ein: sie passt wie gegossen. Ein geschickter Schneider im Haus erspart den Bruch im Gehäuse!

Läuft das Radio aus dem Jahre 1960 jetzt korrekt? Ja. es berichtet mir, dass gerade wieder einmal ein Verrückter Europas Fundamente untergräbt. Auf Englisch kommt es aus dem Radio ‚nach japanischer Art‘ ‚made in France‘.

Das Radio hat zuletzt ein ganz überraschend gestaltetes ‚Etui‘ – es ist aus Leder und aus Metall! Damit trage ich es jetzt fleissig mit mir herum, von Zimmer zu Zimmer, und ergötze mich überall am sauberen Empfang et 'son très bonne musicalité'.

Das ist auf den Punkt gebracht das gleiche, was ich als kleiner Bub getan habe: Im Dorf herumziehen, mit meinem geliebten Transistorradio in der Hand.

Bruce Cohen, 19.Jan.26

Weitere Posts (1) zu diesem Thema.